Dem Enkeltrick keine Chance!

Viele Vermieter warnen in ihren Hausfluren vor dem Enkeltrick. Viele Vermieter warnen in ihren Hausfluren vor dem Enkeltrick. Foto: hb

Tegel/Bezirk – Zahlreiche Kinder und Kindeskinder mögen ja ein Segen sein, doch wenn sich am Telefon vermeintliche Enkelkinder melden, könnte sich ein Betrugsmanöver anbahnen. Insbesondere, wenn die selbsternannten Enkel Geld haben wollen. Vor diesen Betrügereien ist auch Reinickendorf nicht sicher. In der Tegeler Oeserstraße 16 warnt sogar ein Aushang der Hausverwaltung davor. Laut Kriminalpolizei kann der so genannte Enkeltrick für die Opfer existenzielle Folgen haben: Sie verlieren erhebliche Geldbeträge oder werden sogar um ihre Lebens-Ersparnisse gebracht.

Mit beispielsweise „Rate mal, wer hier spricht“, rufen die Betrüger bei meist älteren Alleinstehenden an. Die Anrufer geben sich als Verwandte oder Enkel aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird beispielsweise ein Unfall dramatisch vorgetäuscht. Sobald der Angerufene zahlen will, wird ein Bote avisiert, der das Geld abholen kommt. Nicht selten lassen die Täter sogar ein Taxi vorfahren, wenn das Opfer den Weg zur Bank nicht mehr zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits fünfstellige Euro-Beträge erbeutet – auch der Fuchsbezirk ist gefährdet.

Ähnlich liegt der Fall bei den sogenannten Schockanrufen, die sich an Rentner aus den ehemaligen Sowjetrepubliken richten. Die Anrufer melden sich auf Russisch, und behaupten, dass sich ein naher Verwandter in Untersuchungshaft befinde. Gegen eine Zahlung könne er jedoch aus der Haft entlassen werden. Natürlich sehen die Opfer ihr Geld nie wieder …

  • Deshalb raten die für Reinickendorf zuständigen Präventionsbeamten in Sachen Enkeltrick:
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Legen Sie den Hörer auf, sobald der Anrufer Geld von Ihnen verlangt.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Und vor allem: Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

Sollten Sie Opfer geworden sein: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige auf der Wache unter Tel. ​(030) 46664 111701 für Abschnitt 11 und (030) 4664-112701 für Abschnitt 12. In dringenden Fällen bitte den Notruf 110 wählen.

Ihre Ansprechpartner für Polizeiliche Prävention und Seniorensicherheit in Reinickendorf sind von 7 bis 15 Uhr (sofern nicht aushäusig auf Vorträgen) unter folgenden Nummern erreichbar. Abschnitt 11: (Heiligensee, Konradshöhe, Tegel, Borsigwalde sowie der westliche Teil des Ortsteils Reinickendorf): PHKin Hintelmann, PHK Lochau Tel. (030) 4664 -111040. Abschnitt 12: (Frohnau, Hermsdorf, Wittenau, Waidmannslust, Lübars, Märkisches Viertel sowie der östliche Teil des Ortsteils Reinickendorf): PHKin Erler, PHKin Arndt Tel. (030) 4664 -112040. du

Letzte Änderung am Freitag, 26 Mai 2017 10:28

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Meldungen kurz & knapp

Politik | Wirtschaft | Recht

Neuer Biomarkt in Frohnau

Frohnau – Wer die Mitarbeiter vom Naturkostenladen Biotop Frohnau vermisst hat, kann sich auf ein Wiedersehen freuen. Das gesamte Team vom Biotop Frohnau, Teil des Integrationsbetriebs von Mosaik Services, ist von dem Unternehmen Alnatura übernommen worden. Unweit des alten Geschäftslokals im S-Bahnhof Frohnau hat Alnatura am 2. November am Ludolfinger Platz einen Bio-Supermarkt eröffnet. Auf einer Verkaufsfläche von rund 564 Quadratmetern wird ein umfang- und abwechslungsreiches Bio- Sortiment angeboten, darunter viele Produkte aus Berlin und Brandenburg. An der Café- Bar gibt es Heißgetränke und Bio-Snacks. Der Markt hat Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Integrationspreis heißt ab 2018 Andreas-Höhne-Preis

Bezirk – Bürgerschaftliches Engagement im Bereich der Integration wird vom Bezirksamt alle zwei Jahre mit dem Integrationspreis geehrt. Im nächsten Jahr wird dieser Preis erstmalig als „Andreas-Höhne-Preis“ ausgelobt. Der 2015 mit 57 Jahren verstorbene ehemalige Stadtrat Andreas Höhne hatte sich besonders für die Teilhabe und Integration von Einwohnern mit Migrationshintergrund und von Menschen mit Fluchterfahrung eingesetzt. Mit der Umbenennung des Integrationspreises möchte der Bezirk dieses herausragende Engagement würdigen.

Bürgeraustausch mit Katina Schubert

Bezirk – Die Linke-Politikerin Katina Schubert bietet auch diesen Monat einige Bürgersprechstunden in ihrem Bürgerbüro Fuxxbau, Senftenberger Ring 44d, an. Die nächsten Termine finden am 22. und 29. November jeweils von 10 bis 11 Uhr, am 4. Dezember von 17.30 bis 18.30 Uhr sowie am 12. Dezember von 11 bis 12 Uhr statt. Interessierte Reinickendorfer können sich per Mail an wkb.schubert@linksfraktion.berlin für einen Sprechstundenbesuch anmelden.

Mit Alexander Ewers und Bettina König sprechen

Reinickendorf – Zusammen ist man weniger alleine. Das hat sich die SPD-Abgeordnete Bettina König gedacht und holt sich für ihre nächste Sprechstunde am 13. November von 16.30 bis 18.30 Uhr Verstärkung vom jugendpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion Reinickendorf, Alexander Ewers. Die Sprechstunde findet in ihrem Bürgerbüro in der Amendestraße 104 statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Emine Demirbüken-Wegner vor Ort in Reinickendorf-Ost

Reinickendorf – Am 18. November ist die CDU-Abgeordnete Emine Demirbüken-Wegner wieder in ihrem Wahlkreis unterwegs. Ab 10 Uhr steht sie interessierten Bürgerinnen und Bürgern in der Gotthardstraße vor dem Einkaufszentrum Rede und Antwort. Ab 11 Uhr können Themen oder Fragen im Mellerbogen vor Edeka besprochen werden und von 12 bis 13 Uhr wird sie in der Ollenhauer Straße vor Kaufland anzutreffen sein. Der Bezirksverordnete Harald Muschner wird von 10 bis 13 Uhr vor dem Einkaufszentrum Der Clou direkt am Kurt-Schumacher-Platz mit Reinickendorferinnen und Reinickendorfern ins Gespräch kommen.

Volksbegehren zur Videoüberwachung

Heiligensee – Gemeinsam mit dem SPD-Politiker Heinz Buschkowsky planen Berliner CDU-Politiker ein Gesetz für mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Wer mehr zu dem Aktionsbündnis erfahren möchte, kann sich bei einer Veranstaltung zu dem Thema am 20. November um 19 Uhr im „Heiligenseer Elch“, Elchdamm 171, über das Thema informieren.

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