Himmlisches in Szene gesetzt

Ulrike Schmelter (l.) und Heidemarie  Aagaard hoffen auf viel Publikum. Ulrike Schmelter (l.) und Heidemarie Aagaard hoffen auf viel Publikum. Foto: ks

Hermsdorf – Wasser und Wolken bestimmen zurzeit das Geschehen im Hermsdorfer Auenhof. Allerdings erscheinen die Naturgewalten in diesem Fall nicht direkt am Himmel, vielmehr hängen sie in der Galerie unweit des Tegeler Fließes an den Wänden. Die Reinickendorfer Künstlerin Ulrike Schmelter zeigt in ihrer Ausstellung atmosphärische Impressionen von Wolkenformationen.

„Es ist unglaublich, welche Farben und Strukturen die Erde hervorbringt“, begründet die Malerin ihre Leidenschaft für die Formen in luftigen Höhen. Ihr Blick geht so oft wie möglich gen Himmel. „Beim Autofahren muss ich aufpassen, auf die Straße und nicht zu oft nach oben zu schauen“, erzählt die 52-Jährige leicht scherzhaft. Sogar die Vogelperspektive wendet sie bei ihrer Motivauswahl an, was durch Satellitenbilder inspiriert ist. Anspruch an realistischen Darstellungen erheben die Exponate übrigens nicht, vielmehr sollen sie das Emotionale im Kunstinteressierten ansprechen. „Die Ausstellung hat meine Seele berührt“, lautet denn auch ein Kommentar im Gästebuch, der die Intention nicht treffender beschreiben könnte.

Die gebürtige Dortmunderin lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Hermsdorf, hat hier ihr Atelier. Angefangen hat sie mit Kunsthandwerk, insbesondere Schmuck und Uhren. Im Jahr 2008 begann sie mit der Malerei, verfeinerte im Lauf der Jahre ihre Techniken. Seit 2013 studiert sie an der Akademie für Malerei in Berlin.

Unterstützung erhält die Masterstudentin von der Galeristin Heidemarie Aagaard, deren Namen das 1898 erbaute Bürgerhaus mit der Nummer Alt-Hermsdorf 11 trägt. „Aagaard“ bedeutet in der dänischen Sprache „Auenhof“. Wohnhaus, Remise, Pferdestall und Waschküche des früher als „Hermsdorfer Schlösschen“ bezeichneten Anwesens sind in viel Eigenarbeit liebevoll restauriert, dienen nun unter anderem als Veranstaltungslokalität mit angeschlossenem Café. Zudem lädt der idyllische Garten zum Verweilen ein. „Es ist in 41 Jahren die mittlerweile 291. Ausstellung“, erzählt die kunstbegeisterte Hofbetreiberin nicht ganz ohne Stolz. Alle sechs Wochen darf ein anderer Künstler seine Werke zur Schau stellen. Ulrike Schmelters Wolkenbilder sind noch bis zum 2. Mai zu besichtigen. ks

Letzte Änderung am Donnerstag, 27 April 2017 10:49

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Meldungen kurz & knapp

Kunst | Kultur | Kreatives

SchreibLotten der Flotten Lotte

Märkisches Viertel – Ein Stück Heimat bringen die SchreibLotten bei einer Lesung am 22. Oktober um 16 Uhr in die Flotte Lotte, Senftenberger Ring 25. Die biografische Schreibwerkstatt der Einrichtung hat unter der Leitung von Beatrice Schütze autobiografische Geschichten erarbeitet. Der Eintritt ist frei.

„Luther und das Judentum“

Tegel – Bis zum 3. November kann in der Evangelischen Hoffnungskirche Neu-Tegel, Tile-Brügge-Weg 49, die Ausstellung „Martin Luther und das Judentum“ werktags von 10 bis 16 Uhr besucht werden. Die Wanderausstellung geht den Zusammenhängen zwischen Luthers Antijudaismus und dem Antisemitismus im Nationalsozialismus nach. Außerhalb dieser Zeiten bitte unter Tel. 0160-9130 6282 oder per E-Mail an info@hoffnungskirche-berlin.de einen Termin vereinbaren.

