RAZ Teaser 9

Ausgabe verpasst? Interessante Artikel nachlesen?
Was gibt es zu besonderen Themen und Aktionen in Reinickendorf?
Nutzen Sie unser Archiv! Es bietet Ihnen alle Artikel von 2016 bis März 2018 im Überblick!
Mit der Suchfunktion können Sie unser Archiv ganz einfach nach Ihren Themen filtern.

Bewegen durch Engagement

Berlin/Frohnau – Die Not auf der Welt lindern – das ist der Ansatz des Lions Clubs, der vom ehrenamtlichen Einsatz seiner Mitglieder lebt. Auch in Berlin, wo es derzeit 38 verschiedene Lions Clubs mit insgesamt 2.500 Mitgliedern gibt. Nun soll Nummer 39 hinzukommen: in Frohnau. Vor 100 Jahren wurde der Lions Club gegründet. Seitdem ist die Vereinigung stetig gewachsen. Heute ist Lions Clubs International in 208 Staaten der Erde mit rund 1,5 Millionen Mitgliedern die größte NGO, also die größte Nichtregierungsorganisation, der Welt. Berühmte Mitglieder sind unter anderem Sigmar Gabriel, Horst Seehofer, Kurt Biedenkopf und Thomas Gottschalk.

Das offizielle Motto von Lions lautet „we serve“, zu Deutsch „Wir helfen“. Damit verpflichtet sich jedes Lions Mitglied, den Dienst am Nächsten über seinen persönlichen Profit zu stellen.
Begonnen haben die Lions als reine Herren Clubs, die sich erst 1983 auch für Frauen öffneten. Doch die Zeiten haben sich gewandelt, und heute gibt es sogar reine Frauen-Clubs. „Sieben reine Damen Clubs gibt es heute allein in Berlin“, weiß Hennes Schulz, Past-Distrikt-Governor und Vorstandsvorsitzender Lions-Kongress Berlin 2017 e.V. Er selbst ist in den USA zu den Lions gekommen und gehört jetzt dem Lions Club Berlin-Airport an.

Eine Hauptaktivität weltweit ist es, Gelder für die heilbare Blindheit zu sammeln. So wurde in Kinshasa im Kongo der Bau einer Augenklinik sowie die Ausbildung von Augenärzten finanziert. Aber auch hunderte andere Projekte werden direkt vor Ort unterstützt: Beim Lions Club Berlin-Airport werden jedes Jahr ein Charity-Weinfest und ein großes Kickerturnier veranstaltet, um Geld für Projekte einzunehmen.

Bei den Lions kann niemand einfach so Mitglied werden, sondern man wird zur Neuaufnahme eingeladen. Der Grundbeitrag ist immer gleich hoch – mit 160 Euro pro Jahr ist man dabei. „Lions treffen sich dann pflichtgemäß zweimal pro Monat“, erklärt Schulz. „Wir halten Ausschau nach Menschen, die im Leben schon etwas geschaffen haben, also halbwegs gesettled sind – ob beruflich oder im Rahmen einer Familie. Es geht um eine gewisse Bodenständigkeit, die erreicht sein sollte.“

Nun ist der nächste Club in Frohnau geplant. „Wir glauben, dass hier im Norden, in Frohnau, Lübars, Hermsdorf viele hilfsbereite Menschen leben, die sich über das Maß ihres Berufes hinaus sozial engagieren wollen.“ Auch hier wird die Devise sein, vor Ort zu helfen. Schließlich gäbe es im Fuchsbezirk viele Projekte, die unterstützenswert sind.

Der Lions Club Frohnau ist nun in der Gründungsphase, die bis Juni abgeschlossen sein soll. Voraussetzung: Es müssen mindestens 25 Menschen sein, die volljährig sind. „Momentan sind es 20 Herren und Damen, die sich schon treffen“, weiß Schulz. Es werden also noch Mitstreiter gesucht. Interessierte können sich bei Renate Grandke per E-Mail melden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). fle