Fehlstart im Füchse-Käfig

Kein Durchkommen für die Füchse: Hier wird Dennis Rose (r.) von Patrick Mattern (M.) und Marcel Miesner (l.) geblockt. Kein Durchkommen für die Füchse: Hier wird Dennis Rose (r.) von Patrick Mattern (M.) und Marcel Miesner (l.) geblockt. Foto: bek

Reinickendorf – Früher Vogel fängt den Wurm. Vielleicht haben sich das auch die Füchse Berlin gedacht. Sie starteten vor allen anderen Fußball-Mannschaften in Reinickendorf in das neue Fußball-Jahr. Stern 1900 war am vergangenen Samstag im Nachholspiel der Berlin-Liga bei den Füchsen zu Gast an der Kienhorststraße. „Füchse-Käfig“ nennt Pierre Schönknecht, der Fußball-Chef der Grün-Weißen, den traditionsreichen Platz inzwischen. Den frühen Wurm übrigens fingen schließlich die Steglitzer. Sie siegten mit 2:0, kletterten in der Tabelle auf den fünften Platz und feierten einen gelungenen Start ins Jahr. Die Füchse indes müssen sich wohl auf einen lange andauernden Abstiegskampf in der höchsten Spielklasse des Berliner Fußball-Verbandes einrichten.

Mann des Tages im Schneetreiben am Samstag war Dennis Freyer, der erst einen Kopfball zum 1:0 für Stern versenkte und dann nach formidabler Vorarbeit des Stern-Neuzugangs Medrane nach einer guten halben Stunde auf 2:0 erhöhte. Immerhin schon sein 18. Saisontreffer, damit führt er die Torjägerliste an. Die Füchse liefen der Musik hinterher, Trampisch hatte zwar eine Chance nach einer Eingabe des ansonsten schwachen Neuzugangs Mohamed El-Ali, verfehlte aber das Tor. Später prüfte Steven Haubitz den Stern-Keeper Simon Slotta mit einem Volleyschuss, und in der zweiten Halbzeit hatte Haubitz zwei weitere Chancen, die ebenfalls Slotta parierte. Stern hätte in der zweiten Halbzeit noch höher gewinnen können, gute Chancen wurden liegen gelassen. „Stern hat eine starke Mannschaft. Die können wir nur schlagen, wenn die einen schlechten und wir einen sehr guten Tag haben“, bilanzierte Füchse-Coach Guido Perschk.

Aber den Zuschauern machte die Begegnung auf dem ehemaligen Wackerplatz dennoch Spaß. In der Gaststätte floss der Gerstensaft, und auch Heinz Schultze ließ sich blicken. „Es wird nicht das letzte Spiel in dieser Saison hier gewesen sein“, sagte Guido Perschk. Einige Partien sollen wie schon in der Hinrunde das Derby gegen den Nordberliner SC abends unter Flutlicht stattfinden. „Dazu müssten die Gegner aber ihre Zustimmung geben“, so Perschk. Die nächste Partie gegen den BFC Preussen steigt an der Kienhorststraße, aber am Sonntag, 18. Februar, am hellichten Tag um 14 Uhr. Dann greift auch der Nordberliner SC ins Geschehen ein. Die Elf von Mario Kreisel empfängt am 18. Februar den Tabellenvierten SD Croatia (12.30 Uhr, Elchdamm). Die Heiligenseer Fans können sich auf einige neue Gesichter einstellen. Von Bernau kehrt Lukas Bianchini an den Elchdamm zurück, die Sturmflaute der Hinrunde beheben sollen auch die beiden vom TuS Makkabi gekommenen Onur-Kaan Abay und Adnan Abo Ayash beheben. Und mit Thsiamo Lesela bereichert nun sogar ein Mann aus Südafrika den Kader. Allesamt Spieler für die Offensive, steckte doch in der Hinrunde bekanntlich der Wurm im Sturm. Ganze zehn Treffer brachte der NOSC zustande, so harmlos war keine andere Mannschaft. bek

