„Gemeinsam ankommen“

Die Kinder legen ein Mosaik zusammen. Die Kinder legen ein Mosaik zusammen. Foto: Lehnardt-Olm

Heiligensee – Integration und Kunst sind vielfältig. Während die Kunst jedoch Grenzen überwindet, stößt die gelebte Integration an ihre Grenzen. Im Kulturprojekt „Gemeinsam ankommen“ konnte die Ellef-Ringnes-Grundschule Schüler der Willkommensklassen und der Regelklassen näher bringen. Zusammen mit der Künstlerin Petra Lehnardt-Olm arbeiteten die Kinder an einer Aktion. Zuerst wurde gekocht. Die Aufgabe der zweiten Schülergruppe: Sie fotografierten das Kocherlebnis und setzten die Ausschnitte der Bilder zu neuen Mosaiken zusammen. Als halbdurchsichtige Aufkleber zieren sie nun die Scheiben. „Von draußen schaust du durch die Mosaike herein und siehst unser gemeinsames Arbeiten“, erklärt die Schulleiterin Cordula Hobein.

Die Schulleiterin steht bei der Inte­gration vor ganz anderen Herausforderungen. Die Grenzen schlagen in dem ambitionierten Team an vielen Stellen auf. Zum einen fehlt den Lehrern der Willkommensklassen teilweise die pädagogische Ausbildung. Die psychische Belastung der Kinder ist groß, sie sind traumatisiert und benötigen kompetente Begleitung. „Die meisten Kinder sind unendlich müde“, berichtet Frau Hobein. „Vielen fehlt besonders im Nachmittagsbereich die Rückzugsmöglichkeit, um all das Erlernte zu verarbeiten.“

Nach etwa 1,5 Jahren Willkommensklasse müssen die Kinder in eine Regelklasse integriert werden. Sind die Klassen an der Schule aber zu voll, dann werden die Kinder an andere Schulen verteilt. 1,5 Jahre des Kennenlernens einer Schule und deren Menschen werden damit über den Haufen geworfen. Das ist sehr ernüchternd. Doch das Team rund um Ho­bein lässt nicht locker. Bestimmt liegt das nächste Projekt schon auf dem Tisch. mb

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Meldungen kurz & knapp

Familie | Bildung | Beruf

Indiens Botschafterin zu Besuch

Waidmannslust – Die Katholische Schule Salvator feierte Mitte September ein großes Sommerfest. Ein besonderes Highlight war der Besuch der indischen Botschafterin in Berlin, Mukta Dutta Tomar, deren Besuch der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel ermöglicht hatte. Seit sechs Jahren engagiert sich die Schule für Kinder und Jugendliche in Nordostindien. Im Rahmen des „German-Indian-Partnership-Programm“ wurde 90 Kindern eine Schulausbildung ermöglicht.

Klassik, Pop, Swing und Jazz

Waidmannslust – Am Sonntag den 8. Oktober um 17 Uhr, tritt der E.L.C.H. (Eltern-Lehrer-Chor-Humboldt) vom Humboldt-Gymnasium, in der Königin-Luise-Kirche, Bondickstraße 14, auf. Der Chor wird bekannte Popsongs, Klassiker, Swing- und Jazztitel singen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Weitere Infos unter www.222evangelisch.de

Starke Eltern für starke Kinder

Konradshöhe – Am 10. Oktober startet im Kinder-und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe, Eichelhäherstraße 19, der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“. Themen wie Kommunikation in der Familie, Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Umgang mit Grenzen werden behandelt. Unter Leitung einer Sozialpädagogin und einer Psychologin werden die Eltern Anregungen zur Erziehung erhalten und sich mit anderen Eltern austauschen. Der Kurs findet jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr statt, der Anmeldeschluss ist am 1. Oktober. Die Teilnahmegebühr für neun Termine beträgt 10 Euro. Weitere Infos unter Tel. (030) 4380050 oder per E-Mail an verwaltung@haus-conradshoehe.de

China in Reinickendorf

Bezirk – Anfang September besuchten Grundschüler aus Peking die Reinickendorfer Victor-Gollancz-Grundschule in Frohnau. Auch der Bezirksbürgermeister Frank Balzer begrüßte die chinesischen Gäste im Rathaus und zeigte ihnen den historischen Saal der Bezirksverordnetenversammlung. Seit 19 Jahren pflegt die Victor-Gollancz-Grundschule ihre partnerschaftlichen Kontakte nach China und bietet den Reinickendorfer Schülern eine Arbeitsgemeinschaft zu dem Land und seiner Sprache an. Außerdem findet in jedem Jahr ein Schüleraustausch statt. Im Oktober kommen die deutschen Schüler zum Gegenbesuch nach Peking. Die Schulpartnerschaft wird vom Netzwerk der Initiativen „Schulen: Partner der Zukunft“ unterstützt. Diese wurde im Jahr 2008 durch das Auswärtige Amt ins Leben gerufen. So können 1.800 Schulen im Ausland nach Deutschland vernetzt werden.

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