Funk und Jugendarbeit

Der Schüler Areg Dalle-Hay zeigt stolz seine selbst gelöteten Bausätze. Der Schüler Areg Dalle-Hay zeigt stolz seine selbst gelöteten Bausätze. Foto: as

Hermsdorf/Lübars – Das sind Sternstunden der Jugendarbeit, wenn sich über Funk plötzlich die Internationale Raumstation ISS meldet. Die Reinickendorfer Funker im Deutschen Amateuer-Radio-Club e.V. (DARC) lassen sich viel einfallen, um Kinder für ihr Hobby zu begeistern. „Unser Altersdurchschnitt ist schon hoch“, räumt Amatuerfunker Conrad Holle ein, der sein Grundstück in Hermsdorf jeden Freitag für den Nachwuchs öffnet. Zur Zeit schauen zwei Kinder regelmäßig vorbei. Einer von ihnen ist Areg Holle-Hay. Er darf vom Funkkeller aus so weit funken, wie es die Physik und seine Ausbilder erlauben. Mindestens genauso spannend wie das Funken findet der zwölfjährige Areg die elektrischen Bausätze, die die Hermsdorfer Amateurfunker beim gemeinnützigen Projekt JugendTechnikSchule beziehen. Mit den Bausätzen und einem Lötkolben können Kinder ab neun Jahren vom einfachen Schaltkreis bis zur komplexen Wechselsprechanlage verschiedene „Geräte“ bauen. „Das fördert die Motorik“, und vor allem werde das technische Verständnis geschult, sagt Holle. Auch in der Grundschule am Vierrutenberg in Lübars begeistern die Funker Kinder mit Technik. Für die Schüler der 5. und 6. Klasse bieten sie einen Profilkurs an. „Unser Kurs ist eine offizielle Schulveranstaltung“ sagt Holle. Unter sieben Wahlpflichtangeboten haben sich 14 Kinder für den Amateurfunk entschieden. Areg ist stolz, dass er seine Mitschüler schon überholt hat: „Ich habe schon fast alle Bausätze gelötet.“ Und auch die Augen von Conrad Holle verraten Stolz über seine offenkundig erfolgreiche Jugendarbeit. as

Letzte Änderung am Montag, 25 September 2017 07:26

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Meldungen kurz & knapp

Familie | Bildung | Beruf

Indiens Botschafterin zu Besuch

Waidmannslust – Die Katholische Schule Salvator feierte Mitte September ein großes Sommerfest. Ein besonderes Highlight war der Besuch der indischen Botschafterin in Berlin, Mukta Dutta Tomar, deren Besuch der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel ermöglicht hatte. Seit sechs Jahren engagiert sich die Schule für Kinder und Jugendliche in Nordostindien. Im Rahmen des „German-Indian-Partnership-Programm“ wurde 90 Kindern eine Schulausbildung ermöglicht.

Klassik, Pop, Swing und Jazz

Waidmannslust – Am Sonntag den 8. Oktober um 17 Uhr, tritt der E.L.C.H. (Eltern-Lehrer-Chor-Humboldt) vom Humboldt-Gymnasium, in der Königin-Luise-Kirche, Bondickstraße 14, auf. Der Chor wird bekannte Popsongs, Klassiker, Swing- und Jazztitel singen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Weitere Infos unter www.222evangelisch.de

Starke Eltern für starke Kinder

Konradshöhe – Am 10. Oktober startet im Kinder-und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe, Eichelhäherstraße 19, der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“. Themen wie Kommunikation in der Familie, Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Umgang mit Grenzen werden behandelt. Unter Leitung einer Sozialpädagogin und einer Psychologin werden die Eltern Anregungen zur Erziehung erhalten und sich mit anderen Eltern austauschen. Der Kurs findet jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr statt, der Anmeldeschluss ist am 1. Oktober. Die Teilnahmegebühr für neun Termine beträgt 10 Euro. Weitere Infos unter Tel. (030) 4380050 oder per E-Mail an verwaltung@haus-conradshoehe.de

China in Reinickendorf

Bezirk – Anfang September besuchten Grundschüler aus Peking die Reinickendorfer Victor-Gollancz-Grundschule in Frohnau. Auch der Bezirksbürgermeister Frank Balzer begrüßte die chinesischen Gäste im Rathaus und zeigte ihnen den historischen Saal der Bezirksverordnetenversammlung. Seit 19 Jahren pflegt die Victor-Gollancz-Grundschule ihre partnerschaftlichen Kontakte nach China und bietet den Reinickendorfer Schülern eine Arbeitsgemeinschaft zu dem Land und seiner Sprache an. Außerdem findet in jedem Jahr ein Schüleraustausch statt. Im Oktober kommen die deutschen Schüler zum Gegenbesuch nach Peking. Die Schulpartnerschaft wird vom Netzwerk der Initiativen „Schulen: Partner der Zukunft“ unterstützt. Diese wurde im Jahr 2008 durch das Auswärtige Amt ins Leben gerufen. So können 1.800 Schulen im Ausland nach Deutschland vernetzt werden.

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