Dreck, Lärm und Verkehrschaos

Bei starkem Wind weht der feine Sand über die Anwohnergebiete. Bei starkem Wind weht der feine Sand über die Anwohnergebiete. Foto: fle

Hermsdorf – Schön und strahlend weiß sollen sie mal werden, die Häuser an der „Hermsdorfer Beletage“ auf dem ehemaligen Güterbahnhof. Sechs Gebäude werden derzeit von der BPD Immobilienentwicklung GmbH gebaut. Doch Anwohner der Ulmenstraße werden auf eine harte Probe gestellt. Sie sind Baulärm, Dreck, Staub und einem extremem Lkw-Baustellenverkehr auf der Ulmenstraße ausgeliefert. Doch nun soll Abhilfe geschaffen werden.

Seit 2008 ist das lange und schmale Gelände am S-Bahnhof Hermsdorf immer wieder Gesprächsthema – nicht nur bei den Hermsdorfern, sondern auch in der Bezirkspolitik. In den nächsten zwei Jahren baut die BPD Immobilienentwicklung auf dem 17.964 Quadratmeter großen Baugrundstück 112 Eigentumswohnungen.

„Einige Anwohner freuen sich über eine neue, hochwertige Nachbarschaft“, sagt der Hermsdorfer Thomas Schöler. „Dass dort, wo gebaut wird, Lärm und Dreck entsteht, wissen selbst kleine Kinder. Doch was zur Zeit an der Ulmenstraße und den anliegenden Wohnstraßen geschieht, überfordert die Nerven der Bewohner.“

Schon zwischen 5.30 und 6 Uhr würde der Lärm der Baustelle beginnen. „Beschwerden darüber, ob beim Ordnungsamt oder der Bauherrin blieben bislang ungehört“, beschreibt Schöler die Situation. „Einige Anwohner haben bereits Anwälte eingeschaltet, auch weil ihre Häuser durch die Erschütterungen schon erste Risse an den Wänden aufweisen.“

Zudem würden heftige Sand- und Staubböen an windigen Tagen den Bürgern das Gefühl geben, als würden sie in einem Wüstenstaat leben.

Nicht hinnehmbar sei der „völlig chaotische Baustellenverkehr“, der sich durch die engen, teils nur einspurigen Straßen schiebt. Wenn die schweren Sattelschlepper die Baustelle befahren, komme es regelmäßig dazu, dass entgegenkommende Fahrzeuge auf Bürgersteige und geschützte Grünstreifen ausweichen müssen. „Außer einem temporären Halteverbot gegenüber der Baustellenzufahrt gibt keine verkehrslenkenden Maßnahmen. Bezirksamt und Investoren zeigen sich von den Forderungen der Bürger, Abhilfe zu schaffen, unbeeindruckt“, erklärt der Anwohner.

Dem widerspricht Christiane Weiland, verantwortlich für Marketing und Vertrieb, von der BDP Immobilienentwicklung: „Selbstverständlich gehen wir allen Meldungen nach und sind bestrebt eine friedliche und klärende Lösung zu finden. Wir haben die ausführenden Firmen zu diesem Anliegen gesprochen und die Hinweise der Anwohner ausgerichtet. Wir gehen davon aus, dass die möglichen Belästigungen eingestellt werden und weiterhin ein friedliches Miteinander zwischen den Anwohnern und der Baustelle besteht.“ fle

Letzte Änderung am Donnerstag, 09 November 2017 15:58

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