Ein Titel ist immer noch drin

Schwerer Pfingstsonntag: Fuchs Niklas Trumpf muss sich der Gegenwehr von Luca Schmid (l.) und Martin Schmiedt erwehren. Schwerer Pfingstsonntag: Fuchs Niklas Trumpf muss sich der Gegenwehr von Luca Schmid (l.) und Martin Schmiedt erwehren. Foto: bek

Bezirk – Ein letztes Mal in dieser Saison wehte ein Hauch der großen Handball-Welt durch die Lilli-Henoch- Halle, auch Füchse Town genannt. Die deutsche Nationalhymne dröhnte aus den Boxen, dann waberte Trockeneis- Nebel über das Parkett, begleitet vom Deep-Purple-Klassiker „Smoke on the water“. Im Final-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft der B-Junioren (Jahrgang 2000 und jünger) trafen die Füchse am Pfingstsonntag im letzten Heimspiel eines Jugendteams der Berliner auf die SG Kronau/Östringen, den Nachwuchs des amtierenden Deutschen Meisters im Männerbereich, den Rhein-Neckar Löwen. Die Partie endete vor der erneut gut besetzten Tribüne 20:20, eigentlich keine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Sonntag in Östringen.

„Aber noch ist alles drin, es sind erst 50 Prozent gespielt“, sagte Füchse-Coach Fabian Lüdke. „Und wir haben noch Luft nach oben.“ Besonders die Schlussphase macht Mut, als die Füchse wenigstens das Unentschieden sicherten. Ein letzter Freiwurf in allerletzter Sekunde des längsten Spielers auf dem Feld, Theo Surblys, blieb in den Armen der Füchse-Abwehr hängen. Alles auf Null also vor dem Showdown im Südwesten der Republik.

In den 50 Spielminuten zuvor konnten die jungen Berliner nur einmal in Führung gehen, ganz am Anfang zum 2:1. Dann zogen die Gäste immer wieder bis auf drei Tore weg. Körperlich machten die gegenüber den Jungfüchsen im Schnitt größeren und kräftigeren Löwen einen bärenstarken Eindruck, neben Surblys wiesen auch Benedikt Meiser und Lukas Wichmann Gardemaß auf. Bester Werfer bei den Gästen war Luca Schmidt mit fünf Treffern, für die Füchse trafen Lukas Hopp (6/3), Aaron Krai und Niklas Trumpf (je 4) am erfolgreichsten. Ganz stark im Kasten war Erik Ullrich, seine Parade mit einem Arm gegen Yessine Meddeb war einfach sensationell. Ullrich verhinderte eine noch schlechtere Ausgangsposition, aber auch Gäste- Torwart Niklas Gierse hatte einiges zu bieten.

Die B-Junioren haben es also noch in der Hand, den im Vorjahr zuletzt gewonnenen Titel zu verteidigen. Ein Double aber kann es nicht mehr geben, weil den A-Junioren die Auswärtstore- Regel zum Verhängnis wurde. Sie hatten das Hinspiel in eigener Halle gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, den Nachwuchs der HSG Wetzlar, 27:30 verloren, aber sie drehten das im Rückspiel am vergangenen Sonnabend und siegten 27:24. Vor der Hammerkulisse von 1500 Zuschauern hieß es am Ende 54:54 in der Addition nach zwei Spielen und 120 Minuten, aber Wetzlar hatte mehr Auswärtstore erzielt und war Meister, die Füchse Zweiter. Nach vier Meisterschaften in Folge von 2011 bis 2014 warten die Füchse weiter auf Titel Nummer fünf. In einem wahren Krimi hatte die HSG das Glück auf ihrer Seite.

In der Schlussphase stand wohl Hitchcock Pate. Tim Rozman warf sein Team vom Siebenmeterpunkt 27:23 in Führung. Das hätte gereicht, aber Tim Rüdiger traf zum 27:24. Da waren noch drei Minuten zu spielen, aber es fiel kein weiterer Treffer mehr. „Unglücklicher kann man, wenn man schon gewinnt, nicht verlieren. Aber meine Mannschaft hat unter diesem Druck und vor so vielen Zuschauern cool und unaufgeregt gespielt“, sagte Trainer Bob Hanning. Wenn die B-Jugend das auch hinbekommt, dann geht noch was. bek 

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Juni 2017 08:26
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