Olympische Spiele in Tegel

Das macht Spaß: Slalomfahren im Kasten-Bob Das macht Spaß: Slalomfahren im Kasten-Bob Foto: mvo

Tegel – Südkorea ist weit weg, und wer Schnee sehen möchte, muss dafür den Fernseher einschalten. Also holte sich die Alfred-Brehm-Schule in Tegel-Süd die olympischen Winterspiele in die eigene Turnhalle. Für drei Tage kämpften erste bis sechste Klassen in fünf Wintersportdisziplinen um Medaillen. Dazu wurde der Gerätepark der Turnhalle umfangreich genutzt. Für das Skispringen ging es auf Socken rutschend zwei schräggestellte Bänke hinab zum Kasten, ehe dann abgesprungen werden musste. Anstatt auf Schnee landeten die Olympioniken unter den kritischen Augen der Wettkampfrichter auf blauen Matten mit Längenmarkierungen.

Eine weitere Disziplin war „Skeleton“ oder Rodeln und wurde auf Rollbrettern absolviert auf denen manche Teammitglieder nach kurzem Anlauf fast die ganze Hallenlänge passierten.
Das „Curling“ oder Eisstock-Schießen wurde auf dem glatten Hallenboden genauso gemeistert wie der Eisschnelllauf. Letzterer erforderte jedoch auch eine besondere artistische Leistung, denn dazu ging es auf zwei Filzgleitern im Slalom um die im Kreis aufgestellten Hütchen. Als Staffel war hier schnelles Wechseln gefragt, doch zunächst galt es für die Teilnehmer, die Filzgleiter auf dem Weg nicht zu verlieren. Besonders viel Spaß hatten die Olympioniken schließlich beim Bob-Fahren: Hier mussten sich die Schüler abwechselnd in einem Kasten sitzend im Slalom manövrieren lassen.

Rund drei Schulstunden Sport vergingen so mit viel Spaß und Aufregung – das Anfeuern der Team-Mitglieder und der lautstarke Protest bei Regelverstößen inklusive. Zuletzt fand diese Olympiade 2002 in der Alfred-Brehm-Grundschule statt, und seither sorgte ein alljährlicher Busausflug in eine Indoor-Skihalle für ausreichendes „Winter-Feeling“ bei den Schülern. Doch aktuell sind die Eintrittspreise für die Halle stark gestiegen, so dass es wieder Zeit für eigene Winterspiele wurde.

Auf die Siegerehrung mussten die Athleten jedoch etwas warten, denn die Auswertung für die insgesamt rund 380 Schüler und Schülerinnen braucht Zeit und Sorgfalt. Doch eines fordern die jungen Athleten am Ende der Spiele lautstark: die nächsten Winterspiele soll es schon 2019 geben – natürlich wieder hier in Tegel-Süd! mvo

Letzte Änderung am Mittwoch, 07 März 2018 13:06

RAZePaperKombi Banner300x136 RAZ App Kombi Banner 300x136 iphone RAZ App Kombi Banner 300x136 B

Meldungen kurz & knapp

Sport | Vereine | Gesundheit

15- bis 25-Jährige für ein Tanzprojekt gesucht 

Märkisches Viertel – Die Faster-Than-Light-Dance-Company (FTL) bringt eine neue Tanzproduktion auf die Bühne. Für das Projekt „Frühlings Erwachen“ beginnen am 10. Februar die Proben. Mitmachen kann jeder, der Spaß an der Bewegung hat – ohne Aufnahmeprüfungen, Auditions oder Castings. Volker Eisenach, Choreograph und künstlerischer Leiter. „Die Choreographien sind für jeden erlernbar – egal ob Junge oder Mädchen, dick oder dünn, tanzerfahren oder Tanzneuling!“ Tänzer zwischen 15 und 25 Jahren sollten sich das nicht entgehen lassen. „Frühlings Erwachen“ wird am 23. und 24. März auf der Bühne des Fontane-Hauses zu sehen sein. Anmeldung und Infos unter Tel. (030) 50 91 44 48 oder per Mail an info@ftl-online.com

