Rückgabe erst im Herbst 2018?

Soll im Juni wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden: die Halle des OSZ an der Cyclopstraße. Soll im Juni wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden: die Halle des OSZ an der Cyclopstraße. Foto: bek

Bezirk – Die Flüchtlinge sind längst raus, aber nicht in allen Sporthallen in Berlin kann seitdem wieder Sport getrieben werden. Gerade einmal die Hälfte der in der Hochzeit der Flüchtlingskrise 63 belegten Hallen ist nach Angaben des Landessportbundes (LSB) wieder in Betrieb, 32 sind es derzeit. Weitere elf sollen im ersten Quartal 2018 nach einer umfassenden Sanierung wieder für den Sport zur Verfügung stehen. In Reinickendorf dienten sieben Hallen als Unterkunft für Geflüchtete, drei davon sind inzwischen wieder im „Normalbetrieb“.
Diese Hallen stehen unter bezirklicher Verantwortung. Als erste wurde im Frühjahr 2017 die Halle an der Mark-Twain-Grundschule an der Auguste-Viktoria-Allee zurückgegeben, im Herbst folgten das Thomas-Mann-Gymnasium an der Königshorster Straße und die Heiligensee-Grundschule im Erpelgrund. Die vier Sporthallen an den Oberstufenzentren in der Kühleweinstraße und der Cyclopstraße allerdings befinden sich im Eigentum der Senatsbildungsverwaltung, werden durch das Berliner Immobilien Management (BIM) saniert. Und diese Arbeiten ziehen sich hin.

Darüber ärgert sich der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen: „Die Solidarität der Schulen und der Sportvereine war bei der Unterbringung von Flüchtlingen beispiellos. Umso unverständlicher ist es, dass der Senat bei den vier Hallen deutlich über ein Jahr benötigen wird, um die Sporthallen dem Sport wieder zur Verfügung zu stellen“, ärgert sich der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen (CDU). Zeelen weiter: „Der Bezirk hat doch gezeigt, dass man die Hallen schnell wieder sanieren kann. Ich erwarte vom Berliner Senat, dass er mit aller Kraft die Hallen jetzt zügig freigibt. Schulsport und Sportvereine haben in Reinickendorf lange genug gelitten.“

„Die beiden Sporthallen in der Cyclopstraße (OSZ Emil-Fischer und Ernst-Litfaß-Schule) sollen im Juni 2018, die Hallen in der Kühleweinstraße (Georg-Schlesinger-Schule) im September 2018 fertig gestellt sein“, sagt der Stadtrat für Jugend, Familie, Jugend und Sport, Tobias Dollase. Der Grund für die Verzögerung: „An beiden Standorten wird eine umfassende Sanierung durchgeführt, also werden nicht nur die Schäden beseitigt, die durch die Flüchtlingsunterbringung entstanden sind.“

Der Fertigstellungstermin sei kürzlich von April 2018 nach hinten verschoben worden, da die Sanierungsarbeiten kostenaufwendiger seien als zunächst erwartet. Dollase: „Zudem fehlt es oft an geeigneten Firmen, etwa im Sanitärbereich oder zur Ausführung der Spezialgewerke. Hierfür gibt es nicht genügend Anbieter.“ Insgesamt seien in Berlin acht Oberstufenzentrum noch nicht wieder freigegeben – neben denen in Reinickendorf je zwei in Lichtenberg und Mitte und je eines in Friedrichshain-Kreuzberg und in Charlottenburg-Wilmersdorf.
Laut Dollase hat der Bezirk keine wirklichen Einflussmöglichkeiten. „Aber wir werden uns bei den Senatsverwaltungen für Inneres und Sport und für Bildung, Jugend und Familie weiterhin dafür einsetzen, dass die Sanierungsarbeiten zügiger voran schreiten.“ bek

