Schmerzhaftes Aus

Das Schild im Eingangsbereich ist schon längst abmontiert. Das Schild im Eingangsbereich ist schon längst abmontiert. Foto: fle

Konradshöhe – Am 11. März gab es ein großes Abschiedsfest, und knapp zwei Wochen später, am 23. März, wurde nach 56 Jahren erfolgreicher Jugendbildung die Immobilie Stößerstraße 18 an den Eigentümer, die Immobilienverwaltungsgesellschaft der ver.di GmbH übergeben, die unmittelbar danach begann, die Gebäude unbewohnbar zu machen.

Am selben Abend beschloss die Mitgliederversammlung des Trägervereins „ver.di JugendBildungsstätte Berlin-Konradshöhe e. V.“, bestehend aus haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern der ver.di, die Auflösung des Vereins ohne Gegenstimme.„Der ver.di Bundesvorstandsbeschluss zur anderweitigen Verwertung des prächtigen Grundstücks direkt an der Havel hat uns die Grundlage genommen, unsere von vielen Experten sehr geschätzte Jugendbildungsarbeit fortzusetzen.“ So kommentierte der Vereinsvorsitzende Uli Dalibor die Situation. Adäquate Alternativstandorte gab es nicht. Damit verlieren rund 1.500 Jugendliche jährlich die Chance, sich mit Fragen von Rechten im Beruf, Familie und Partnerschaft, aber auch von Rechtsextremismus und Populismus auseinanderzusetzen. Jugendliche Migranten verlieren einen Ort, an dem sie die Gelegenheit hatten „anzukommen“ und sich in ihrer schwierigen Situation zurechtzufinden. Der Berliner Jugendsenat hatte die Bildungsstätte mit jährlich rund 180.000 Euro unterstützt. fle

Letzte Änderung am Donnerstag, 30 März 2017 08:14

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Meldungen kurz & knapp

Familie | Bildung | Beruf

Indiens Botschafterin zu Besuch

Waidmannslust – Die Katholische Schule Salvator feierte Mitte September ein großes Sommerfest. Ein besonderes Highlight war der Besuch der indischen Botschafterin in Berlin, Mukta Dutta Tomar, deren Besuch der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel ermöglicht hatte. Seit sechs Jahren engagiert sich die Schule für Kinder und Jugendliche in Nordostindien. Im Rahmen des „German-Indian-Partnership-Programm“ wurde 90 Kindern eine Schulausbildung ermöglicht.

Klassik, Pop, Swing und Jazz

Waidmannslust – Am Sonntag den 8. Oktober um 17 Uhr, tritt der E.L.C.H. (Eltern-Lehrer-Chor-Humboldt) vom Humboldt-Gymnasium, in der Königin-Luise-Kirche, Bondickstraße 14, auf. Der Chor wird bekannte Popsongs, Klassiker, Swing- und Jazztitel singen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Weitere Infos unter www.222evangelisch.de

Starke Eltern für starke Kinder

Konradshöhe – Am 10. Oktober startet im Kinder-und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe, Eichelhäherstraße 19, der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“. Themen wie Kommunikation in der Familie, Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Umgang mit Grenzen werden behandelt. Unter Leitung einer Sozialpädagogin und einer Psychologin werden die Eltern Anregungen zur Erziehung erhalten und sich mit anderen Eltern austauschen. Der Kurs findet jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr statt, der Anmeldeschluss ist am 1. Oktober. Die Teilnahmegebühr für neun Termine beträgt 10 Euro. Weitere Infos unter Tel. (030) 4380050 oder per E-Mail an verwaltung@haus-conradshoehe.de

China in Reinickendorf

Bezirk – Anfang September besuchten Grundschüler aus Peking die Reinickendorfer Victor-Gollancz-Grundschule in Frohnau. Auch der Bezirksbürgermeister Frank Balzer begrüßte die chinesischen Gäste im Rathaus und zeigte ihnen den historischen Saal der Bezirksverordnetenversammlung. Seit 19 Jahren pflegt die Victor-Gollancz-Grundschule ihre partnerschaftlichen Kontakte nach China und bietet den Reinickendorfer Schülern eine Arbeitsgemeinschaft zu dem Land und seiner Sprache an. Außerdem findet in jedem Jahr ein Schüleraustausch statt. Im Oktober kommen die deutschen Schüler zum Gegenbesuch nach Peking. Die Schulpartnerschaft wird vom Netzwerk der Initiativen „Schulen: Partner der Zukunft“ unterstützt. Diese wurde im Jahr 2008 durch das Auswärtige Amt ins Leben gerufen. So können 1.800 Schulen im Ausland nach Deutschland vernetzt werden.

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