Kleine Preise, großes Angebot

Vom Plüschtier bis zur Schrankwand, es gibt fast alles außer Lebensmittel. Vom Plüschtier bis zur Schrankwand, es gibt fast alles außer Lebensmittel. Foto: ks

Wittenau – „SoproRO“ ist kein gewöhnlicher Name, auch kein gewöhnliches Kaufhaus. Hinter der Abkürzung verbirgt sich das Sozialprojekt Reinickendorf Ost, das seit mehreren Jahren als gemeinnütziger Verein ein Sozialwarenhaus betreibt. Früher in der Aroser Alle beheimatet, lautet seit rund zwei Jahren Roedernallee 88-90 die Adresse. Hier, unweit des U- und S-Bahnhofes Wittenau, stehen vielerlei Gebrauchsgegenstände zum Verkauf. Es gibt Geschirr und Kinderspielzeug, Bekleidung und Möbel. Das meiste davon ist gebraucht, aber in der Regel in einem guten Zustand. Es stammt überwiegend aus Privatspenden von Reinickendorfern und Berlinern, die sich Neues anschaffen, das Alte aber noch einem guten Zweck zukommen lassen wollen.

Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die knapp bei Kasse sind. „Es kommen Studenten und Rentner, Arbeitslose und junge Familien“, weiß Geschäftsführer Peter Pansing zu berichten. In letzter Zeit zählten auch mehr und mehr Geflüchtete zur Kundschaft. Sie hätten nun eine eigene Wohnung gefunden und benötigten dafür hauptsächlich Einrichtungsgegenstände. So sind denn Möbel der Verkaufsschlager, erzählt Pansing weiter. Gegen einen kleinen Aufpreis würden sie auch ins Haus geliefert, schließlich verfügen die wenigsten Bedürftigen über eigene Transportmittel. Das Sozialwarenhaus bietet Einkaufsmöglichkeiten auf rund 600 Quadratmetern. Es hört sich viel an, ist aber viel zu wenig. „Wir mussten zahlreiche Spenden ablehnen, weil wir keinen Platz mehr dafür hatten“, berichtet der Geschäftsführer mit Bedauern. Doch ab dem 1. Juli ist dies anders. SoproRO bekommt gleich angrenzend, in Räumlichkeiten der ehemaligen Sparkasse, weitere 500 Quadratmeter Fläche hinzu. Damit sei fast eine Verdoppelung des Angebotes möglich, freut sich Pansing. Man könne mehr Möbel unterbringen und die Textilabteilung erweitern, heißt es. Auch zieht dann der „Bücherwurm“, ein Treffpunkt für Literatur- und Schallplattenfreunde, hierher. Neben dem Verkauf von Second-Hand-Medien wolle man den Besuchern mehr Raum für gemütliches und geselliges Miteinander bieten. Der alte Standort an der Aroser Allee wird zeitgleich aufgegeben.

Übrigens leistet der SoproRO e.V. in doppelter Hinsicht Hilfestellung. Nicht nur die sozial schwachen Käufer profitieren, auch viele Reinickendorfer Projekte haben etwas davon. Die erwirtschafteten Überschüsse kommen diversen Einrichtungen zugute, die Unterstützung benötigen. So werden beispielsweise Computer-Workshops mit notwendigen Geräten ausgestattet oder neue Trikots für Sportvereine angeschafft. ks

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 Juni 2017 11:47

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Meldungen kurz & knapp

Soziales | Senioren | Kirche

Tegeler Ehrenamtspreis an Reitverein

Tegel – Der Tegeler Ehrenamtspreis geht in diesem Jahr an den Ländlichen Reitverein Tegel am Waidmannsluster Damm 10. Ausgelobt wird er vom Tegeler CDU-Abgeordneten Tim-Christopher Zeelen. Zur Begründung der Vergabe an den diesjährigen Preisträger sagt er: „Beim Reitsport lernen die Kinder Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen. Dazu gehören neben dem Reiten vor allem die Versorgung und die Pflege der Pferde.“ Der Ländliche Reitverein Tegel engagiert sich seit 33 Jahren insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit. Da vor wenigen Wochen beim Reitverein eingebrochen wurde und der finanzielle Schaden erheblich ist, kam das Preisgeld in Höhe von 200 Euro gerade zur richtigen Zeit.

Senioren lernen Umgang mit Tablet

Märkisches Viertel – Die Gesobau unterstützt ältere Menschen bei der Teilhabe an der digitalen Gesellschaft. So stellen Infoveranstaltungen „Digital mobil im Alter“ beispielsweise Tablet-PC-Kurse im Ribbeck-Haus, Senftenberger Ring 54, vor. Sie finden am Dienstag, 16. Januar, 14 Uhr, und am Montag, 22. Januar, 14 Uhr, statt. Wer sich für einen Kurs interessiert, kann sich nach der Infoveranstaltung dafür anmelden.

Kurs für ehrenamtliche Sterbebegleiter

Märkisches Viertel – Der Hospizdienst vom Unionhilfswerk hat noch freie Plätze im kostenlosen Vorbereitungskurs zum ehrenamtlichen Lebens- und Sterbebegleiter. Der Kurs startet am 12. Januar 2018 beim Unionshilfswerk, Wilhelmsruher Damm 116. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Ziel ist, Menschen in schwierigen Situationen oder an ihrem Lebensende beizustehen – ob zu Hause oder im Pflegewohnheim. Die Ehrenamtlichen treffen sich auch zur Supervision und zum regelmäßigen Austausch. Weitere Informationen unter Tel. (030) 644 97 60 66.

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