„Wir bringen es nicht zu Ende“

Es hat nicht ganz gereicht für Markus Klugow (l.) und den VfL Tegel. Es hat nicht ganz gereicht für Markus Klugow (l.) und den VfL Tegel. Foto: bek

Tegel – Auf Facebook haben sie schon schwer getrommelt, die Handball-Männer des VfL Tegel. „Kommt am Samstag vorbei, die nächsten zwei Heimpunkte sollen eingefahren werden“, hieß es da. Der tolle Start ins neue Handballjahr mit dem 31:20-Sieg gegen den Vorjahresmeister der Oberliga Ostsee-Spree LHC Cottbus weckte neue Hoffnungen beim Tabellenvorletzten, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Auch es klang schon arg optimistisch, mit dem MTV Altlandsberg 1860 kam immerhin der Tabellenvierte nach Tegel. Ob wirklich noch etwas geht, wollten wir auch wissen und machten uns auf den Weg in den „Hatzedom“.

Und, was soll man sagen: Es entwickelte sich von Beginn an ein richtig spektakuläres Handballspiel mit hohem Tempo und technischen Finessen. Sogar der Kempa-Trick wurde gesichtet, und Heber über den Torwart gab es gleich mehrfach zu bestaunen. Die Tegeler hatten ganz zu Beginn ein paar Probleme, die die Gäste zur 3:1-Führung nutzten. Aber dann kam der VfL immer besser in die Partie, gestaltete die Partie offen. Die Gäste schlugen aber die insgesamt feinere Klinge und zeigten immer wieder ihre Klasse. Einige Angriffe liefen über die blitzschnellen und treffsicheren Außen Marco Leupert und Trabelsi Ridha, die beide je fünf Treffer erzielten.

Stark spielte auch Nico Cornelius im Rückraum auf. Tegel hielt vor allem mit Kampfgeist dagegen, hatte aber auch das eine oder andere spielerische Glanzlicht zu bieten. Und Niclas Schauer setzte mehrfach seine Wucht ein, kam zu insgesamt sieben Treffern und war damit der erfolgreichste Werfer der gesamten Partie. Markus Klugow erzielte mit dem Halbzeitpfiff den Treffer zur 14:13-Führung.

Bis zur 50. Minute war beim Spielstand von 22:22 alles offen, aber dann fiel die Vorentscheidung. Fünf Minuten vor dem Ende führte Altlandsberg erstmals mit drei Treffern (26:23). Das zog Tegel den Zahn, die Gäste hatten das Spiel nun im Sack und schaukelten den Vorsprung über die Ziellinie. Am Ende hieß es 28:25 für den MTV, dem Tegeler Bastian Schwarz war es vorbehalten, kurz vor Schluss den letzten Treffer zu erzielen. Denis Niehusen, der im September 2017 den zurückgetretenen Frank Schücke auf dem VfL-Trainerposten beerbt hat, war im ersten Moment enttäuscht, wusste das Ergebnis aber richtig einzuordnen. „Es war ja zu befürchten, dass der Tabellen-Vorletzte gegen den Vierten nicht allzuviel ausrichten kann, aber trotzdem schade. Wir sind immer wieder dran, aber wir bringen es nicht zu Ende. Unter Druck schafft es die Mannschaft nicht, das abzurufen, was nötig wäre.“

Die Füchse Berlin indes haben ja die Rückkehr ihrer 2. Mannschaft in die 3. Liga als Saisonziel ausgerufen. Und sie kommen diesem Ziel immer näher. Das Team von Trainer Christian Caillat bezwang den LHC Cottbus deutlich (34:23), und belegt mit 25:1 Punkten weiter unangefochten Rang eins in der Oberliga Ostsee-Spree vor dem Stralsunder HV (22:6). Am kommenden Sonnabend spielen die Füchse II in Altlandsberg, der VfL hofft bei Schlusslicht SV 63 Brandenburg-West auf die nächsten Punkte. Bernd Karkossa

