Keine Öffentlichkeit

Jung und erfolgreich: Sina Henning (l.) und Sarah Diekow in der Begegnung der Füchse gegen Hannover 96 II. Sie gewannen ihr Doppel klar mit 3:0 Sätzen. Jung und erfolgreich: Sina Henning (l.) und Sarah Diekow in der Begegnung der Füchse gegen Hannover 96 II. Sie gewannen ihr Doppel klar mit 3:0 Sätzen. Foto: bek

Bezirk – Schlechter Zuschauerzuspruch? Ach was, es gibt fast gar keinen, auf jedem Friedhof ist mehr los. Wenn sich Tischtennisspielerinnen in Reinickendorf die Bälle um die Ohren schlagen, sieht das fast niemand. Nur der Freund oder Ehemann, die eigenen Kinder und vielleicht Mama oder Papa verlieren sich in der Halle der Grundschule am Schäfersee, da wo die Füchsinnen spielen, oder des Gabriele-von-Bülow-Gymnasiums am Tile-Brügge-Weg, wo die Truppe des VfL Tegel ihre Künste darbietet. Beide Mannschaften spielen in der Regionalliga Nord, immerhin der vierthöchsten Spielklasse in Deutschland, beide sind toll in die Saison gestartet und bieten guten Sport. Aber leider kommt keiner. Warum eigentlich?

„Das ist im Frauensport generell so, man hat das ja auch im Handball gesehen, wo die Spreefüxxe in der 1. Bundesliga vor maximal 500 Zuschauern gespielt haben, während unsere Füchse- Männer regelmäßig die Schmeling- Halle voll bekommen“, sagt Christoph Wölki, der Tischtennis-Chef der Füchse. „Und zum Tischtennis kommen ohnehin nur Zuschauer, die selbst den Sport betreiben, das ist im Eishockey völlig anders. Fast keiner der Besucher bei den Eisbären spielt selbst Eishockey.“

Schade für die Tischtennisspielerinnen. Die Füchse beendeten die letzte Saison als Meister, nahmen das Aufstiegsrecht in die 3. Bundesliga Nord aber nicht wahr. Das soll sich ändern. „Wenn wir es wieder schaffen, dann werden wir in die 3. Liga gehen“, sagt Wölki. „Schon allein wegen Sina Henning, die immer besser wird.“ Die 17-Jährige ist amtierende Berliner Meisterin und würde gern höherklassiger spielen. Und sie ist mit ihrer Mannschaft auf einem guten Weg. Nach sechs Spieltagen führen die Füchse die Tabelle mit 10:2 Punkten an, nur beim SC Poppenbüttel gab es Mitte Oktober eine 5:8-Niederlage für die Füchsinnen, für die neben Sina Henning die Nummer eins Olga Heinrich, Belana Gawolek, Katalin Jedtke und Sarah Diekow an den Tisch gehen.

Im Derby gegen den VfL Tegel hatte es Anfang September einen 8:5-Sieg für die Füchse gegeben – vor acht Zuschauern übrigens. Die Mannschaft von Coach Thomas Jajeh hat eine Partie weniger absolviert und belegt mit 7:3 Punkten Tabellenrang drei. Im Vorjahr war der VfL Sechster geworden. Der frühere Zweitligist aber hat keine Ambitionen auf eine höhere Spielklasse. „Das ist uns einfach zu teuer“, sagt Benoit Bosc-Bieme, der 1. Vorsitzende, der übrigens seit zehn Tagen mit der einstigen Spitzenspielerin Gaby Rohr verheiratet ist. Gaby Rohr wird auch im Kader geführt, würde allerdings nur antreten, wenn Not am Mann ist. So holen Alina Jajeh, Sarah-Madeleine Schrödter, Alina Shvorak, Katja Firat, Lisa-Sophie Steinhäuser und Alexandra Krenitz die Punkte für den VfL.

Zuletzt siegten die Tegelerinnen am 22. Oktober wie die Füchsinnen am Tag zuvor 8:4 gegen Hannover 96 II. Die nächsten Begegnungen bestreitet Tegel auswärts, am 18. und 19. November gegen die SG Marßel Bremen und in Poppenbüttel. Die Füchsinnen empfangen schon am kommenden Sonntag (12. November) den Niendorfer TSV (14 Uhr, Grundschule am Schäfersee). Einfach mal hingehen, es gibt was zu sehen. bek