Niederlage zum Auftakt 

Hermsdorf – Der Start ins neue Jahr ging für die Basketballer des VfB Hermsdorf daneben. Im ersten Spiel 2017 unterlagen die Schützlinge von Trainer Christian Bathelt der BG 2000 mit 57:67 und belegen mit nur zwei Siegen aus 13 Partien weiter den vorletzten Platz in der Tabelle der 2. Regionalliga Ost. Die Hermsdorfer verschliefen das erste Viertel, lagen nach zehn Minuten 8:16 zurück. Zur Halbzeit (32:36) und auch nach dem dritten Viertel (48:52) waren sie bis auf vier Punkte dran, aber der Tabellendritte hatte das bessere Ende für sich. Beste Werfer für den VfB waren Justus Ramme (15), Jan-Eric Thie (11) und Felix Carels (10). Am kommenden Sonnabend steht für den VfB beim Tabellenvierten USV Halle die nächste schwierige Aufgabe an.

Austauschen und informieren 

Reinickendorf – Zu einem Jour Fixe, einem Austausch- und Informationstreffen, laden der Verein Selbstbestimmtes Wohnen im Alter (SWA e.V.) und die Kontaktstellen PflegeEngagement (KPE) am Mittwoch, 17. Januar, ein. Es werden Themen rund um ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz erörtert. Angehörige, Rechtsbetreuer, Interessierte und ehrenamtlich Engagierte sind eingeladen, an dieser kostenfreien Veranstaltung teilzunehmen. Sie dauert von 15 bis 17 Uhr und findet im Betreuungsverein des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD) Reinickendorf, Alt-Reinickendorf 7, statt. Besprochen werden dann unter anderem die Unterschiede zwischen einer Wohngemeinschaft, Betreutem Wohnen und Pflegeheimen, die Kosten und Finanzierung des Lebens in einer Wohngemeinschaft, der Alltag in einer Wohngemeinschaft und die Rolle der Angehörigen in einer Wohngemeinschaft. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.swa-berlin.de oder Tel. (030) 61 09 37 71.

Vortragsreihe 

Hermsdorf – Das Dominikus-Krankenhaus startet im Januar mit einer Veranstaltungsreihe zu medizinischen Themen. Ärzte, Pfleger und Therapeuten informieren über Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten. Anschließend können die Zuhörer mit den Referenten ins Gespräch kommen. Die kostenfreien Veranstaltungen finden im Dominikus-Saal, Kurhausstraße 30, statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Am Montag, 15. Januar, spricht Chefarzt Dr. Christian Nitzsche ab 17 Uhr zum Thema „Brauchen wir noch das Röntgen?“

Knie-Spezialist in China 

Hermsdorf – Dr. med. Dirk Flachsmeyer, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie des Dominikus-Krankenhauses besuchte im November für drei Tage China, um dort beim zweitgrößten Ortho-Unfall-Kongress der Welt in Zhuhai einen Vortrag über Knieendoprothetik zu halten. Deutschland war in diesem Jahr Gastland des Kongresses. Der Besuch in China ist allerdings keine Seltenheit für Dr. Flachsmeyer, denn er reist bereits seit Jahren regelmäßig dorthin, um Ärzte auf dem Gebiet der Endoprothetik anzuleiten und fortzubilden. Besuch aus Saudi-Arabien hingegen erhielt der Chefarzt am 8. November. Dr. Flachsmeyer empfing zwei Ärzte, die ihm bei zwei Operationen assistierten. Das Gesundheitssystem in Saudi-Arabien verfügt über modernste Technologien und Spezialisten. Austauschprogramme oder solche Hospitationen sind dort Teil der Ausbildung, dienen aber auch zum Erfahrungsaustausch.