Kein Schulplatz-Poker mehr!

Antje Harder und Faik Hasenfuß-Barth von der GEV setzen sich für die gymnasiale Oberstufe ein. Antje Harder und Faik Hasenfuß-Barth von der GEV setzen sich für die gymnasiale Oberstufe ein. Foto: ajö

Bezirk – Im vergangenen Jahr haben 274 Schüler in Reinickendorf nicht den gewünschten Oberschulplatz an einer Integrierten Sekundarschule (ISS) mit gymnasialer Oberstufe erhalten. Die Max-Beckmann-Schule verfügt über 150 Plätze, beworben hatten sich mehr als doppelt so viele Schüler. Ähnlich war die Situation bei der Bettina-von-Arnim-Schule (214 Plätze), auch hier überstieg die Zahl der Bewerber die Zahl der freien Plätze. Vielen der nicht angenommenen Schüler wurde ein Platz an einer ISS ohne gymnasiale Oberstufe zugewiesen, das erschwert den Weg zum Abitur. Andere Schüler wechselten auf ein Gymnasium. Über 90 Schüler mussten leider nach erfolglosem Probejahr nach der 7. Klasse als Umsteiger (Rückläufer) das Gymnasium verlassen. In diesem Fall muss der Wechsel auf eine Integrierte Sekundarschule ohne gymnasiale Oberstufe erfolgen, andere Plätze stehen nicht zur Verfügung.
Ist der Erstwunsch eine Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe, herrscht große Unsicherheit, denn es gibt eine extreme Schieflage zwischen dem Angebot und der Nachfrage. Um diesen Missständen entgegenzuwirken, planen die Carl-Bosch- und Carl-Benz-Schule eine gemeinsame gymnasiale Oberstufe im Verbund. Im Frühjahr 2018 wollen sie den „Antrag auf Erweiterung der ISS um eine gymnasiale Oberstufe im Verbund“ an das Bezirksamt stellen.

Am 18. Januar fand dazu ein Infogespräch in der Carl-Bosch-Schule statt. Dabei zeigte sich die Schulleiterin, Antje Harder, sehr entschlossen. Vor zwei Jahren kam sie vom Humboldt-Gymnasium an die Carl-Bosch-Schule, weil hier eine gymnasiale Oberstufe geplant war. Diese kam dann aber doch nicht zustande. „Es gab immer ein Auf und Ab“, bedauert sie und betont: „Es ist wichtig, dass wir, die Carl-Bosch-Schule und die Carl-Benz-Schule, jetzt zusammenhalten und die Sache gemeinsam in Angriff nehmen.“ Denn von der Senatsverwaltung ist eine gymnasiale Oberstufe ausdrücklich nur im Verbund vorgesehen, das erfordert die räumliche Nähe von mindestens zwei Schulen. Da das Bezirksamt die frühere Vivantes Klinik Wiesengrund für eine ISS ausbaut, stehen auch ausreichende Räumlichkeiten zur Verfügung.

Die Gesamtelternvertretung (GEV) der Carl-Bosch-Schule hat eine Petition erarbeitet und setzt auf die vielfältige Unterstützung der Eltern, denn aufgrund der zu erwartenden steigenden Schülerzahlen ist eine solche Schule im Norden dringend notwendig. ajö

Letzte Änderung am Freitag, 09 Februar 2018 13:12

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Meldungen kurz & knapp

Soziales | Senioren | Kirche

Familiencafé

Wittenau – Eltern, Kinder und Großeltern sind eingeladen, sich am Donnerstag, 15. Februar, von 15.30 bis 17.30 Uhr bei einer Tasse Tee oder Kaffee im Familiencafé zu treffen um beisammen zu sitzen und sich auszutauschen. Eine Anmeldung ist nicht nötig, wird aber gern im Büro der Evangelischen Familienbildung Reinickendorf entgegengenommen. Das Familiencafé ist kostenfrei, um eine kleine Spende für Kaffee und Kuchen wird gebeten. Ort: Familienbildungsstätte Pastor-Weise-Haus, Spießweg 7.

Improvisationen

Hermsdorf – Innerhalb derKonzertreihe „Music for a while“ wird am Samstag, 10. Februar, 17 Uhr, zum Konzert „Improvisationen über populäre Melodien“ in die Apostel-Paulus-Kirche Hermsdorf, Wachsmuthstraße 25, eingeladen. Maria Scharwieß spielt an der restaurierten Sauer-Orgel. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Schulfähre Scharfenberg

Tegel – Seit 3. Januar hat die Fähre nach Scharfenberg wieder einen Fährmann. Das teilte Schulsenatorin Sandra Scheeres mit. Ungeklärt sei allerdings, wer ihn vertritt, wenn er krank oder verhindert ist. Ein Fährgehilfe wird erst am Jahresende anfangen, und die Einstellung eines zweiten Fährmanns ist nicht geplant.

Kurse für starke Familien

Konradshöhe – Am 21. Februar startet im Kinder-und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe, Eichelhäherstrasse 19, der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“. Der Kurs möchte Eltern Anregungen zur Erziehung geben und gleichzeitig die Gelegenheit, mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. Themen dabei werden unter anderem Kommunikation in der Familie, Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse der Familie und Umgang mit Grenzen und Regeln sein. Unter Leitung einer Sozialpädagogin und einer Psychologin der Ambulanten Erziehungshilfe werden die Eltern Anregungen zur Erziehung erhalten und in den Austausch mit anderen Eltern treten können. Kursbeginn ist am 21. Februar, danach findet er jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr statt. Anmeldeschluss ist der 9. Februar. Für die insgesamt neun Termine wird ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 10 Euro erhoben. Nähere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 0157/8860914 oder per E- Mail brigitte.hoerber@haus-conradshoehe.de