Letzte Änderung am Montag, 15 Januar 2018 13:00

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Meldungen kurz & knapp

Sport | Vereine | Gesundheit

15- bis 25-Jährige für ein Tanzprojekt gesucht 

Märkisches Viertel – Die Faster-Than-Light-Dance-Company (FTL) bringt eine neue Tanzproduktion auf die Bühne. Für das Projekt „Frühlings Erwachen“ beginnen am 10. Februar die Proben. Mitmachen kann jeder, der Spaß an der Bewegung hat – ohne Aufnahmeprüfungen, Auditions oder Castings. Volker Eisenach, Choreograph und künstlerischer Leiter. „Die Choreographien sind für jeden erlernbar – egal ob Junge oder Mädchen, dick oder dünn, tanzerfahren oder Tanzneuling!“ Tänzer zwischen 15 und 25 Jahren sollten sich das nicht entgehen lassen. „Frühlings Erwachen“ wird am 23. und 24. März auf der Bühne des Fontane-Hauses zu sehen sein. Anmeldung und Infos unter Tel. (030) 50 91 44 48 oder per Mail an info@ftl-online.com

Niederlage zum Auftakt 

Hermsdorf – Der Start ins neue Jahr ging für die Basketballer des VfB Hermsdorf daneben. Im ersten Spiel 2017 unterlagen die Schützlinge von Trainer Christian Bathelt der BG 2000 mit 57:67 und belegen mit nur zwei Siegen aus 13 Partien weiter den vorletzten Platz in der Tabelle der 2. Regionalliga Ost. Die Hermsdorfer verschliefen das erste Viertel, lagen nach zehn Minuten 8:16 zurück. Zur Halbzeit (32:36) und auch nach dem dritten Viertel (48:52) waren sie bis auf vier Punkte dran, aber der Tabellendritte hatte das bessere Ende für sich. Beste Werfer für den VfB waren Justus Ramme (15), Jan-Eric Thie (11) und Felix Carels (10). Am kommenden Sonnabend steht für den VfB beim Tabellenvierten USV Halle die nächste schwierige Aufgabe an.

Austauschen und informieren 

Reinickendorf – Zu einem Jour Fixe, einem Austausch- und Informationstreffen, laden der Verein Selbstbestimmtes Wohnen im Alter (SWA e.V.) und die Kontaktstellen PflegeEngagement (KPE) am Mittwoch, 17. Januar, ein. Es werden Themen rund um ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz erörtert. Angehörige, Rechtsbetreuer, Interessierte und ehrenamtlich Engagierte sind eingeladen, an dieser kostenfreien Veranstaltung teilzunehmen. Sie dauert von 15 bis 17 Uhr und findet im Betreuungsverein des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD) Reinickendorf, Alt-Reinickendorf 7, statt. Besprochen werden dann unter anderem die Unterschiede zwischen einer Wohngemeinschaft, Betreutem Wohnen und Pflegeheimen, die Kosten und Finanzierung des Lebens in einer Wohngemeinschaft, der Alltag in einer Wohngemeinschaft und die Rolle der Angehörigen in einer Wohngemeinschaft. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.swa-berlin.de oder Tel. (030) 61 09 37 71.

Vortragsreihe 

Hermsdorf – Das Dominikus-Krankenhaus startet im Januar mit einer Veranstaltungsreihe zu medizinischen Themen. Ärzte, Pfleger und Therapeuten informieren über Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten. Anschließend können die Zuhörer mit den Referenten ins Gespräch kommen. Die kostenfreien Veranstaltungen finden im Dominikus-Saal, Kurhausstraße 30, statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Am Montag, 15. Januar, spricht Chefarzt Dr. Christian Nitzsche ab 17 Uhr zum Thema „Brauchen wir noch das Röntgen?“

Knie-Spezialist in China 

Hermsdorf – Dr. med. Dirk Flachsmeyer, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie des Dominikus-Krankenhauses besuchte im November für drei Tage China, um dort beim zweitgrößten Ortho-Unfall-Kongress der Welt in Zhuhai einen Vortrag über Knieendoprothetik zu halten. Deutschland war in diesem Jahr Gastland des Kongresses. Der Besuch in China ist allerdings keine Seltenheit für Dr. Flachsmeyer, denn er reist bereits seit Jahren regelmäßig dorthin, um Ärzte auf dem Gebiet der Endoprothetik anzuleiten und fortzubilden. Besuch aus Saudi-Arabien hingegen erhielt der Chefarzt am 8. November. Dr. Flachsmeyer empfing zwei Ärzte, die ihm bei zwei Operationen assistierten. Das Gesundheitssystem in Saudi-Arabien verfügt über modernste Technologien und Spezialisten. Austauschprogramme oder solche Hospitationen sind dort Teil der Ausbildung, dienen aber auch zum Erfahrungsaustausch.

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