Adieu Silvester-Müll!

Fetzige Liegenschaften: Inzwischen sollte alles weg sein. Fetzige Liegenschaften: Inzwischen sollte alles weg sein. Foto: du

„Throw it to the neighbour – wirf’s doch einfach zum Nachbarn rüber“, dieser rüde Rat ist ebenso wenig zu empfehlen wie das Nachahmen von Möbelhaus-Bräuchen, bei denen vom Knut-Fieber befallene Skandinavier Bäume von Balkonen werfen. Aber derlei Wurf-Exzesse sind auch gar nicht nötig, denn die Berliner Stadtreinigung (BSR) erteilt allen ausgedienten Tannen & Co. auch 2018 wieder eine coole Abfuhr.

Getreu dem Motto: „Rein ins Jahr – Raus mit dem Müll“ haben sich schon seit Neujahr rund 600 Beschäftigte mit 150 Fahrzeugen daran gemacht, den Silvestermüll der Stadt zu beseitigen – mit Kehrmaschinen, Kehricht-Lastern und Ladekran-LKW – von Besen, Schippe und Kehrichtkarre ganz zu schweigen. Los ging’s schon am Neujahrstag mit Residenzstraße, Fußgängerzone Gorkistraße, Berliner Straße, Greenwich-Promenade sowie dem Kurt-Schumacher-Platz.

Inzwischen sollte im Zuge der regulären Reinigung alles Knallzeug weg sein, sodass der zweite Schritt in Form der Baum-Abholung erfolgen kann: Alle Reinickendorfer Ortsteile sind an den Samstagen, 13. und 20. Januar dran. Leichteres Spiel hat die BSR, wenn die Bäume bereits am Vorabend gut sichtbar an den Straßenrand gelegt werden. Das Tolle: Alle Weihnachtsbäume werden geschreddert und in Biomasse-Kraftwerken zur Energiegewinnung genutzt. Dafür müssen Nordmänner & Co. allerdings komplett „abgeschmückt und Lametta-frei“ sein. Der Baum sollte nicht zerkleinert, sondern „nackt“ als Ganzes ohne Plastik-Umhüllung an die Straße gelegt werden. Bitte nicht in eine Mülltüte stecken, weil Plastiktüten die Weiterverwertung erschweren. Wer seinen ausgedienten Weihnachtsbaum schon vor den Abholterminen loswerden möchte, kann ihn alternativ auf einem BSR-Recyclinghof abgeben – bis zu einem Kubikmeter Baumlast bleibt‘s gebührenfrei. Fehl am Platze sind alte Bäume hingegen in der Biotonne, weil sich Stämme und Äste nicht zur Vergärung in der BSR-Biogasanlage (die RAZ berichtete) eignen.

Auf diese Weise gehen pro Jahr rund 350.000 Weihnachtsbäume durch die BSR-Schredder, um über Biomasse-Kraftwerke Fernwärme und Strom zu produzieren. Ist diese Menge von Gewicht? Und ob: Die Energie von 350.000 Weihnachtsbäumen reicht aus, um 500 Haushalte im zweiten Lichterleben der Stubentannen ein Jahr lang mit Wärme und Strom zu versorgen.
Ein Gerüchte-Killer zum Schluss: Von der BSR eingesammelte Weihnachtsbäume werden nicht an Zoo-Elefanten verfüttert. Als Elefantenfutter eignen sich nur ungebrauchte Bäume, die beispielsweise bei den vorweihnachtlichen Verkaufsstellen übrig geblieben sind.

Mehr zur Tannen-Thematik unter https://www.bsr.de/weihnachtsbaumabfuhr-23335.php, Tel. 7592-4900. Sollte etwas mit der Abholung nicht geklappt haben, bitte das BSR- Service-Center kontaktieren: httww.bsr.de/kontakt-19938.php  Eine Auflistung aller Recyclinghöfe finden Sie hier: www.bsr.de/recyclinghoefe-20503.php du

Letzte Änderung am Mittwoch, 10 Januar 2018 14:33
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Hermsdorf – An der Kreuzung Berliner Straße/Veltheim- und Burgfrauenstraße wird bis voraussichtlich Ende Januar 2018 gebaut. Es wird eine Linksabbiegespur sowie eine Schutzstreifen für den Radweg eingerichtet. Während der Baumaßnahme wird die Veltheimstraße im Kreuzungsbereich der Berliner Straße voll gesperrt.

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