Lauter Protest bei der Demo

„Wir sind laut, weil ihr unsere Schule klaut!“ – das war das Motto der Demo vor dem Rathaus Reinickendorf. „Wir sind laut, weil ihr unsere Schule klaut!“ – das war das Motto der Demo vor dem Rathaus Reinickendorf. .Foto: bek

Bezirk – Die Montessori-Schule bot alles auf, was zur Verfügung steht. Hunderte bevölkerten am 10. Januar den Platz vor dem Rathaus und dem Ratskeller, mit einer Demonstration wollten Lehrer, Eltern und Kinder nochmals auf die unbefriedigende Situation ihrer Schule aufmerksam machen. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Schule klaut“, skandierten die mit Pappkopfbedeckungen mit der Aufschrift „Wir brauchen ein Dach über dem Kopf“ anwesenden Montessori-Kinder. Wie berichtet, muss die Schule ihren derzeitigen Standort am Stolpmünder Weg im Sommer verlassen. Einen alternativen Standort gibt es nicht, nachdem sich der Umzug ins Collège Voltaire zerschlagen hatte. Die Privatschule in Heiligensee war 2012 mit zwölf Schülern im Diakoniezentrum Am Bärensprung an den Start gegangen. Zum Schuljahr 2016/17 folgte der Umzug an den Stolpmünder Weg, heute besuchen rund 150 Kinder und Jugendliche die Privatschule.

Der Termin der Demo war gut gewählt, im Anschluss begann die BVV, bei der das Thema mit zwei Einwohner­anfragen ebenfalls auf der Tagesordnung stand. Die AfD-Fraktion brachte ein Ersuchen per Dringlichkeit ein, die Schule langfristig in Reinickendorf zu halten und den jetzigen Standort über das Schuljahr 2017/18 hinaus zu sichern. Letzteres sieht der Grüne Andreas Rietz ganz ähnlich: „Der ganz dringende Bedarf der Haushofer-Schule an den Räumlichkeiten im Stolpmünder Weg entsteht erst im Schuljahr 2019/20. Man sollte nochmals überlegen, ob es nicht die Möglichkeit der Verlängerung um ein weiteres Jahr gibt.“ Der AfD-Antrag wurde an den Schulausschuss verwiesen. Eine große Anfrage beschäftigte sich mit der Schulsituation in Reinickendorf insgesamt und mit der mit 5,5 Milliarden Euro befeuerten Schulbauoffensive des Senats. bek

Letzte Änderung am Donnerstag, 25 Januar 2018 12:05

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Meldungen kurz & knapp

Soziales | Senioren | Kirche

Familiencafé

Wittenau – Eltern, Kinder und Großeltern sind eingeladen, sich am Donnerstag, 15. Februar, von 15.30 bis 17.30 Uhr bei einer Tasse Tee oder Kaffee im Familiencafé zu treffen um beisammen zu sitzen und sich auszutauschen. Eine Anmeldung ist nicht nötig, wird aber gern im Büro der Evangelischen Familienbildung Reinickendorf entgegengenommen. Das Familiencafé ist kostenfrei, um eine kleine Spende für Kaffee und Kuchen wird gebeten. Ort: Familienbildungsstätte Pastor-Weise-Haus, Spießweg 7.

Improvisationen

Hermsdorf – Innerhalb derKonzertreihe „Music for a while“ wird am Samstag, 10. Februar, 17 Uhr, zum Konzert „Improvisationen über populäre Melodien“ in die Apostel-Paulus-Kirche Hermsdorf, Wachsmuthstraße 25, eingeladen. Maria Scharwieß spielt an der restaurierten Sauer-Orgel. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Schulfähre Scharfenberg

Tegel – Seit 3. Januar hat die Fähre nach Scharfenberg wieder einen Fährmann. Das teilte Schulsenatorin Sandra Scheeres mit. Ungeklärt sei allerdings, wer ihn vertritt, wenn er krank oder verhindert ist. Ein Fährgehilfe wird erst am Jahresende anfangen, und die Einstellung eines zweiten Fährmanns ist nicht geplant.

Kurse für starke Familien

Konradshöhe – Am 21. Februar startet im Kinder-und Jugendhilfezentrum Haus Conradshöhe, Eichelhäherstrasse 19, der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“. Der Kurs möchte Eltern Anregungen zur Erziehung geben und gleichzeitig die Gelegenheit, mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. Themen dabei werden unter anderem Kommunikation in der Familie, Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse der Familie und Umgang mit Grenzen und Regeln sein. Unter Leitung einer Sozialpädagogin und einer Psychologin der Ambulanten Erziehungshilfe werden die Eltern Anregungen zur Erziehung erhalten und in den Austausch mit anderen Eltern treten können. Kursbeginn ist am 21. Februar, danach findet er jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr statt. Anmeldeschluss ist der 9. Februar. Für die insgesamt neun Termine wird ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 10 Euro erhoben. Nähere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 0157/8860914 oder per E- Mail brigitte.hoerber@haus-conradshoehe.de