Weg mit starren Schranken!

BEA Reinickendorf fordert Änderung der Schulstrukturreform BEA Reinickendorf fordert Änderung der Schulstrukturreform Foto: Freepik

Bezirk – Am 2. Februar wird es in Berlin die Halbjahreszeugnisse geben. Für rund 30.000 Schüler wird sich spätestens dann wieder die Frage stellen, auf welche weiterführende Schule sie nach Ende der Grundschulzeit wechseln werden. Dabei werden die Sekundarschulen mit eigener gymnasialer Oberschule auf dem Wunschzettel ganz oben stehen! „Wer weiß denn schon nach der 6. Klasse, wie sich sein Kind in den kommenden Jahren wirklich entwickelt. Also gehen viele Eltern auf Nummer sicher und wählen eine Schule, an der man im Zweifel auch das Abitur ohne erneuten Schulwechsel ablegen kann“, meint Harald Voß, Vorsitzender des Bezirks­elternausschuss (BEA) Reinickendorf.

Sekundarschulen mit eigener gymnasialer Oberstufe sind auch für Schüler mit Gymnasialempfehlung attraktiv. Nachdem im vergangenen Jahr in Reinickendorf alle Kooperationen von integrierten Sekundarschulen mit und ohne eigener Oberstufe gekündigt worden sind, besteht an den anderen Integrierten Sekundarschulen (ISS) sonst nur noch die Möglichkeit, nach der 10. Klasse auf ein Oberstufenzentrum zu wechseln. Ein Wechseln an ein Gymnasium ist dagegen in der Regel nicht möglich.

Der BEA Reinickendorf fordert jetzt eine Aufhebung dieser Beschränkung: „Sowohl ISS-Schüler als auch Gymnasiasten sollen das gleiche Abitur machen, teilweise ist diese Abiturprüfung auch eine landesweite Zentralprüfung. Auch die Kursnote in der Sekundarstufe II zählt zur Abiturnote dazu, deshalb ist es für uns nicht ersichtlich, warum ISS-Schüler nicht nach einem zusätzlichen Jahr Einführungsphase ihr Abitur zusammen mit Gymnasiasten im gleichen Kurs beziehungsweise der gleichen Prüfung ablegen können sollen“, erläutert Voß die Forderung.
Auch die Auswahl der Schüler ausschließlich nach Leistung sieht der Bezirkselternausschuss kritisch: „Die fast durchgehende Auswahl der Schüler nach Leistung und die daraus resultierende Einteilung in Schulen mit guten und mit weniger guten Schülern widerspricht völlig den ursprünglichen Zielen der Schulstrukturreform. Dann hätte man die Hauptschule nicht abschaffen brauchen, wenn man doch wieder nur nach Leistung selektiert“, so Voß weiter. ajö

Letzte Änderung am Donnerstag, 25 Januar 2018 12:09

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Meldungen kurz & knapp

Soziales | Senioren | Kirche

Familiencafé

Wittenau – Eltern, Kinder und Großeltern sind eingeladen, sich am Donnerstag, 15. Februar, von 15.30 bis 17.30 Uhr bei einer Tasse Tee oder Kaffee im Familiencafé zu treffen um beisammen zu sitzen und sich auszutauschen. Eine Anmeldung ist nicht nötig, wird aber gern im Büro der Evangelischen Familienbildung Reinickendorf entgegengenommen. Das Familiencafé ist kostenfrei, um eine kleine Spende für Kaffee und Kuchen wird gebeten. Ort: Familienbildungsstätte Pastor-Weise-Haus, Spießweg 7.

Improvisationen

Hermsdorf – Innerhalb derKonzertreihe „Music for a while“ wird am Samstag, 10. Februar, 17 Uhr, zum Konzert „Improvisationen über populäre Melodien“ in die Apostel-Paulus-Kirche Hermsdorf, Wachsmuthstraße 25, eingeladen. Maria Scharwieß spielt an der restaurierten Sauer-Orgel. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Schulfähre Scharfenberg

Tegel – Seit 3. Januar hat die Fähre nach Scharfenberg wieder einen Fährmann. Das teilte Schulsenatorin Sandra Scheeres mit. Ungeklärt sei allerdings, wer ihn vertritt, wenn er krank oder verhindert ist. Ein Fährgehilfe wird erst am Jahresende anfangen, und die Einstellung eines zweiten Fährmanns ist nicht geplant.

Kurse für starke Familien

Konradshöhe – Am 21. Februar startet im Kinder-und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe, Eichelhäherstrasse 19, der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“. Der Kurs möchte Eltern Anregungen zur Erziehung geben und gleichzeitig die Gelegenheit, mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. Themen dabei werden unter anderem Kommunikation in der Familie, Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse der Familie und Umgang mit Grenzen und Regeln sein. Unter Leitung einer Sozialpädagogin und einer Psychologin der Ambulanten Erziehungshilfe werden die Eltern Anregungen zur Erziehung erhalten und in den Austausch mit anderen Eltern treten können. Kursbeginn ist am 21. Februar, danach findet er jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr statt. Anmeldeschluss ist der 9. Februar. Für die insgesamt neun Termine wird ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 10 Euro erhoben. Nähere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 0157/8860914 oder per E- Mail brigitte.hoerber@haus-conradshoehe.de