Polnische Kunst der Moderne

Reinickendorf – Bis zum 10. Dezember ist in der Rathaus Galerie Reinickendorf, Eichborndamm 215, die Ausstellung „Polnische Kunst der Moderne“ zu sehen. Gezeigt werden Malerei, Grafik und Textilkunst von 21 in Polen und Deutschland lebenden Künstlern. Die Ausstellung kann montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Michael Schmidt: 50 Jahre Portraitfotografie

Glienicke/Nordbahn – Unter dem Titel „Gesichter, die Geschichten erzählen“ werden noch bis zum 7. November Portraitfotografien des Kameramanns und Künstlers Michael Schmidt, der bereits seit 50 Jahren Menschen portraitiert, im Einwohnermeldeamt ausgestellt. Der Ausstellungsort, Hauptstraße 18-21, 16548 Glienicke/Nordbahn, ist dienstags von 13 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

Der Lettekiez liest

Reinickendorf – Noch bis zum 25. Oktober dauert das Festival „Der Lettekiez liest“. Unter der Regie von Stadtmuster GbR in Kooperation mit dem Quartiersmanagement Letteplatz werden Lesungen stattfinden. Sandra Volkholz präsentiert am 6. Oktober unter dem Titel „Auf zu den Sternen“ eine musikalische Lesung in der Buchhandlung am Schäfersee, Markstraße 6. Am 11. Oktober liest die Autorin Bettina Kerwien um 18 Uhr in der Bibliothek am Schäfersee, Stargardtstraße 11-13, aus ihrem Reinickendorf-Krimi „Mitternachtsnotar“. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Weitere Infos und ausführliches Programm unter www.qm-letteplatz.de

Reisebericht über Malaysia

Konradshöhe – Am 24. Oktober können sich Interessierte im Conrad´s, Baummmardersteig ggü. 1c, über Malaysia informieren Der Reisebericht von Hans Neumann beginnt um 19 Uhr, der Einlass ist um 18 Uhr. Die Kosten betragen 6 Euro. Anmeldung unter (030)-4319364 oder www.beweggrund.berlin.

Tatort Reinickendorf

Reinickendorf – Zum 25. Mal fand am 7. Oktober die „Reinickendorfer Kriminacht“ statt. Illustre Autoren sorgten am Abend für Spannung: Horst Bosetzky, Felix Huby, Melanie Raabe, Oliver Bottini und Friedrich Ani lasen aus ihren aktuellen Büchern. Die Jubiläumsveranstaltung fand erstmals im Ernst-Reuter-Saal, Eichborndamm 213, statt, denn aufgrund des großen Publikumszuspruch hatte die Humboldt-Bibliothek nicht mehr ausreichend Platz bieten können. Seit 1995 verleiht der Bezirk Reinickendorf den Berliner Krimipreis „Krimifuchs“ für herausragende Leistungen von Autoren der Kriminalliteratur. Seit dem Jahr 2000 wird der „Krimifuchs“ auch in der Kategorie „Medien“ verliehen. In diesem Jahr sollte Oliver Mommsen der „Krimifuchs“ für seine darstellerischen Leistungen überreicht werden. Das klappte leider nicht. Der Preisträger konnte die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen. Als Bremer Tatort-Kommissar hatte Mommsen einen Dreh in seinem Ermittlungsgebiet zu absolvieren. Der Orkan „Xavier“ hinderte Mommsen an einer rechtzeitigen Rückfahrt nach Berlin, ein Mitarbeiter seiner Agentur nahm für ihn stellvertretend die Auszeichnung entgegen.

Zeichen- und Aquarellkurs

Reinickendorf – Der Projektraum „resiArt“, Residenzstraße 132, bietet Zeichen- und Aquarellkurse für Geflüchte und kunstinteressierte Reinickendorfer. Der Zeichenkurs „Draw A Line“ von Karen Scheper findet bis zum 13. Dezember jeweils mittwochs von 17 bis 20 Uhr, der Malkurs „Einfarbig/Vierfarbig“ von Zuzanna Schmukalla am 17. und 24. Oktober sowie am 7., 14., 24. und 28. November jeweils von 17 bis 20 Uhr statt. Weitere Infos unter Tel. (030) 2803 2996 oder an info@kunstamt-reinickendorf.de.

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