Letzte Änderung am Montag, 06 November 2017 16:40

RAZ App Kombi Banner 300x136 ARAZ App Kombi Banner 300x136 B

Meldungen kurz & knapp

Sport | Vereine | Gesundheit

15- bis 25-Jährige für ein Tanzprojekt gesucht 

Märkisches Viertel – Die Faster-Than-Light-Dance-Company (FTL) bringt eine neue Tanzproduktion auf die Bühne. Für das Projekt „Frühlings Erwachen“ beginnen am 10. Februar die Proben. Mitmachen kann jeder, der Spaß an der Bewegung hat – ohne Aufnahmeprüfungen, Auditions oder Castings. Volker Eisenach, Choreograph und künstlerischer Leiter. „Die Choreographien sind für jeden erlernbar – egal ob Junge oder Mädchen, dick oder dünn, tanzerfahren oder Tanzneuling!“ Tänzer zwischen 15 und 25 Jahren sollten sich das nicht entgehen lassen. „Frühlings Erwachen“ wird am 23. und 24. März auf der Bühne des Fontane-Hauses zu sehen sein. Anmeldung und Infos unter Tel. (030) 50 91 44 48 oder per Mail an info@ftl-online.com

Niederlage zum Auftakt 

Hermsdorf – Der Start ins neue Jahr ging für die Basketballer des VfB Hermsdorf daneben. Im ersten Spiel 2017 unterlagen die Schützlinge von Trainer Christian Bathelt der BG 2000 mit 57:67 und belegen mit nur zwei Siegen aus 13 Partien weiter den vorletzten Platz in der Tabelle der 2. Regionalliga Ost. Die Hermsdorfer verschliefen das erste Viertel, lagen nach zehn Minuten 8:16 zurück. Zur Halbzeit (32:36) und auch nach dem dritten Viertel (48:52) waren sie bis auf vier Punkte dran, aber der Tabellendritte hatte das bessere Ende für sich. Beste Werfer für den VfB waren Justus Ramme (15), Jan-Eric Thie (11) und Felix Carels (10). Am kommenden Sonnabend steht für den VfB beim Tabellenvierten USV Halle die nächste schwierige Aufgabe an.

Austauschen und informieren 

Reinickendorf – Zu einem Jour Fixe, einem Austausch- und Informationstreffen, laden der Verein Selbstbestimmtes Wohnen im Alter (SWA e.V.) und die Kontaktstellen PflegeEngagement (KPE) am Mittwoch, 17. Januar, ein. Es werden Themen rund um ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz erörtert. Angehörige, Rechtsbetreuer, Interessierte und ehrenamtlich Engagierte sind eingeladen, an dieser kostenfreien Veranstaltung teilzunehmen. Sie dauert von 15 bis 17 Uhr und findet im Betreuungsverein des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD) Reinickendorf, Alt-Reinickendorf 7, statt. Besprochen werden dann unter anderem die Unterschiede zwischen einer Wohngemeinschaft, Betreutem Wohnen und Pflegeheimen, die Kosten und Finanzierung des Lebens in einer Wohngemeinschaft, der Alltag in einer Wohngemeinschaft und die Rolle der Angehörigen in einer Wohngemeinschaft. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.swa-berlin.de oder Tel. (030) 61 09 37 71.

Vortragsreihe 

Hermsdorf – Das Dominikus-Krankenhaus startet im Januar mit einer Veranstaltungsreihe zu medizinischen Themen. Ärzte, Pfleger und Therapeuten informieren über Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten. Anschließend können die Zuhörer mit den Referenten ins Gespräch kommen. Die kostenfreien Veranstaltungen finden im Dominikus-Saal, Kurhausstraße 30, statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Am Montag, 15. Januar, spricht Chefarzt Dr. Christian Nitzsche ab 17 Uhr zum Thema „Brauchen wir noch das Röntgen?“

Knie-Spezialist in China 

Hermsdorf – Dr. med. Dirk Flachsmeyer, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie des Dominikus-Krankenhauses besuchte im November für drei Tage China, um dort beim zweitgrößten Ortho-Unfall-Kongress der Welt in Zhuhai einen Vortrag über Knieendoprothetik zu halten. Deutschland war in diesem Jahr Gastland des Kongresses. Der Besuch in China ist allerdings keine Seltenheit für Dr. Flachsmeyer, denn er reist bereits seit Jahren regelmäßig dorthin, um Ärzte auf dem Gebiet der Endoprothetik anzuleiten und fortzubilden. Besuch aus Saudi-Arabien hingegen erhielt der Chefarzt am 8. November. Dr. Flachsmeyer empfing zwei Ärzte, die ihm bei zwei Operationen assistierten. Das Gesundheitssystem in Saudi-Arabien verfügt über modernste Technologien und Spezialisten. Austauschprogramme oder solche Hospitationen sind dort Teil der Ausbildung, dienen aber auch zum Erfahrungsaustausch.

Skyscraperbanner