Letzte Änderung am Freitag, 09 Februar 2018 12:50

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Meldungen kurz & knapp

Sport | Vereine | Gesundheit

15- bis 25-Jährige für ein Tanzprojekt gesucht 

Märkisches Viertel – Die Faster-Than-Light-Dance-Company (FTL) bringt eine neue Tanzproduktion auf die Bühne. Für das Projekt „Frühlings Erwachen“ beginnen am 10. Februar die Proben. Mitmachen kann jeder, der Spaß an der Bewegung hat – ohne Aufnahmeprüfungen, Auditions oder Castings. Volker Eisenach, Choreograph und künstlerischer Leiter. „Die Choreographien sind für jeden erlernbar – egal ob Junge oder Mädchen, dick oder dünn, tanzerfahren oder Tanzneuling!“ Tänzer zwischen 15 und 25 Jahren sollten sich das nicht entgehen lassen. „Frühlings Erwachen“ wird am 23. und 24. März auf der Bühne des Fontane-Hauses zu sehen sein. Anmeldung und Infos unter Tel. (030) 50 91 44 48 oder per Mail an info@ftl-online.com

Niederlage zum Auftakt 

Hermsdorf – Der Start ins neue Jahr ging für die Basketballer des VfB Hermsdorf daneben. Im ersten Spiel 2017 unterlagen die Schützlinge von Trainer Christian Bathelt der BG 2000 mit 57:67 und belegen mit nur zwei Siegen aus 13 Partien weiter den vorletzten Platz in der Tabelle der 2. Regionalliga Ost. Die Hermsdorfer verschliefen das erste Viertel, lagen nach zehn Minuten 8:16 zurück. Zur Halbzeit (32:36) und auch nach dem dritten Viertel (48:52) waren sie bis auf vier Punkte dran, aber der Tabellendritte hatte das bessere Ende für sich. Beste Werfer für den VfB waren Justus Ramme (15), Jan-Eric Thie (11) und Felix Carels (10). Am kommenden Sonnabend steht für den VfB beim Tabellenvierten USV Halle die nächste schwierige Aufgabe an.

Austauschen und informieren 

Reinickendorf – Zu einem Jour Fixe, einem Austausch- und Informationstreffen, laden der Verein Selbstbestimmtes Wohnen im Alter (SWA e.V.) und die Kontaktstellen PflegeEngagement (KPE) am Mittwoch, 17. Januar, ein. Es werden Themen rund um ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz erörtert. Angehörige, Rechtsbetreuer, Interessierte und ehrenamtlich Engagierte sind eingeladen, an dieser kostenfreien Veranstaltung teilzunehmen. Sie dauert von 15 bis 17 Uhr und findet im Betreuungsverein des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD) Reinickendorf, Alt-Reinickendorf 7, statt. Besprochen werden dann unter anderem die Unterschiede zwischen einer Wohngemeinschaft, Betreutem Wohnen und Pflegeheimen, die Kosten und Finanzierung des Lebens in einer Wohngemeinschaft, der Alltag in einer Wohngemeinschaft und die Rolle der Angehörigen in einer Wohngemeinschaft. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.swa-berlin.de oder Tel. (030) 61 09 37 71.

Vortragsreihe 

Hermsdorf – Das Dominikus-Krankenhaus startet im Januar mit einer Veranstaltungsreihe zu medizinischen Themen. Ärzte, Pfleger und Therapeuten informieren über Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten. Anschließend können die Zuhörer mit den Referenten ins Gespräch kommen. Die kostenfreien Veranstaltungen finden im Dominikus-Saal, Kurhausstraße 30, statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Am Montag, 15. Januar, spricht Chefarzt Dr. Christian Nitzsche ab 17 Uhr zum Thema „Brauchen wir noch das Röntgen?“

Knie-Spezialist in China 

Hermsdorf – Dr. med. Dirk Flachsmeyer, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie des Dominikus-Krankenhauses besuchte im November für drei Tage China, um dort beim zweitgrößten Ortho-Unfall-Kongress der Welt in Zhuhai einen Vortrag über Knieendoprothetik zu halten. Deutschland war in diesem Jahr Gastland des Kongresses. Der Besuch in China ist allerdings keine Seltenheit für Dr. Flachsmeyer, denn er reist bereits seit Jahren regelmäßig dorthin, um Ärzte auf dem Gebiet der Endoprothetik anzuleiten und fortzubilden. Besuch aus Saudi-Arabien hingegen erhielt der Chefarzt am 8. November. Dr. Flachsmeyer empfing zwei Ärzte, die ihm bei zwei Operationen assistierten. Das Gesundheitssystem in Saudi-Arabien verfügt über modernste Technologien und Spezialisten. Austauschprogramme oder solche Hospitationen sind dort Teil der Ausbildung, dienen aber auch zum Erfahrungsaustausch.