Ein Turnier für Toleranz

Flüchtlingskinder, die in Reinickendorf untergebracht sind, mit ihren Trainern Andreas Strauch (l.) und Frank Radunz (M.) sowie dem Sponsor der Fußballausstattung, Mehmet Matur (r.). Flüchtlingskinder, die in Reinickendorf untergebracht sind, mit ihren Trainern Andreas Strauch (l.) und Frank Radunz (M.) sowie dem Sponsor der Fußballausstattung, Mehmet Matur (r.). Foto: hb

Borsigwalde – Vom Kuchen die Hälfte abgeben – das ist der erklärte Wille des NiAs-Projektes, bei dem es um die Integration geflüchteter Kinder geht. „Es gibt genug deutsche Kinder, in deren Elternhaus das Geld knapp ist und nicht für Sportmaterialien ausgegeben werden kann“, sagt Frank Radunz, der Trainer der zirka 20 Flüchtlingskinder, die er und sein Kollege Andreas Strauch zweimal in der Woche auf dem Sportplatz in der Cité Foch trainiert.

Die beiden Polizeibeamten leisten das im Rahmen des NiAs-Projektes („Nicht im Abseits stehen“), das von der Polizeidirektion 1 vor vier Jahren ins Leben gerufen worden ist.

Mehmet Matur trägt diesen Gedanken mit und beschenkte zu gleichen Teilen Kinder des NiAs-Projektes und Kinder des SC Borsigwalde mit 16 Paar Sport- und Fußballschuhen, 20 T-Shirts, Fußbällen, Rucksäcken, Turnbeuteln und Socken.

Mehmet Matur ist Inhaber des Sportgeschäftes Butterfly am Zabel-Krüger-Damm und Förderer der Jugendabteilung des SC Borsigwalde. Zudem ist er beim Berliner Fußball-Verband (DFB) Präsidialmitglied Integration, ein Amt, das es deutschlandweit nur in Berlin gibt.

Die gesponserten Schuhe und T-Shirts können die Kinder beim großen Fußballturnier tragen, das am Donnerstag, 25. Mai, am „Tag gegen Ausländerfeindlichkeit“, auf dem Sportplatz des SC Borsigwalde in der Tietzstraße 33-41 ausgetragen wird. Von 10 bis 15 Uhr spielen Jugend-Mannschaften aus Berliner Flüchtlingsunterkünften und sechs Berliner Vereinsmannschaften gegen- und miteinander; 120 Teilnehmer werden erwartet, die um den NiAs-Pokal kämpfen.

Mit dabei ist auch Jimmy Hartwig, damals der erste dunkelhäutige Nationalspieler und heute Integrationsbotschafter des DFB. Zuschauer zum Fußballturnier sind willkommen, der Eintritt ist frei. hb

 Das NiAs-Projekt wurde im Oktober 2013 in Reinickendorf ins Leben gerufen, bei dem Polizeibeamte des Arbeitsgebietes Interkulturelle Aufgaben der Polizeidirektion 1 Kinder aus Reinickendorfer Flüchtlingsunterkünften trainieren. Bis heute haben zirka 170 Kinder teilgenommen. Davon konnten rund 20 Prozent in die örtlichen Fußballvereine integriert werden. Alleine im Sommer 2016 wechselten sechs Kinder in die E-  beziehungsweise D- Jugend des SC Borsigwalde. Der Wechsel ist ein wichtiger Schritt im Sinne der Integration und im Rahmen der sportlichen Förderung.
Letzte Änderung am Freitag, 12 Mai 2017 11:58
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Meldungen kurz & knapp

Sport | Vereine | Gesundheit

Fußballturnier für Kinder in Borsigwalde

Borsigwalde – Für kleine und große Fußball-Fans: das Bambinis-Turnier. Die Jugendabteilung des SC Borsigwalde, die Kiezhelden, veranstaltet am 3. Oktober ein großes Fußballturnier. Es werden 18 Mannschaften von kleinen Fußballern im Alter von fünf oder sechs Jahren als Teilnehmer erwartet. Das Turnier wird um 10 Uhr beginnen und in der Tietzstraße 33-41 stattfinden.

Heilungswege in Heiligensee

Heiligensee – Zum 8. Mal findet die regionale Messe vom 7. bis 8. Oktober ums ganzheitliche Wohlbefinden statt. Veranstaltungsorte sind der große Info-Saal des Diakoniezentrums Heiligensee sowie der Erlebnisraum am Dorfteich 36 statt. Die Aussteller präsentieren an beiden Tagen von 14 bis 19 Uhr Theorie und Praxis von Aloe Vera, Hypnose, Reiki, Magnet­schmuck, Yoga, Darmgesundheit und weiteren Gesundheits- und Präventionsmethoden. Jeweils zur vollen Stunde können Interessierte an informativen Vorträgen teilnehmen. Der Eintritt ist frei. Das aktuelle Programm ist unter www.heilungswege-in-heiligensee.de abrufbar.

Masernwelle – Impfen schützt

Bezirk/Berlin – Die Masernwelle rollt wieder auf Berlin zu. Das Gesundheitsamt in Reinickendorf rät deshalb dringend zu einer vorbeugenden Impfung. „Angesichts der steigenden Zahl der Erkrankungen in Berlin sollte man kein unnötiges Risiko eingehen und die notwendige Impfung gegen Masern jetzt vornehmen“, sagt Stadtrat Uwe Brockhausen. Eine Masernerkrankung kann in seltenen Fällen zu bleibenden geistigen Schäden und zum Tode führen. Auch wenn eine Impfung immer wieder kontrovers diskutiert wird, bietet sie bisher den einzigen Schutz vor einer Erkrankung.

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