Verfault und nicht standfest

Hier kreischen die Motorsägen: Im Waldstück zwischen A 111 und Ruppiner Chaussee  wurden kranke und nicht mehr standfeste Bäume gefällt. Hier kreischen die Motorsägen: Im Waldstück zwischen A 111 und Ruppiner Chaussee wurden kranke und nicht mehr standfeste Bäume gefällt. Foto: hb

Heiligensee – Es kreischen wieder die Motorsägen. Jedes Jahr, wenn sich der Winter verabschiedet, beginnen die Berliner Forsten und das Gartenbauamt mit den so genannten Baumpflegemaßnahmen. Es werden Äste gekappt und Bäume gefällt. So geschehen in einem kleinen Waldstück zwischen Ruppiner Chaussee und der Autobahn A 111. Der dicht bewachsene Streifen wurde ausgelichtet und das Ergebnis fein säuberlich aufgestapelt. Warum musste an dieser Stelle, wo die Bäume einen wichtigen Lärm- und Sichtschutz leisten, so stark ausgelichtet werden? Die RAZ fragte bei den Berliner Forsten nach. Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, dem die Forsten unterstehen, bestätigte die Fällung – überwiegend von Laubbäumen wie Robinien, Kastanien und Eichen – betonte aber, dass „nur nach sorgfältiger Prüfung und nur, wenn es gar nicht anders geht, gefällt wird.“ Die Baumfällungen in Heiligensee wären leider aufgrund der Stammfäule vieler dort stehenden Bäume erforderlich gewesen. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mussten zusätzlich überhängende Bäume zur Autobahn entfernt werden und Bäume, die auf die Straße umzukippen drohten.

Derk Ehlert ist sich jedoch sicher, dass die jungen Bäume, die noch im Waldstück stehen, die entstandenen Lücken bald auffüllen werden. Außerdem wird an einzelnen Stellen nachgepflanzt. Derk Ehlert: „Durch die Junggehölze wird sich relativ schnell wieder eine geschlossene Blattkrone bilden, auch im unteren Sichtbereich, so dass sich ein wirkungsvollerer Lärm- und Sichtschutz entwickelt.“ hb

Letzte Änderung am Dienstag, 07 März 2017 13:49

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Meldungen kurz & knapp

Verkehr | Mobilität | Umwelt

Fahrbahn Buddestraße

Bezirk – Vom 18. September bis zum 16. Oktober wird die Fahrbahnfläche der Brunowstraße zwischen Buddestraße und Berliner Straße instand gesetzt. Während der Baumaßnahmen ist eine Vollsperrung der Brunowstraße auf dem genannten Abschnitt erforderlich. Autofahrer sowie die Buslinie 133 werden über die Buddestraße und Veitstraße zur Berliner Straße erfolgen. Die Baukosten betragen 96.894 Euro.  

Gesunder Schlaf

Märkisches Viertel – Schlafprobleme können auf lange Dauer für den Betroffenen sehr belastend sein. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Sorgen über Stress bis zu den Lebensgewohnheiten. Am 17. Oktober hält die Pädagogin und Therapeutin Rike Schulz von 18 bis 20 Uhr einen Vortrag zu dem Thema im Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum Reinickendorf, Günter-Zelma-Haus, Eichhorster Weg 32, bei dem den Teilnehmern Übungen nahgebracht werden. Die Kosten betragen 3 Euro (ermäßigt 2 Euro). Weitere Infos und Anmeldung unter Tel. (030) 416 4842.  

Teilnahme bei der Aktion „Du und Dein Verein“

Bezirk – 1.000 gemeinnützige Vereine haben sich unter www.ing-diba.de/verein bei der Aktion „Du und Dein Verein“ registriert. Auch der BFC Alemannia ist dabei, und die Vereinsmitglieder hoffen, dass bis zum 7. Oktober genügend Stimmen zusammenkamen, damit der Verein eine Spende von 1.000 Euro erhält. Diese soll für neues Sportequipment für die Jugendmannschaften eingesetzt werden. Weitere Infos unter www.ing-diba.de/verein oder https://bfc-alemannia-1890.de  

Schettig setzt ein Zeichen

Reinickendorf – Der Fehlstart in die Kegel-Oberliga ist ausgebügelt, die Kegler der SG Alemannia/SCC/Amicitia landeten im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg. Gegen den Außenseiter Rot-Gold war der Erfolg mit 3:0 Punkten und 3534:3452 Holz eindeutig. Alemannias Jüngster Oliver Schettig setzte mit 927 Holz bei 120 Wurf gleich ein deutliches Zeichen und war mit 26 Neunen auch Bester dieser Begegnung. Ihm am nächsten kam mit 903 Holz Bernd Krüger. Hier bahnt sich ein Generationswechsel an, der Mittdreißiger Schettig ist nur halb so alt wie der in den letzten Jahren unerreichte Krüger.  

Drei kommen durch

Bezirk – Die Fußballer der Füchse Berlin, Frohnauer SC und 1. FC Lübars haben den Sprung in die 3. Hauptrunde im Berliner Pilsner-Pokal geschafft. Ausgeschieden ist dagegen der Nordberliner SC mit einem 0:3 bei Eintracht Mahlsdorf. Die Füchse gewannen am vergangenen Sonnabend 6:0 bei der VSG Rahnsdorf, Philipp Trampisch, Tugay Adigüzel (2) und der eingewechselte Martin Urbanski (2) erzielten bei einem Rahnsdorfer Eigentor die Treffer. Der Frohnauer SC setzte sich am Sonntag nach Toren von Adrian Domke, Dustin Gundlach (je 2), Sebastian Lemgau und Trevor Winkelmann mit 6:2 gegen den SV Schmöckwitz-Eichwalde durch. Und auch der 1. FC Lübars steht nach einem 3:1 bei Stern Kaulsdorf (Lukas Longardt, Andre Runau und Markus Ring trafen) in der Runde der letzten 32, die am 4./5. November ausgetragen wird.  

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