Munitionsfund im Tegeler Forst

Lutz Essers kam dieser Gegenstand nicht gefährlich vor. Dass er eine Brandbombe in den Händen hielt, erfuhr er erst später. Lutz Essers kam dieser Gegenstand nicht gefährlich vor. Dass er eine Brandbombe in den Händen hielt, erfuhr er erst später. Foto: privat

Tegel – Beim Spaziergang lag sie plötzlich da – nur etwa einen Meter vom Waldweg entfernt. Der Reinickendorfer Lutz Essers fand die britische Stabbrandbombe aus dem 2. Weltkrieg auf Laubblättern unweit des Schwarzen Weges in der Nähe des Freizeitparks Malche.

„Sie erweckte zunächst nicht den Eindruck eines sehr alten Gegenstandes“, sagt er. Der Reinickendorfer beschreibt, dass die Brandbombe allerdings so im Wald lag, als ob sie jemand bereits in den Händen gehalten und wieder abgelegt hatte. „So kam mir dieser Gegenstand nicht gefährlich vor und ich fasste ihn sogar an“, sagt Essers. Doch weil ihm die Bauform verdächtig vorkam, machte er Fotos und recherchierte aus Neugier im Internet – und er erfuhr auf diese Weise, um was es sich tatsächlich handelte. „Nach Rücksprache mit der Polizei wurde das Areal noch in der Nacht gesichert und die Gefahr beseitigt“, fügt er hinzu.

Doch was ist, wenn man im Fuchsbezirk auf Munition oder eine Bombe stößt? Schließlich kann schon allein das Berühren von Munition eine tödliche Sprengladung aktivieren. Doch das ist vielen Spaziergängern oder Joggern gar nicht bewusst – geschweige denn, dass überhaupt noch solche Gefahren existieren.

Matthias Tang, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, erklärt, welche Schritte zu tun sind: „Werden zufällig oder bei der Durchführung von Erdarbeiten Kampfmittel oder verdächtige Gegenstände gefunden oder freigelegt, ist unverzüglich die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen. Diese und weitere Hinweise können auch im ‚Merkblatt zur Ermittlung und Bergung von Kampfmittel im Land Berlin‘ entnommen werden. Allerdings seien solche Munitionsfunde eher seltener Natur: „Bei den durchgeführten Maßnahmen der Gefahrenerforschung im Reinickendorfer Forst wurden nur vereinzelt Kampfmittel geborgen und beräumt“, sagt Tang. „Die auf der Grundlage dieser beräumten Kampfmittel getroffenen Gefährdungseinschätzung sieht keine Einschränkungen für die Nutzung des Waldes als Erholungsgebiet vor“, fügt er abschließend hinzu. fle

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Juni 2017 09:57

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Meldungen kurz & knapp

Politik | Wirtschaft | Recht

Tages-Tour durchs politische Berlin

Reinickendorf/Bezirk – Den Bundestag von innen sehen, im Plenarsaal interessanten Vorträgen zuhören, Berlin von der Reichstags-Kuppel aus betrachten – das alles macht der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel für die Reinickendorfer möglich. Am 7. September wird Politik hautnah bei einem Vortrag im Reichstag und einem Besuch des Bundeskanzleramtes und des Bundesrates erlebt. Anmeldung unter Tel. (030) 227 72 500 oder per E-Mail an frank.steffel@bundestag. de bis spätestens 12. August. Die Plätze sind begrenzt.

CDU-Vertreter vor Ort

Reinickendorf – Der Bezirksverordnete Harald Muschner und das Team der CDU Reinickendorf-West stehen am 19. August von 10 bis 13 Uhr den Themen und Fragen von Bürgern Rede und Antwort. Die Aktion findet vor dem Einkaufszentrum „Der Clou“ direkt am Kurt-Schumacher-Platz statt.

