Mangelware Parkplatz in Frohnau

Tobias Siesmayer stellt die Vorschläge vor. Tobias Siesmayer stellt die Vorschläge vor. Foto: fle

Frohnau – „Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden...“ Die Parkplatz-Situation, die Herbert Grönemeyer besingt, trifft auch auf Autofahrer in Frohnau zu, die tagtäglich am Zeltinger und Ludolfingerplatz einen Parkplatz suchen – und nicht finden. Denn diese sind meist den ganzen Tag von Pendlern besetzt, die von Frohnau mit der S-Bahn im AB-Bereich weiter in die City fahren. Unter dem Motto „Wie lösen wir das Parkplatzproblem im Frohnauer Zentrum?“ lud die CDU Frohnau am 1. März zur Bürgerveranstaltung in die Gollancz-Grundschule ein, um ein Parkkonzept vorzustellen und mit den interessierten Frohnauerinnen und Frohnauern darüber zu diskutieren. Diese waren auch zahlreich erschienen, darunter neben Anwohnern auch Frohnauer Geschäftsleute und Mitglieder von Bürger- und Interessengemeinschaften.

„Kunden, die tagsüber im Frohnauer Zentrum einkaufen wollen, finden aufgrund der Dauerparker nur mühsam einen Parkplatz“, weiß Jürn Jakob Schultze-Berndt, Wahlkreisabgeordneter für Frohnau. „Und mit der Eröffnung der Geschäfte im erweiterten Turm-Ensemble wird sich der Bedarf an Parkplätzen noch weiter erhöhen“, fügt er hinzu. Aus diesem Grund wolle man Veränderungen schaffen, die das Parkplatzproblem entschärfen. Der Vorschlag: „Wir wollen mehr Flächen für das Parken mit Parkscheibe ausweisen, um den Pendlern die Straßen Frohnaus als Dauerparkplatz für sechs oder acht Stunden unattraktiver zu machen“, erklärt Tobias Siesmayer, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BVV Reinickendorf. Kurzparkzonen, zu denen neben dem Zeltinger Platz, der Frohnauer Brücke und Ludolfingerplatz bald auch die Wiltinger Straße, die Ariadnestraße zwischen Zeltinger und Wiltinger Straße sowie die Tannenstraße gehören könnten, sollen mehr Fluktuation beim Parken bieten. Nach Idee der Frohnauer CDU sollen schon bestehende Bereiche ausgedehnt werden, beispielsweise der Maximiliankorso, die Welfenallee, die Burgfrauenstraße, Fürsten- und Edelhofdamm. Das Drei-Stunden-Kurzzeitparken würde montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr gelten. Für Anwohner gäbe es Anwohnerparkausweise.Einige Anwesende forderten, die Kurzparkzonen zeitlich zu staffeln – von einer bis zu drei Stunden. Außerdem solle man den Zirkel noch größer ziehen. Aber es gibt auch Kritik: „Das Problem wird sich nur verlagern in die umliegenden kleinen Straßen“, sagte ein Anwohner. „Die Folgen wären mehr Lärm, mehr Abgase und mehr kreisende Autos“, fügt er hinzu. Kritik gab es auch am Turm-Ensemble, da kein Parkkonzept in die Pläne des Neubaus integriert wurden. Weiteres Problem sei die ungenügende Kontrolle, etwa der Autos auf Behindertenparkplätzen. Anwohner Julian Wolf: „Das Parkkonzept funktioniert eben nur, wenn auch kontrolliert wird und Knöllchen verteilt werden.“

Eckard Kröger von der Park-Apotheke weiß: „Es gibt auch Frohnauer Geschäftsleute, die Parkplätze blockieren, und ihre Parkscheibe alle drei Stunden weiterdrehen. Auch das wird nicht kontrolliert.“ Erst einmal soll die Kurzparkzone probeweise ausgeweitet werden. Zwei Jahre später wird der Erfolg evaluiert und bei Bedarf korrigiert. fle

Letzte Änderung am Mittwoch, 07 März 2018 10:08

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Meldungen kurz & knapp

Politik | Wirtschaft | Recht

Infos zur Hennigsdorfer

Heiligensee – Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt möchte mit den Anwohnern über die Straßenbaumaßnahme Hennigsdorfer Straße am Montag, 19. Februar, 17 Uhr, im BVV-Saal, Eichborndamm 215, ins Gespräch kommen. Voraussichtlicher Baubeginn: Frühjahr 2018.

Gegen Verkehrschaos

Bezirk – Die A111 soll 2021 grundsaniert werden. Die U6 in dem selben Jahr. Ebenso die S25. Drei wichtige Verkehrs­träger werden somit 2021 gleichzeitig lahmgelegt. Dagegen hat die CDU-Fraktion ein Paket mit Anträgen in die BVV eingebracht, das alternative Verkehrsrouten durch und um Reinickendorf benennt.

Pro und Contra

Reinickendorf – Der soziale Flügel der CDU, die Christliche Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), diskutiert im Rahmen ihres Stammtisches über die Vor- und Nachteile der Bürgerversicherung und deren Folgen. Die CDA vertritt die Arbeitnehmer zu sozialen und gesundheitspolitischen Themen innerhalb und außerhalb der CDU. Am Freitag, 26. Januar, können Interessierte an der CDA-Gesprächsrunde zur Bürgerversicherung teilnehmen. Der CDA-Stammtisch findet in dem Altberliner Restaurant „Latichte“, Alt-Reinickendorf 29A, um 18 Uhr statt. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Aktiv gegen rechts

Bezirk Bildungsprojekte und Initiativen in Reinickendorf können im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ Anträge auf Förderung stellen. Gefördert werden Projekte und Workshops, die der positiven Entwicklung der Willkommenskultur dienen. Weitere Infos erteilt die Albatros gGmbH, Auguste-Viktoria-Allee 17, R.Palm@albatrosggmbh.de

VMehr berlinpass-Anspruchsberechtigte

Bezirk – Bezirk – Seit Februar können auch Empfänger von Wohngeld sowie Bürger, die eine DDR-Opferrente erhalten, den berlinpass beantragen. Neben dem Sozialticket können sie zahlreiche Vergünstigungen nutzen. Die Ausgabestelle für den Berlinpass befindet sich im Bürgeramt, Teichstraße 65, Haus 1.

SPD-Klausurtagung

Bezirk – Bezirk – Die SPD-Fraktion in der BVV-Reinickendorf hat ein Arbeitsprogramm für 2018 erarbeitet. Themenkomplexe sind u.a. Verkehrspolitik, Jugendpolitik, Stadtentwicklung (vor allem in Reinickendorf-Ost und im MV) und die Sozialstruktur für die Siedlungen in den Rollbergen, im Märkischen Viertel und in Tegel-Süd.