Schleichendes Gift an der A 111

Was geschieht mit dem Regenwasser auf der A 111? Was geschieht mit dem Regenwasser auf der A 111? Foto: red

Heiligensee/Tegel – Was geschieht mit dem Regenwasser auf der A 111? Wie und vor allem wohin erfolgt die Entwässerung der viel befahrenen Autobahn im Bereich zwischen der Stadtgrenze und dem Forstamt? Diese Fragen stellte Stephan Schmidt, CDU-Wahlkreisabgeordneter für Heiligensee, Konradshöhe, Tegelort und Tegel, in einer schriftlichen Anfrage an den Senat – und erhielt unbefriedigende Antworten.

Das anfallende Wasser werde nämlich – anders als zu erwarten wäre – nicht regelmäßig auf Schadstoffe untersucht, die durch den starken Verkehr anfallen. Gemeint sind damit unter anderem Reifenabrieb, Öl-, Kühl- und Bremsflüssigkeiten, Diesel, Benzin, Schwermetalle oder Ruß sowie Rückstände der winterlichen Eisglättebekämpfung. Doch die Antwort vom Senat ist eindeutig: „Vom Senat werden keine regelmäßigen Untersuchungen des Niederschlagswassers veranlasst.“ Auch Untersuchungen der Böden im Umfeld der Autobahn wurden vom Bezirksamt Reinickendorf, Umwelt- und Naturschutzamt, Fachbereich Natur- und Bodenschutz, nicht durchgeführt.

Wohin die Niederschlagsentwässerung erfolgt, ist ebenfalls ungewiss: „Der Abschnitt der A 111 wurde in den 1970er Jahren planfestgestellt. Eine Information, ob und wo die aus diesem Beschluss resultierenden Unterlagen zur Niederschlagsentwässerung und gegebenenfalls vorhandene Reinigungsanlagen vorliegen, liegt dem Senat nicht vor“, heißt es .
Schmidt fordert nun eine zügige Aufklärung über das Wassermanagement auf der A 111: „Da sich die Autobahn in einer Troglage befindet, ist im direkten Umfeld der Trasse keine Belastung durch das abgeleitete Regenwasser zu erwarten. Die zentrale Frage, die nicht der Bezirk, sondern nur der Senat beantworten kann, ist: Wohin wird das Wasser aus dem Trog abgeleitet? Die naheliegende Antwort ist das Heiligenseer Grabensystem...“ Die Anwohner hätten ein Recht zu erfahren, ob das Wasser, das aufgrund der Starkregenfälle im letzten Jahr in ihre Keller lief, schadstoffbelastet ist und welche Auswirkungen dies auf die Böden der Umgebung hat. Zudem möchte Schmidt den Dialog mit Bürgern fortführen. fle

Letzte Änderung am Mittwoch, 07 März 2018 10:16

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Meldungen kurz & knapp

Politik | Wirtschaft | Recht

Infos zur Hennigsdorfer

Heiligensee – Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt möchte mit den Anwohnern über die Straßenbaumaßnahme Hennigsdorfer Straße am Montag, 19. Februar, 17 Uhr, im BVV-Saal, Eichborndamm 215, ins Gespräch kommen. Voraussichtlicher Baubeginn: Frühjahr 2018.

Gegen Verkehrschaos

Bezirk – Die A111 soll 2021 grundsaniert werden. Die U6 in dem selben Jahr. Ebenso die S25. Drei wichtige Verkehrs­träger werden somit 2021 gleichzeitig lahmgelegt. Dagegen hat die CDU-Fraktion ein Paket mit Anträgen in die BVV eingebracht, das alternative Verkehrsrouten durch und um Reinickendorf benennt.

Pro und Contra

Reinickendorf – Der soziale Flügel der CDU, die Christliche Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), diskutiert im Rahmen ihres Stammtisches über die Vor- und Nachteile der Bürgerversicherung und deren Folgen. Die CDA vertritt die Arbeitnehmer zu sozialen und gesundheitspolitischen Themen innerhalb und außerhalb der CDU. Am Freitag, 26. Januar, können Interessierte an der CDA-Gesprächsrunde zur Bürgerversicherung teilnehmen. Der CDA-Stammtisch findet in dem Altberliner Restaurant „Latichte“, Alt-Reinickendorf 29A, um 18 Uhr statt. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Aktiv gegen rechts

Bezirk Bildungsprojekte und Initiativen in Reinickendorf können im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ Anträge auf Förderung stellen. Gefördert werden Projekte und Workshops, die der positiven Entwicklung der Willkommenskultur dienen. Weitere Infos erteilt die Albatros gGmbH, Auguste-Viktoria-Allee 17, R.Palm@albatrosggmbh.de

VMehr berlinpass-Anspruchsberechtigte

Bezirk – Bezirk – Seit Februar können auch Empfänger von Wohngeld sowie Bürger, die eine DDR-Opferrente erhalten, den berlinpass beantragen. Neben dem Sozialticket können sie zahlreiche Vergünstigungen nutzen. Die Ausgabestelle für den Berlinpass befindet sich im Bürgeramt, Teichstraße 65, Haus 1.

SPD-Klausurtagung

Bezirk – Bezirk – Die SPD-Fraktion in der BVV-Reinickendorf hat ein Arbeitsprogramm für 2018 erarbeitet. Themenkomplexe sind u.a. Verkehrspolitik, Jugendpolitik, Stadtentwicklung (vor allem in Reinickendorf-Ost und im MV) und die Sozialstruktur für die Siedlungen in den Rollbergen, im Märkischen Viertel und in Tegel-Süd.