Stilles Örtchen für unterwegs

Die City-Toilette in der Nähe der Sechserbrücke Die City-Toilette in der Nähe der Sechserbrücke Foto: fle

Bezirk – Die Nachricht, dass das Land Berlin die zum Ende 2018 auslaufenden Verträge mit dem Unternehmen Wall über den Betrieb öffentlicher Toiletten nicht verlängert, brachte viel Unruhe mit sich (die RAZ berichtete). Doch das ist seit 22. Januar vom Tisch: Denn an diesem Tag hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sich mit der Wall GmbH darüber verständigt, dass die City-Toiletten übergangsweise über 2018 hinaus bis zum Aufbau der neuen Toiletten weiterbetrieben werden – und dafür eine entsprechende Übergangsvereinbarung mit Wall unterzeichnet.

Die Wall GmbH betreibt derzeit 249 öffentliche Toiletten in ganz Berlin. In Reinickendorf befinden sich sieben City-Toiletten, zwei Café Achteck und eine öffentliche Toilettenanlage.
„Wie in der Vergangenheit wird der Interimsbetrieb der Toiletten ausschließlich durch bestehende, für den Übergangszeitraum weiter genutzte Werbeträger refinanziert“, erklärt Christian Knappe, Pressereferent der Wall GmbH. „Die Interimsvereinbarung gibt insbesondere Menschen mit körperlichen Einschränkungen für den Zeitraum von zwei Jahren mehr Sicherheit bei der Versorgung mit öffentlichen Toiletten, und gleichzeitig vereinfacht die Vereinbarung den Übergang der Toiletteninfrastruktur an den noch zu findenden neuen Betreiber.“

Die Ausschreibung der Errichtung und des Betriebs der öffentlichen Toiletten läuft bereits und soll im Frühjahr 2018 beendet werden. Der neue Betreiber soll künftig Toilettenanlagen, die modernsten Anforderungen entsprechen, errichten und betreiben. „Eine Neuerung wird eine Toiletten-App sein“, erklärt Matthias Tang, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. So könnten Toilettenbenutzer auf kurzem Weg mitteilen, ob eine Toilette defekt oder verschmutzt ist oder ob Klopapier fehle. Außerdem wird die Anzahl der Toiletten schrittweise von 281 auf 366 im Rahmen der „verbesserten Versorgung“ erhöht.

Freude über diese Zwischenlösung gibt es auch bei der Reinickendorferin Janine Malik, dem Bezirksverordneten Felix Schönebeck und dem Abgeordneten Stephan Schmidt, die eine Online-Petition für den Erhalt der City-Toiletten gestartet haben. Zudem forderten die Behindertenbeauftragten des Landes Berlin und der zwölf Bezirke sowie die Bezirksbürgermeister zu einem Moratorium auf.

Es gibt übrigens mehrere Interessenten, und auch Wall hat sein Interesse bekundet: „In unserem Werk in Velten entwickeln wir derzeit mit unseren Entwicklungsingenieuren die modernste Generation von Toilettenanlagen“, erklärt Knappe. fle

Letzte Änderung am Freitag, 09 Februar 2018 13:38
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Meldungen kurz & knapp

Soziales | Senioren | Kirche

Familiencafé

Wittenau – Eltern, Kinder und Großeltern sind eingeladen, sich am Donnerstag, 15. Februar, von 15.30 bis 17.30 Uhr bei einer Tasse Tee oder Kaffee im Familiencafé zu treffen um beisammen zu sitzen und sich auszutauschen. Eine Anmeldung ist nicht nötig, wird aber gern im Büro der Evangelischen Familienbildung Reinickendorf entgegengenommen. Das Familiencafé ist kostenfrei, um eine kleine Spende für Kaffee und Kuchen wird gebeten. Ort: Familienbildungsstätte Pastor-Weise-Haus, Spießweg 7.

Improvisationen

Hermsdorf – Innerhalb derKonzertreihe „Music for a while“ wird am Samstag, 10. Februar, 17 Uhr, zum Konzert „Improvisationen über populäre Melodien“ in die Apostel-Paulus-Kirche Hermsdorf, Wachsmuthstraße 25, eingeladen. Maria Scharwieß spielt an der restaurierten Sauer-Orgel. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Schulfähre Scharfenberg

Tegel – Seit 3. Januar hat die Fähre nach Scharfenberg wieder einen Fährmann. Das teilte Schulsenatorin Sandra Scheeres mit. Ungeklärt sei allerdings, wer ihn vertritt, wenn er krank oder verhindert ist. Ein Fährgehilfe wird erst am Jahresende anfangen, und die Einstellung eines zweiten Fährmanns ist nicht geplant.

Kurse für starke Familien

Konradshöhe – Am 21. Februar startet im Kinder-und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe, Eichelhäherstrasse 19, der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“. Der Kurs möchte Eltern Anregungen zur Erziehung geben und gleichzeitig die Gelegenheit, mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. Themen dabei werden unter anderem Kommunikation in der Familie, Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse der Familie und Umgang mit Grenzen und Regeln sein. Unter Leitung einer Sozialpädagogin und einer Psychologin der Ambulanten Erziehungshilfe werden die Eltern Anregungen zur Erziehung erhalten und in den Austausch mit anderen Eltern treten können. Kursbeginn ist am 21. Februar, danach findet er jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr statt. Anmeldeschluss ist der 9. Februar. Für die insgesamt neun Termine wird ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 10 Euro erhoben. Nähere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 0157/8860914 oder per E- Mail brigitte.hoerber@haus-conradshoehe.de