Letzte Änderung am Donnerstag, 25 Januar 2018 11:47

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Meldungen kurz & knapp

Sport | Vereine | Gesundheit

15- bis 25-Jährige für ein Tanzprojekt gesucht 

Märkisches Viertel – Die Faster-Than-Light-Dance-Company (FTL) bringt eine neue Tanzproduktion auf die Bühne. Für das Projekt „Frühlings Erwachen“ beginnen am 10. Februar die Proben. Mitmachen kann jeder, der Spaß an der Bewegung hat – ohne Aufnahmeprüfungen, Auditions oder Castings. Volker Eisenach, Choreograph und künstlerischer Leiter. „Die Choreographien sind für jeden erlernbar – egal ob Junge oder Mädchen, dick oder dünn, tanzerfahren oder Tanzneuling!“ Tänzer zwischen 15 und 25 Jahren sollten sich das nicht entgehen lassen. „Frühlings Erwachen“ wird am 23. und 24. März auf der Bühne des Fontane-Hauses zu sehen sein. Anmeldung und Infos unter Tel. (030) 50 91 44 48 oder per Mail an info@ftl-online.com

Niederlage zum Auftakt 

Hermsdorf – Der Start ins neue Jahr ging für die Basketballer des VfB Hermsdorf daneben. Im ersten Spiel 2017 unterlagen die Schützlinge von Trainer Christian Bathelt der BG 2000 mit 57:67 und belegen mit nur zwei Siegen aus 13 Partien weiter den vorletzten Platz in der Tabelle der 2. Regionalliga Ost. Die Hermsdorfer verschliefen das erste Viertel, lagen nach zehn Minuten 8:16 zurück. Zur Halbzeit (32:36) und auch nach dem dritten Viertel (48:52) waren sie bis auf vier Punkte dran, aber der Tabellendritte hatte das bessere Ende für sich. Beste Werfer für den VfB waren Justus Ramme (15), Jan-Eric Thie (11) und Felix Carels (10). Am kommenden Sonnabend steht für den VfB beim Tabellenvierten USV Halle die nächste schwierige Aufgabe an.

Austauschen und informieren 

Reinickendorf – Zu einem Jour Fixe, einem Austausch- und Informationstreffen, laden der Verein Selbstbestimmtes Wohnen im Alter (SWA e.V.) und die Kontaktstellen PflegeEngagement (KPE) am Mittwoch, 17. Januar, ein. Es werden Themen rund um ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz erörtert. Angehörige, Rechtsbetreuer, Interessierte und ehrenamtlich Engagierte sind eingeladen, an dieser kostenfreien Veranstaltung teilzunehmen. Sie dauert von 15 bis 17 Uhr und findet im Betreuungsverein des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD) Reinickendorf, Alt-Reinickendorf 7, statt. Besprochen werden dann unter anderem die Unterschiede zwischen einer Wohngemeinschaft, Betreutem Wohnen und Pflegeheimen, die Kosten und Finanzierung des Lebens in einer Wohngemeinschaft, der Alltag in einer Wohngemeinschaft und die Rolle der Angehörigen in einer Wohngemeinschaft. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.swa-berlin.de oder Tel. (030) 61 09 37 71.

Vortragsreihe 

Hermsdorf – Das Dominikus-Krankenhaus startet im Januar mit einer Veranstaltungsreihe zu medizinischen Themen. Ärzte, Pfleger und Therapeuten informieren über Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten. Anschließend können die Zuhörer mit den Referenten ins Gespräch kommen. Die kostenfreien Veranstaltungen finden im Dominikus-Saal, Kurhausstraße 30, statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Am Montag, 15. Januar, spricht Chefarzt Dr. Christian Nitzsche ab 17 Uhr zum Thema „Brauchen wir noch das Röntgen?“

Knie-Spezialist in China 

Hermsdorf – Dr. med. Dirk Flachsmeyer, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie des Dominikus-Krankenhauses besuchte im November für drei Tage China, um dort beim zweitgrößten Ortho-Unfall-Kongress der Welt in Zhuhai einen Vortrag über Knieendoprothetik zu halten. Deutschland war in diesem Jahr Gastland des Kongresses. Der Besuch in China ist allerdings keine Seltenheit für Dr. Flachsmeyer, denn er reist bereits seit Jahren regelmäßig dorthin, um Ärzte auf dem Gebiet der Endoprothetik anzuleiten und fortzubilden. Besuch aus Saudi-Arabien hingegen erhielt der Chefarzt am 8. November. Dr. Flachsmeyer empfing zwei Ärzte, die ihm bei zwei Operationen assistierten. Das Gesundheitssystem in Saudi-Arabien verfügt über modernste Technologien und Spezialisten. Austauschprogramme oder solche Hospitationen sind dort Teil der Ausbildung, dienen aber auch zum Erfahrungsaustausch.

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