Ehrung von Andreas Höhne

Andreas Höhne (r.) mit Schauspieler Benno Führmann und dessen Tochter Zoe 2015 Andreas Höhne (r.) mit Schauspieler Benno Führmann und dessen Tochter Zoe 2015 Foto: Archiv

Bezirk – Andreas Höhne – dieser Name ist in Erinnerung geblieben. In sehr positiver Erinnerung. Jeder, der den Reinickendorfer kannte, hat ihn geachtet und auf besondere Weise gewertschätzt. Und als er starb, waren die Menschen um ihn herum fassungslos. Der immer hochmotivierte Stadtrat und stellvertretende Bezirksbürgermeister verlor am 30. Oktober 2015 seinen Kampf gegen den Krebs. Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung von Reinickendorf schrieben über den SPD-Politiker: „Mit seiner Freundlichkeit konnte er Menschen gewinnen. Wir haben mit ihm einen Gesprächspartner verloren, der den Menschen stets auf Augenhöhe begegnete.“ Das war es wohl auch, was ihn auszeichnete – und nicht vergessen ließ. Denn er hinterließ eine bleibende Lücke, die immer und überall, nicht nur in der Bezirkspolitik, spürbar war. Und so ist auch nicht verwunderlich, dass sich eine Gruppe von Reinickendorfern in den vergangenen eineinhalb Jahren dafür engagiert hat, dass Andreas Höhne eine besondere Würdigung erfährt. Initiiert und immer wieder vorangetrieben von Beate Hildebrand, hat sich die Facebook-Gruppe mehrmals getroffen. Die Gruppe, die aus Menschen unterschiedlichsten Alters und verschiedenster politischer Ausrichtung bestand, brachte letztlich die Idee auf den Weg, den Integrationspreis nach Höhne zu benennen.

Am 12. Juli war es dann soweit: In der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung wurde die Umbenennung des Integrationspreises parteiübergreifend einstimmig beschlossen. Katrin Hiller-Ewers, Vorsitzende des Integrationsausschusses trug Zitate aus der Facebook-Gruppe vor: „Er war durch und durch Mensch… hatte immer ein offenes Ohr und setzte sich voll und ganz und vor allem mit dem Herzen ein. Er war nicht nur jemand, der seinen Job gemacht hat, sondern für den der Job sein Leben war. Menschen waren für ihn alle besonders – unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder Herkunft. Er hat sich für jeden eingesetzt, der Hilfe brauchte, und gegen Ungerechtigkeit gekämpft.“

Auch wenn Andreas Höhne sich selbst nie zu wichtig nahm und lieber andere in den Mittelpunkt rückte als sich selbst – er würde sich sicherlich über die Umbenennung des Preises freuen. In einem sind sich alle einig: Kein Name würde besser zum Integrationspreis passen als seiner. fle

Letzte Änderung am Dienstag, 25 Juli 2017 12:53

RAZ Leserumfrage 300x136 2

RAZ Stopper Oberschulen 88x75

Meldungen kurz & knapp

Soziales | Senioren | Kirche

Öffentliche Sitzung der Seniorenvertretung

Wittenau – Die nächste öffentliche Sitzung der Seniorenvertretung findet am 19. Oktober um 9 Uhr im Zimmer 27 im Rathaus Reinickendorf, Eichborndamm 215, statt. Zudem bietet die Seniorenvertretung jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr ihre Sprechstunde an.

Vorlesen für Familien

Tegel – In der Humboldt-Bibliothek ist die Veranstaltungsreihe „Bilderbuchkino plus App“ in die neue Saison gestartet. Nun werden jeden Freitag um 16 Uhr in der Karolinenstraße 19 Geschichten für Kinder ab drei Jahren vorgelesen, die Illustrationen des Buches an einer großen Leinwand gezeigt und im Anschluss Bilderbuch-Apps zum Ausprobieren vorgestellt.

„Arbeitnehmer/in 4.0“

Bezirk – Ab 4. Dezember startet der Kurs „Arbeitnehmer/in 4.0“, bei dem ältere Arbeitssuchende und Nichterwerbstätige die Grundlagen für das Arbeiten im Büro erlangen können. Teilnehmer müssen in Berlin wohnen, arbeitssuchend oder nichterwerbstätig sein und dürfen in keinem Ausbildungsverhältnis stehen. Zugleich sucht die veedu GmbH, die den Kurs anbietet, interessierte Unternehmen, die Praktikumsplätze für die Projektteilnehmenden zur Verfügung stellen. Anmeldung bei Lisa Paetz unter Tel. (030) 7895 46014 oder an lisa.paetz@veedu.de. Weitere Infos unter www.didital-im-beruf.de oder auf der Webseite https://veedu.de.

Angebote für pflegende Angehörige

Märkisches Viertel – Die Pflegebedürftigkeit eines Menschen stellt auch seine Angehörigen vor große Herausforderungen. Häufig sind sie Belastungen ausgesetzt und fühlen sich mit der Situation allein gelassen. Unterstützung und Entlastung stellt die Kontaktstelle PflegeEngagement Reinickendorf am 13. Oktober von 10 bis 11.30 Uhr im Café Senftenberger am Senftenberger Ring 12 vor. In der Veranstaltung werden der Besuchsdienst, Gesprächs- und Freizeitgruppen und nachbarschaftliche Initiativen vorgestellt. Es gibt Raum für Austausch und Fragen. Das Café Senftenberger ist ein Kommunikations- und Treffpunkt im MV. Das Netzwerk Märkisches Viertel lädt dort jeden 2. und 4. Freitag im Monat zum Kaffeeplausch ein.

Sidebanner