Aus für Jugendbildungsstätte

Leiterin Elke Weißer Leiterin Elke Weißer Foto: fle

Konradshöhe – Die ver.di Jugendbildungsstätte an der Stößer Straße 18 steht vor dem Aus. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte die Räume zum 31. Dezember 2016 gekündigt. Zwar wurde die Schließung um drei Monate verschoben, aber dennoch scheint sie unabwendbar.

„Wir zwölf Mitarbeiter müssen das Gelände bis zum 31. März verlassen“, erklärt Bildungsstättenleiterin Elke Weißer. „Und da es leider keine realisierbare Ausweichmöglichkeit gibt, bedeutet dies im derzeitigen Stand der Dinge, dass wir damit den Betrieb einstellen werden.“

Auch die Alternative, mit einem Jugendzentrum zusammen zu ziehen, sei nicht nicht realisierbar – vor allem wegen der Finanzierung. Weißer sagt: „Wir hätten dort Miete zahlen müssen, die über die Förderung nicht zu stemmen war. ver.di hat uns die Übernahme für 2017 zugesagt. Über das Jahr hinaus war ver.di allerdings nicht bereit, uns zu unterstützen. Ein paar strukturelle Rahmenbedingungen waren auch nicht einfach zu lösen – auch hierfür fehlte uns am Ende Geld und Zeit für Umbaumaßnahmen.“ Der Trägerverein sei ein kleiner Verein, der das finanzielle Risiko nicht tragen könne. Für andere Möglichkeiten fehlte insgesamt die Zeit und der Wille nach konstruktiven Lösungen.

Zudem hätte es mindestens drei solvente Kaufinteressenten für das Grundstück samt Haus gegeben, die sich mit dem Ziel an ver.di gewandt haben, Bildungsarbeit und Bildungsstätte zu erhalten. „ver.di hat jedoch mit keinem der drei Interessenten gesprochen, was für uns bedeutet, dass die Gewerkschaft nicht willens ist, eine Lösung des Vereins zu finden“, ist Weißer enttäuscht.“ Die Zielsetzung, maximalen Gewinn zu erzielen auf Kosten von gewerkschaftlicher Jugendbildungsarbeit, ist offensichtlich“, fügt die Leiterin hinzu.

Auf einer Online-Petition werden derzeit Unterschriften für den Erhalt der Bildungsstätte gesammelt. Mehr als 1.800 Unterschriften sind schon erreicht. Wer die Petition unterschreiben möchte, findet den Link unter rettetkonradshoehe.wordpress.com. Weitere Infos gibt es unter www.facebook.com/RETTETKonradshoehe fle

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Meldungen kurz & knapp

Familie | Bildung | Beruf

Indiens Botschafterin zu Besuch

Waidmannslust – Die Katholische Schule Salvator feierte Mitte September ein großes Sommerfest. Ein besonderes Highlight war der Besuch der indischen Botschafterin in Berlin, Mukta Dutta Tomar, deren Besuch der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel ermöglicht hatte. Seit sechs Jahren engagiert sich die Schule für Kinder und Jugendliche in Nordostindien. Im Rahmen des „German-Indian-Partnership-Programm“ wurde 90 Kindern eine Schulausbildung ermöglicht.

Klassik, Pop, Swing und Jazz

Waidmannslust – Am Sonntag den 8. Oktober um 17 Uhr, tritt der E.L.C.H. (Eltern-Lehrer-Chor-Humboldt) vom Humboldt-Gymnasium, in der Königin-Luise-Kirche, Bondickstraße 14, auf. Der Chor wird bekannte Popsongs, Klassiker, Swing- und Jazztitel singen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Weitere Infos unter www.222evangelisch.de

Starke Eltern für starke Kinder

Konradshöhe – Am 10. Oktober startet im Kinder-und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe, Eichelhäherstraße 19, der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“. Themen wie Kommunikation in der Familie, Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Umgang mit Grenzen werden behandelt. Unter Leitung einer Sozialpädagogin und einer Psychologin werden die Eltern Anregungen zur Erziehung erhalten und sich mit anderen Eltern austauschen. Der Kurs findet jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr statt, der Anmeldeschluss ist am 1. Oktober. Die Teilnahmegebühr für neun Termine beträgt 10 Euro. Weitere Infos unter Tel. (030) 4380050 oder per E-Mail an verwaltung@haus-conradshoehe.de

China in Reinickendorf

Bezirk – Anfang September besuchten Grundschüler aus Peking die Reinickendorfer Victor-Gollancz-Grundschule in Frohnau. Auch der Bezirksbürgermeister Frank Balzer begrüßte die chinesischen Gäste im Rathaus und zeigte ihnen den historischen Saal der Bezirksverordnetenversammlung. Seit 19 Jahren pflegt die Victor-Gollancz-Grundschule ihre partnerschaftlichen Kontakte nach China und bietet den Reinickendorfer Schülern eine Arbeitsgemeinschaft zu dem Land und seiner Sprache an. Außerdem findet in jedem Jahr ein Schüleraustausch statt. Im Oktober kommen die deutschen Schüler zum Gegenbesuch nach Peking. Die Schulpartnerschaft wird vom Netzwerk der Initiativen „Schulen: Partner der Zukunft“ unterstützt. Diese wurde im Jahr 2008 durch das Auswärtige Amt ins Leben gerufen. So können 1.800 Schulen im Ausland nach Deutschland vernetzt werden.

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