Regenbogen im MV

Alex Smola (r.) freute sich über die gute Resonanz, auch der Reinickendorfer SPD-Bundestagskandidat Thorsten Karge (l.) nutzte die Gelegenheit zum Gespräch mit Bürgern. Alex Smola (r.) freute sich über die gute Resonanz, auch der Reinickendorfer SPD-Bundestagskandidat Thorsten Karge (l.) nutzte die Gelegenheit zum Gespräch mit Bürgern. Foto: star

Märkisches Viertel – Für die noch junge Reinickendorfer Arbeitsgruppe SPDqueer war es der erste öffentliche Auftritt: Zum internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai zeigte die Gruppe um Alex Smola, die sich für die Akzeptanz von Homosexuellen einsetzt, mit einem Infostand vorm Märkischen Zentrum Flagge. Die war allerdings eher unauffällig ausgefallen. Statt Regenbogenfahne hatten die Sozialdemokraten nur ein „Winkelement“ dabei. Unübersehbar dagegen der Pappkamerad, den sie an ihrem Stand befestigt hatten: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in Lebensgröße. „Der fällt wenigstens auf“, kommentierte eine Besucherin.

Mit der Resonanz auf den Info-Stand war Alex Smola, Vorsitzender der Reinickendorf SPDqueer-Gruppe, zufrieden. „Die meisten wollten erst einmal wissen, was der ,Idahot‘ überhaupt ist“, sagt Smola. „Hinter den sechs Buchstaben verbirgt sich die Abkürzung der englischen Bezeichnung des internationalen Tag gegen Homophobie“, erklärt er. Der werde seit 2005 jährlich am 17. Mai begangen, um auf die weltweite Diskriminierung von Menschen hinzuweisen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt werden. In diesem Jahr richteten die Berliner SPDqueer-Gruppen ihren Blick nach Tschetschenien. „Russlands Präsident Putin muss der Entrechtung von Homosexuellen in der autonomen Teil-Republik entgegenwirken“, sagt Smola. Doch dürfe man nicht darüber hinwegsehen, dass es Diskriminierung und Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle ebenso in Berlin gebe – „auch in Reinickendorf“. Das müsse immer wieder öffentlich angeprangert werden.

Was Smola freute: Am Info-Stand hätten sich junge Menschen ebenso interessiert gezeigt wie Ältere – „egal welcher Nationalität“. Dass die Reinickendorfer Arbeitsgruppe SPDqueer im nächsten Jahr am 17. Mai wieder zur Solidarität mit verfolgten Homosexuellen aufrufen will, steht für ihn außer Frage. „Dann mal am Kutschi oder in der Residenzstraße“. star

Letzte Änderung am Freitag, 26 Mai 2017 10:26

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