Senat hat entschieden

Derzeit sind in diesem und weiteren Gebäuden auf dem Gelände rund 820 Flüchtlinge untergebracht. Derzeit sind in diesem und weiteren Gebäuden auf dem Gelände rund 820 Flüchtlinge untergebracht. Foto: fle

Wittenau – „Noch immer müssen geflüchtete Menschen berlinweit in Notunterkünften leben. Durch das neue Tempohome können sie bald besser untergebracht werden“, erklärt der Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Gesundheit, Integration und Soziales Uwe Brockhausen und freut sich über die geplante Unterkunft für geflüchtete und asylsuchende Menschen auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik.

Im Frühjahr 2016 hat der Senat über die Standorte zukünftiger Unterkünfte für geflüchtete und asylsuchende Menschen in Berlin entschieden. Unter anderem ist auch das Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik für eine Erweiterung vorgesehen.

Das Haus 6, in welchem im August noch 89 Flüchtlinge untergebracht waren, soll aufgrund der schlechten Bausubstanz freigezogen werden (die RAZ berichtete). Deshalb sollen alle Bewohner demnächst aus dem Gebäude ausziehen. Sie werden dann in das neue Tempohome ziehen.

Ab Mitte Dezember werden die Baumaßnahmen auf der Fläche der im Jahr 2015 abgebrannten Turnhalle hinter den ehemaligen Krankenhausgebäuden beginnen. Bis Ende des Jahres sollen laut Aussage der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) die vorbereitenden Baumaßnahmen abgeschlossen sein, sodass zu Beginn des neuen Jahres die ersten Container für das so genannte Tempohome aufgestellt werden können. Bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind, ein Betreiber gefunden ist und die Unterkunft als solche genutzt werden kann, werden jedoch noch einige Monate vergehen.

Geplant ist, dass die Container an diesem Standort Unterkunftskapazitäten für 250 Personen bieten und bis zu drei Jahren als Unterkunft genutzt werden. Das Bezirksamt wird über die weitere Entwicklung und den künftigen Betreiber der Unterkunft informieren, sobald verlässliche Informationen diesbezüglich vorliegen.

Die Fertigstellung des Tempohomes als Gemeinschaftsunterkunft ist für März 2018 vorgesehen. Es hat eine Nutzungsdauer von drei Jahren und soll eine maximale Kapazität für 256 Personen gewährleisten. Insgesamt sollen auf dem Gelände jedoch zwischen 300 und 500 Geflüchtete untergebracht werden.

Diese Entwicklung wird jedoch nicht überall positiv aufgenommen. Zu viele Flüchtlinge an einem Ort würden Probleme mit sich bringen – und mache eine Integration der Menschen schwierig. „Eine Anwohnerbeteiligung sieht der Senat bislang nicht vor“, erklärt der Wittenauer Bezirksverordnete Björn Wohlert. „Die CDU-Wittenau bittet daher alle Anwohner und Wittenauer Bürger, per Email an wittenau@cdu-reinickendorf. de oder telefonisch unter (030) 555 71 074 ihre Meinung zu den bisher bekannten Plänen und konkrete Ideen für die Zukunft der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik vorzubringen.“ fle

Letzte Änderung am Dienstag, 05 Dezember 2017 16:54
Mehr in dieser Kategorie: « Kreatives Startup || Advent in Tegel »

RAZ App Kombi Banner 300x136 A RAZ App Kombi Banner 300x136 iphone RAZ App Kombi Banner 300x136 B

Meldungen kurz & knapp

Politik | Wirtschaft | Recht

Infos zur Hennigsdorfer

Heiligensee – Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt möchte mit den Anwohnern über die Straßenbaumaßnahme Hennigsdorfer Straße am Montag, 19. Februar, 17 Uhr, im BVV-Saal, Eichborndamm 215, ins Gespräch kommen. Voraussichtlicher Baubeginn: Frühjahr 2018.

Gegen Verkehrschaos

Bezirk – Die A111 soll 2021 grundsaniert werden. Die U6 in dem selben Jahr. Ebenso die S25. Drei wichtige Verkehrs­träger werden somit 2021 gleichzeitig lahmgelegt. Dagegen hat die CDU-Fraktion ein Paket mit Anträgen in die BVV eingebracht, das alternative Verkehrsrouten durch und um Reinickendorf benennt.

Pro und Contra

Reinickendorf – Der soziale Flügel der CDU, die Christliche Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), diskutiert im Rahmen ihres Stammtisches über die Vor- und Nachteile der Bürgerversicherung und deren Folgen. Die CDA vertritt die Arbeitnehmer zu sozialen und gesundheitspolitischen Themen innerhalb und außerhalb der CDU. Am Freitag, 26. Januar, können Interessierte an der CDA-Gesprächsrunde zur Bürgerversicherung teilnehmen. Der CDA-Stammtisch findet in dem Altberliner Restaurant „Latichte“, Alt-Reinickendorf 29A, um 18 Uhr statt. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Aktiv gegen rechts

Bezirk Bildungsprojekte und Initiativen in Reinickendorf können im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ Anträge auf Förderung stellen. Gefördert werden Projekte und Workshops, die der positiven Entwicklung der Willkommenskultur dienen. Weitere Infos erteilt die Albatros gGmbH, Auguste-Viktoria-Allee 17, R.Palm@albatrosggmbh.de

VMehr berlinpass-Anspruchsberechtigte

Bezirk – Bezirk – Seit Februar können auch Empfänger von Wohngeld sowie Bürger, die eine DDR-Opferrente erhalten, den berlinpass beantragen. Neben dem Sozialticket können sie zahlreiche Vergünstigungen nutzen. Die Ausgabestelle für den Berlinpass befindet sich im Bürgeramt, Teichstraße 65, Haus 1.

SPD-Klausurtagung

Bezirk – Bezirk – Die SPD-Fraktion in der BVV-Reinickendorf hat ein Arbeitsprogramm für 2018 erarbeitet. Themenkomplexe sind u.a. Verkehrspolitik, Jugendpolitik, Stadtentwicklung (vor allem in Reinickendorf-Ost und im MV) und die Sozialstruktur für die Siedlungen in den Rollbergen, im Märkischen Viertel und in Tegel-Süd.

Skyscraperbanner