SPD: Sorge um Zukunft des Projektmittelfonds Schule

Reinickendorf – Der Projektmittelfonds Schule wird für die nächsten zwei Jahre aufgelöst und die Mittel an den allgemeinen Schuletat zurückgeführt. Dabei würden die 20.000 Euro gute Verwendung finden, zum Beispiel für die Finanzierung von Instrumenten für Schulbands oder Projekttage. Doch für die Vergabe des Fonds, der vor fünf Jahren von der Bezirksverordnetenversammlung eingeführt wurde, hat die Ausschreibung diesmal sehr spät begonnen: „Laut Stadtrat Dollase habe es in diesem Jahr nur sehr wenige Bewerber für Gelder des Projektmittelfonds gegeben“, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion, die aufgrund des veränderten Zeitplans über die geringe Beteiligung nicht überrascht ist. Der Fraktionsvorsitzende Marco Käber befürchtet nun, dass das Geld im allgemeinen Schuletat „verkleckern“ wird.

Julius-Leber-Kaserne von innen

Reinickendorf/Wedding – Der Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen und Brigadegeneral Andreas Henne laden interessierte Reinickendorfer am Nachmittag des 18. September zu einer Besichtigung der Julius-Leber-Kaserne am Kurt-Schumacher-Damm und einem anschließenden Gespräch ein. Die Besucher erfahren bei diesem Termin, wie der Alltag in einer Kaserne aussieht und wo die Arbeitsschwerpunkte insbesondere in der Julius-Leber- Kaserne, der größten Kaserne Berlins, liegen. Schließlich gehört die Bundeswehr zu den wichtigsten Arbeitgebern Deutschlands, und ihre Aufgaben reichen von der Katastrophenhilfe über Auslandseinsätze bis zur Förderung von Spitzensportlern. Interessierte können sich mit Namen, Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum unter kontakt@tim-zeelen.de oder telefonisch unter (030) 2325 2838 bis zum 4. September anmelden. Die Plätze sind begrenzt. Weitere Informationen gibt es nach der Anmeldung.

Bürgersprechstunden Bettina König

Reinickendorf – Für Reinickendorfer, die gerne mit SPD-Politikern reden, bietet die Abgeordnete Bettina König wieder drei Termine in ihrem Wahlkreisbüro, Amendestraße 104, an. Am 14. August wird sie von 17 bis 18 Uhr zusammen mit Angela Budweg, Fachsprecherin der SPD-Fraktion Reinickendorf für Stadtplanung, -entwicklung, Denkmalschutz und Umwelt, vor Ort sein. Am 28. August ist der Schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Reinickendorf, Stefan Valentin, von 17 bis 18 Uhr in Bettina Königs Bürgersprechstunde zu Gast. Außerdem wird am 30. August Oxana Rimmer bei einer Mieterberatung von 16.30 bis 17.30 Uhr im Wahlkreisbüro vorbeikommen.

Kanarienvogel in Tegel zugeflogen

Tegel – Verwaltungsberufe sind langweilig? Das ist ein Vorurteil, das sich festgesetzt hat. Dass das nicht der Fall ist, beweist ein Ereignis, über das die RAZ von einer Mitarbeiterin aus dem Büro der Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt informiert wurde. Das Büro bekam nämlich unerwarteten Besuch: Am 1. August saß gegen 10 Uhr ein Kanarienvogel auf dem Fensterbrett, 8. Stock, Tegel-Center. Neugierig erkundete er seine neue Umgebung, nahm das ihm angebotene Essen und Trinken an. Zum Nachmittag hatten die Mitarbeiter dann einen Käfig organisiert, in dem er sich schnell wohl fühlte. Seitdem bekommt er regelmäßig Ausflug im Büro, außerdem gehört Baden zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Wer seinen Kanarienvogel vermisst, kann sich bei Simone Zimmer unter Tel. (030) 90294-2232 oder an simone.zimmer@reinickendorf. berlin.de melden.

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