Klein, aber fein mit 26.000 Medien

Immer gut besucht, die kleine Stadtteilbibliothek Immer gut besucht, die kleine Stadtteilbibliothek Foto: ajö

Frohnau – Im Fuchssteinerweg 17, gleich neben Musik- und Volkshochschule, befindet sich im Ortsteil Frohnau die Stadtteilbibliothek. Im Vergleich zu den anderen Büchereien im Bezirk bietet sie die kleinste Fläche – von den Bibliotheksbussen einmal abgesehen. Auch der Medienbestand ist hier der kleinste mit circa 26.000 Medieneinheiten. Dennoch ist die Stadtteilbibliothek Frohnau nach der Humboldt-Bibliothek die ausleihstärkste im gesamten Fuchsbezirk – denn in der Größe liegt auch ihr Potential. Das kleine Haus bietet den zwei Bibliothekarinnen Annett Schönsee und Martina Heinze die Möglichkeit von Kundennähe.

„Wir sind eine Kiezbibliothek, man kennt sich einfach“, so die Leiterin Frau Schönsee. „Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist sehr persönlich, wir erfahren viel über ihre Lebensumstände, welche Reisen sie machen, welche Hobbies sie haben. Dadurch können wir natürlich kundenorientiert arbeiten, individuell beraten und entsprechende Literatur beschaffen.“ Auch wenn der feste Bestand des Hauses verhältnismäßig klein ist, versuchen die beiden engagierten Bibliothekarinnen allen Interessen gerecht zu werden, indem sie gewünschte Medien berlinweit für ihre Kunden bestellen.

Ermöglicht wird ihnen das durch die gute digitale Vernetzung über den VÖBB, den Verbund der öffentlichen Bibliotheken Berlins. Auf diesem Wege können sie Literatur für Kitagruppen, Schulklassen, Leseclubs, aber auch für den einzelnen Besucher beschaffen. Ebenso sind sie im digitalen Bereich sehr gut aufgestellt, ob es sich dabei nun um Hörbücher für Kinder und Erwachsene handelt oder um DVDs und BlueRays. Hier kommt den Besuchern übrigens die persönliche Affinität Frau Schönsees zu Filmen zugute, welche dadurch immer eine Empfehlung für den jeweiligen Geschmack parat hat.

Das Medium Nummer Eins bleibt in Frohnau aber weiterhin das Buch – ob Biografien, Sachbücher, Romane oder Reiseführer. 50 Prozent der Ausleihen umfassen außerdem Medien für Kinder und Jugendliche. Ob Klassiker oder das neueste Buch vom Schöpfer des Grüffelo, für jeden ist etwas dabei, auf Vorlieben wird auch hier individuell eingegangen. Zudem finden täglich Veranstaltungen für Kitagruppen und Schulklassen statt. Die Gruppen kommen regelmäßig ins Haus, um einerseits Literatur auszuleihen und andererseits in den Genuss zu kommen, ein Buch vorgelesen zu bekommen – die Termine dafür sind sehr begehrt und schnell ausgebucht. Der VÖBB ist übrigens auch durch die Leser nutzbar.

Ein Blick auf www.voebb.de lohnt sich, denn neben dem klassischen Buch sind hier auch diverse digitale Medien zu finden, diverse Filme können gestreamt werden. red

Letzte Änderung am Montag, 05 März 2018 11:17

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Meldungen kurz & knapp

Kunst | Kultur | Kreatives

Debüt „Außer sich“

Tegel – Zu einer Lesung mit Sasha Marianna Salzmann lädt die Humboldt-Bibliothek in der Karolinenstraße 19 am Mittwoch, 14. Februar, um 19.30 Uhr ein. Die Autorin präsentiert ihr Romandebüt „Außer sich“, das zu den sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2017 gehörte. Es ist die Geschichte des Zwillingpaares Alissa und Anton, die in Moskau aufwachsen und mit den Eltern nach Westdeutschland gehen. Eines Tages verschwindet Anton und Alissa macht sich auf die Suche nach ihm. Sasha Marianna Salzmann, Hausautorin am Maxim-Gorki-Theater zeigt eine sehr eigene Sprache und ein virtuoses Spiel mit Raum und Zeit in der Schilderung des Geschehens. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf im Rahmen von „Lesezeichen – Literatur live in Tegel“ statt. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Philosophisches Café

Märkisches Viertel –  Märkisches Viertel – Im Philosophischen Café findet am 19. Februar, 15 bis 17 Uhr die Veranstaltung „Falsche Wertrealsierung“ statt. Kosten: 3 Euro. Ort: Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum, Günter-Zemla-Haus, Eichhorster Weg 32.

Offenes Singen

Hermsdorf –  Am 16. Februar gibt es von 19.30 Uhr bis 21 Uhr ein „Offenes Singen“ im Gemeindesaal der Apostel-Paulus-KG in der Wachsmuthstraße 25. Eingeladen sind alle, die Freude am Singen haben. Gesungen werden Hits und Evergreens von damals bis heute Der Eintritt kostet 6 Euro.

Kino für den Knast

Tegel – Tegel – Im Rahmen der Reihe „Berlinale Goes Kiez“ wird am 23. Februar im Kultursaal der JVA für die Insassen der Film „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume gezeigt. Der Filmstoff beruht auf wahren Begebenheiten. Im Anschluss steht Regisseur für ein Gespräch zur Verfügung. Festivalchef Dieter Kosslick: „Mit der Sonderveranstaltung wird die Reihe noch mehr ihrem Anliegen gerecht, Barrieren abzubauen sowie kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.