Resi-Kiez soll sicherer werden

Beim Streifengang im Kiez widmen sich die Anwohner, Ralf Schwietzke (3. v. r.) und Burkard Dregger (2. v. r.) einer Problemanalyse. Beim Streifengang im Kiez widmen sich die Anwohner, Ralf Schwietzke (3. v. r.) und Burkard Dregger (2. v. r.) einer Problemanalyse. Foto: ks

Reinickendorf – Der Wahlkreisabgeordnete für Reinickendorf-Ost Burkard Dregger lud im Mai zu einem zweistündigen Rundgang durch den Kiez ein. Im Vordergrund stand dabei das Thema Sicherheit. Ein Dutzend Interessierte folgte der Einladung, traf sich im Bürgerbüro des CDU-Sicherheitsexperten in der Emmentaler Straße. Mit dabei war auch die Seite der Ordnungshüter. Einer der neun Kontaktbereichsbeamten für Reinickendorf-Ost vom Polizeiabschnitt 12, Ralf Schwietzke, stand Rede und Antwort.

Schon beim einführenden Gespräch wurde deutlich: Es sind viele kleine, manchmal aber auch größere Pro­bleme, welche die Menschen in ihrem Wohnumfeld bewegen. „Wie komme ich mit dem Rollstuhl oder Rollator in die U-Bahn? Warum sind die Ampelphasen in der Residenzstraße für Fußgänger so kurz? Weshalb müssen Eltern mit ihren Autos so lange in zweiter Spur halten, wenn sie ihre Kinder zur Schule bringen? Wer tut etwas gegen die Müllberge auf dem Flohmarkt in der Markstraße? Wieso gibt es so viel Vandalismus? Dies waren nur einige von vielen Fragen. Eine Anwohnerin formulierte es allgemeiner, aber dafür deutlich: „Gibt es einen rechtsfreien Raum?“ Des Öfteren habe sie diesen Eindruck, warf sie in die Runde der Versammelten. Die Hemmschwelle für Straftaten sei heute niedriger als früher, meinte ein anderer Gesprächsteilnehmer. Zudem befand er: „Der Polizist ist heute keine Respektsperson mehr“. Der anwesende Vertreter des Gesetzes wollte dies so nicht gelten lassen. „Sobald wir in Uniform vor Ort sind, verhalten sich die Menschen meistens korrekt“, sagte Schwietzke und spielte dabei vor allem auf Verkehrskontrollen an. Eine gute Nachricht hatte der Beamte auch noch parat: „Die Kriminalität im Resi-Kiez ist zurückgegangen, die Fallzahlen gerade im Bereich Wohnungs- und Geschäftseinbrüche sind rückläufig“.

P1060661Der Kontaktbereichsbeamte Ralf Schwietzke kennt viele Problemfelder. Foto: ks

Dennoch waren sich alle einig, dass noch viel zu tun sei. Dregger, der auch innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Abgeordnetenhaus ist, appellierte an die Zivilcourage. „Wenn ich einen Jugendlichen auf der Straße sehe, der seinen Dreck einfach fallen lässt, spreche ich ihn an“. Jeder müsse bei sich selbst anfangen. Außerdem forderte Dregger einen vermehrten Einsatz von Überwachungskameras. Speziell auf Bahnhöfen hätten sie ihre Wirkung bewiesen. „Die Zahlen der BVG belegen eine hohe Aufklärungsrate“, sagte Dregger. Eine weitere Botschaft hatte der Politiker mit im Gepäck. Die Residenzstraße soll für ein besseres Miteinander der Verkehrsteilnehmer umgestaltet werden. Man plane einen schmaleren Grünstreifen, eine andere Anordnung der Parkbuchten sowie die Verlagerung des Radweges auf die Fahrbahn. Zwei Fahrspuren sollen aber erhalten bleiben. Die Residenzstraße als stark belastete Route durch den Bezirk müsse sicherer werden, hieß es unisono. ks

Letzte Änderung am Freitag, 26 Mai 2017 10:20
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