Kein Radweg in Tempo-30-Zonen

Der Radweg an der Schulzendorfer Straße ist auf einem Teilstück von parkenden Autos belegt und kann daher von Radfahrern nicht genutzt werden. Der Radweg an der Schulzendorfer Straße ist auf einem Teilstück von parkenden Autos belegt und kann daher von Radfahrern nicht genutzt werden. Foto: hb

Heiligensee – Zu den Spitzenzeiten am frühen Morgen – zwischen 7.45 und 8.15 Uhr – ist vor der Otfried-Preußler-Grundschule an der Schulzendorfer Straße verkehrstechnisch so einiges los. Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto oder dem Fahrrad oder kommen mit ihnen zu Fuß. Die Größeren laufen allein oder fahren mit dem Fahrrad. Gut 400 Schüler möchten pünktlich zum Unterricht erscheinen, viele kommen aber auf den letzten Drücker, und da geht es auf dem Gehweg und der Straße zeitweise chaotisch zu. Besonders auf dem Gehweg in der Schulzendorfer Straße zwischen der Straße Am Dachsbau und dem Eingang zum Parkplatz der Schule. Fußgänger und Radfahrer benutzen beide diesen Weg, und das sieht oftmals ziemlich gefährlich aus – passiert ist jedoch zum Glück noch nichts.

Dennoch ärgern sich viele Eltern über diese Situation. Denn eigentlich gibt es auch auf diesem Stück einen Radweg. Dieser ist allerdings nicht mehr als solcher erkennbar und nicht nutzbar. Er ist stark beschädigt, verschmutzt und zugeparkt. Wären diese lediglich zirka 170 Meter intakt, hätten die Radfahrer durchgängig bis zur Schule ihren eigenen Fahrweg. Eine Instandsetzung seitens des Bezirksamtes ist jedoch nicht geplant. Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt sagt dazu: „Die Schulzendorfer Straße ist Bestandteil einer Zonengeschwindigkeitsbeschränkung (30 km/h). In diesen Zonen werden grundsätzlich keine gesonderten Radwege mehr baulich angelegt. Im gesamten Abschnitt der Schulzendorfer Straße zwischen Heiligenseestraße und Am Dachsbau ist der südliche Gehweg für die Benutzung durch Radfahrer in beide Richtungen freigegeben.“ Da der Gehweg ziemlich breit ist, haben Radfahrer und Fußgänger eigentlich genügend Platz, um sich nicht zu behindern.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC ist der Ansicht, dass „der Gehweg breit genug ist für Radfahrer und Fußgänger.“ Das sagt Bernd Zanke, Sprecher der Stadtteilgruppe Reinickendorf. Ihn ärgert eine ganz andere Sache, nämlich ein fehlende Beschilderung: Radfahrer, die von der Heiligenseestraße Richtung Am Dachsbau unterwegs sind, können den Gehweg mitbenutzen. Dieser wurde im Jahr 2015 zwischen Heiligenseestraße und Wiesengraben komplettiert und mit dem Zusatzschild „Radverkehr frei“ auch für die erwachsenen Radfahrer freigegeben. Dieses Schild allerdings fehlt für die Gegenrichtung, obwohl laut Stadträtin der Gehweg „in beide Richtungen freigegeben“ ist. hb

Letzte Änderung am Dienstag, 07 Februar 2017 14:50

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Meldungen kurz & knapp

Verkehr | Mobilität | Umwelt

Fahrbahn Buddestraße

Bezirk – Vom 18. September bis zum 16. Oktober wird die Fahrbahnfläche der Brunowstraße zwischen Buddestraße und Berliner Straße instand gesetzt. Während der Baumaßnahmen ist eine Vollsperrung der Brunowstraße auf dem genannten Abschnitt erforderlich. Autofahrer sowie die Buslinie 133 werden über die Buddestraße und Veitstraße zur Berliner Straße erfolgen. Die Baukosten betragen 96.894 Euro.  

Gesunder Schlaf

Märkisches Viertel – Schlafprobleme können auf lange Dauer für den Betroffenen sehr belastend sein. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Sorgen über Stress bis zu den Lebensgewohnheiten. Am 17. Oktober hält die Pädagogin und Therapeutin Rike Schulz von 18 bis 20 Uhr einen Vortrag zu dem Thema im Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum Reinickendorf, Günter-Zelma-Haus, Eichhorster Weg 32, bei dem den Teilnehmern Übungen nahgebracht werden. Die Kosten betragen 3 Euro (ermäßigt 2 Euro). Weitere Infos und Anmeldung unter Tel. (030) 416 4842.  

Teilnahme bei der Aktion „Du und Dein Verein“

Bezirk – 1.000 gemeinnützige Vereine haben sich unter www.ing-diba.de/verein bei der Aktion „Du und Dein Verein“ registriert. Auch der BFC Alemannia ist dabei, und die Vereinsmitglieder hoffen, dass bis zum 7. Oktober genügend Stimmen zusammenkamen, damit der Verein eine Spende von 1.000 Euro erhält. Diese soll für neues Sportequipment für die Jugendmannschaften eingesetzt werden. Weitere Infos unter www.ing-diba.de/verein oder https://bfc-alemannia-1890.de  

Schettig setzt ein Zeichen

Reinickendorf – Der Fehlstart in die Kegel-Oberliga ist ausgebügelt, die Kegler der SG Alemannia/SCC/Amicitia landeten im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg. Gegen den Außenseiter Rot-Gold war der Erfolg mit 3:0 Punkten und 3534:3452 Holz eindeutig. Alemannias Jüngster Oliver Schettig setzte mit 927 Holz bei 120 Wurf gleich ein deutliches Zeichen und war mit 26 Neunen auch Bester dieser Begegnung. Ihm am nächsten kam mit 903 Holz Bernd Krüger. Hier bahnt sich ein Generationswechsel an, der Mittdreißiger Schettig ist nur halb so alt wie der in den letzten Jahren unerreichte Krüger.  

Drei kommen durch

Bezirk – Die Fußballer der Füchse Berlin, Frohnauer SC und 1. FC Lübars haben den Sprung in die 3. Hauptrunde im Berliner Pilsner-Pokal geschafft. Ausgeschieden ist dagegen der Nordberliner SC mit einem 0:3 bei Eintracht Mahlsdorf. Die Füchse gewannen am vergangenen Sonnabend 6:0 bei der VSG Rahnsdorf, Philipp Trampisch, Tugay Adigüzel (2) und der eingewechselte Martin Urbanski (2) erzielten bei einem Rahnsdorfer Eigentor die Treffer. Der Frohnauer SC setzte sich am Sonntag nach Toren von Adrian Domke, Dustin Gundlach (je 2), Sebastian Lemgau und Trevor Winkelmann mit 6:2 gegen den SV Schmöckwitz-Eichwalde durch. Und auch der 1. FC Lübars steht nach einem 3:1 bei Stern Kaulsdorf (Lukas Longardt, Andre Runau und Markus Ring trafen) in der Runde der letzten 32, die am 4./5. November ausgetragen wird.  

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