Protest gegen Schließung

Vor allem junge Menschen demonstrierten gegen die geplante Schließung der Jugendbildungsstätte. Vor allem junge Menschen demonstrierten gegen die geplante Schließung der Jugendbildungsstätte. Foto: Initiative Rettet Konradshöhe

Mitte/Konradshöhe – Nach 57 Jahren soll Schluss sein: Die Kündigung des Mietvertrages brachte traurige Gewissheit, dass die ver.di Jugendbildungsstätte in der Stößerstraße 18 ihren Betrieb aufgeben soll. Dies bedeutet das Aus für die politische Bildung des Vereins mit 1.500 Jugendlichen pro Jahr und den Verlust von zwölf Arbeitsplätzen (die RAZ berichtete). Dagegen protestierten am 21. Februar rund 100 Demonstranten vor der ver.di-Zentrale am Paula-Thiede-Ufer.

Die ver.di Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe e. V. ist ein beliebter Tagungs- und Seminarort mit langer Tradition – und Willy Brandt legte 1959 den Grundstein. Auch mehrtägige Seminare zu unterschiedlichen Themen wie Teamtraining, Rassismus oder Rechtsextremismus wurden regelmäßig durchgeführt.

„Die 100 Demonstranten, darunter viele Jugendliche, welche die Bildungsstätte seit Jahren besuchen, forderten lautstark die ver.di Bildungsstätte an der Havel zu erhalten und nicht an Bildung und Jugend zu sparen“, heißt es in einer Presseerklärung der Initiative „Rettet Konradshöhe“. Diese hatte zu dem Protest aufgerufen. Das Foyer wurde gestürmt, um eine Petition und Hunderte von Solidaritätsbotschaften an den ver.di-Bundesvorstand zu überreichen.

In Vertretung von Frank Bsirske nahm Büroleiterin Birgit Ladwig die Schreiben entgegen. Daniel Bauer von der Initiative „Rettet Konradshöhe“ ist entsetzt über die Pläne seiner Gewerkschaft: In Zeiten wie diesen eine Bildungsstätte zu schließen, ist absolut unverantwortlich“, erklärte er. „Besonders schlimm finde ich, dass ver.di nicht auf Kauf­angebote von Investoren, die die Bildungsstätte erhalten wollen, reagiert“, sagte er. Man wolle offenbar lieber höchstbietend verkaufen. fle

Letzte Änderung am Dienstag, 07 März 2017 15:57

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Meldungen kurz & knapp

Familie | Bildung | Beruf

Indiens Botschafterin zu Besuch

Waidmannslust – Die Katholische Schule Salvator feierte Mitte September ein großes Sommerfest. Ein besonderes Highlight war der Besuch der indischen Botschafterin in Berlin, Mukta Dutta Tomar, deren Besuch der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel ermöglicht hatte. Seit sechs Jahren engagiert sich die Schule für Kinder und Jugendliche in Nordostindien. Im Rahmen des „German-Indian-Partnership-Programm“ wurde 90 Kindern eine Schulausbildung ermöglicht.

Klassik, Pop, Swing und Jazz

Waidmannslust – Am Sonntag den 8. Oktober um 17 Uhr, tritt der E.L.C.H. (Eltern-Lehrer-Chor-Humboldt) vom Humboldt-Gymnasium, in der Königin-Luise-Kirche, Bondickstraße 14, auf. Der Chor wird bekannte Popsongs, Klassiker, Swing- und Jazztitel singen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Weitere Infos unter www.222evangelisch.de

Starke Eltern für starke Kinder

Konradshöhe – Am 10. Oktober startet im Kinder-und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe, Eichelhäherstraße 19, der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“. Themen wie Kommunikation in der Familie, Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Umgang mit Grenzen werden behandelt. Unter Leitung einer Sozialpädagogin und einer Psychologin werden die Eltern Anregungen zur Erziehung erhalten und sich mit anderen Eltern austauschen. Der Kurs findet jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr statt, der Anmeldeschluss ist am 1. Oktober. Die Teilnahmegebühr für neun Termine beträgt 10 Euro. Weitere Infos unter Tel. (030) 4380050 oder per E-Mail an verwaltung@haus-conradshoehe.de

China in Reinickendorf

Bezirk – Anfang September besuchten Grundschüler aus Peking die Reinickendorfer Victor-Gollancz-Grundschule in Frohnau. Auch der Bezirksbürgermeister Frank Balzer begrüßte die chinesischen Gäste im Rathaus und zeigte ihnen den historischen Saal der Bezirksverordnetenversammlung. Seit 19 Jahren pflegt die Victor-Gollancz-Grundschule ihre partnerschaftlichen Kontakte nach China und bietet den Reinickendorfer Schülern eine Arbeitsgemeinschaft zu dem Land und seiner Sprache an. Außerdem findet in jedem Jahr ein Schüleraustausch statt. Im Oktober kommen die deutschen Schüler zum Gegenbesuch nach Peking. Die Schulpartnerschaft wird vom Netzwerk der Initiativen „Schulen: Partner der Zukunft“ unterstützt. Diese wurde im Jahr 2008 durch das Auswärtige Amt ins Leben gerufen. So können 1.800 Schulen im Ausland nach Deutschland vernetzt werden.

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