Grünes Licht für den Sport

Verständlicher Jubel bei den D-Juioren der Füchse. Sie haben ihre Halle wieder. Verständlicher Jubel bei den D-Juioren der Füchse. Sie haben ihre Halle wieder. Foto: bek

Reinickendorf – Die Jungs können es kaum erwarten, bis es endlich losgeht. Das erste Training nach mehr als anderthalb Jahren in der Sporthalle der Mark-Twain-Grundschule an der Viktoria-Auguste-Allee steht für die D-Jugend-Handballer der Füchse an. Zuvor posieren sie für Fotos, und das hat auch seine Berechtigung: Am späten Nachmittag des 30. Mai wurde die Halle nach dem Freizug von Flüchtlingen und erfolgreicher Sanierung offiziell wieder für den Sport freigegeben – als erste Halle im Bezirk, die als Notunterkunft von Flüchtlingen genutzt wurde.

Einige Bezirkspolitiker haben sich zum symbolischen kleinen Festakt eingefunden. Mit dabei natürlich der Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel, der gleichzeitig Präsident der Füchse Berlin ist. Emine Demirbüken- Wegner schaut vorbei, die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie im Abgeordnetenhaus von Berlin, Sportstadtrat Tobias Dollase, der Sportausschussvorsitzende Detlef Trappe und der Bezirksverordnete Michael Reinke. Alle von der CDU, bis auf Dollase, der als Parteiloser dennoch für die CDU in der BVV sitzt. „Ich freue mich, dass die Halle endlich wieder für den Sport zur Verfügung steht. Es wird Zeit, dass der Sport wieder seinen Raum für Bewegung, Spiel und Sport erhält. Und wir sind froh, dass das hier so schnell über die Bühne gegangen ist“, sagt Dollase, der der Schule für ihren gesellschaftlichen Beitrag bei der Unterbringung geflüchteter Menschen und auch den Vereinen dankte, die solidarisch Hallenzeiten abgegeben haben. Die Handballer der Füchse, der SG VfB Hermsdorf/ TV Waidmannslust und der VfL Tegel haben in der Zeit das Beste aus der misslichen Situation gemacht und sich Trainingszeiten in anderen Hallen aufgeteilt.

Im September 2015 wurde die Halle als eine von vielen in Berlin vom Senat beschlagnahmt, am 30. September 2016 folgte der Freizug. Acht Monate später ist die Sanierung vollendet, die stolze 285.000 Euro gekostet hat, die das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten bereitgestellt hat. „In anderen Hallen wird es noch teurer“, sagt Rolf Riemer, der Co-Trainer von Bob Hanning bei der A-Jugend. In der Halle der Mark-Twain-Schule musste der gesamte Sanitärbereich erneuert werden, ein neuer Hallenboden wurde verlegt, die Kabinen wieder in einen brauchbaren Zustand versetzt. Am Vormittag des 30. Mai wurden noch neue Handball-Tore geliefert und installiert. „300 Flüchtlinge waren hier untergebracht, alles Männer“, weiß Emine Demirbüken-Wegner. „Aber es gab eine große Fluktuation. Die Halle hier war nur Durchgangsstation.“

Frank Steffel sagt: „Die Belegung der Turnhallen mit Flüchtlingen war ein großer Fehler und war wie hier an der Mark-Twain-Grundschule mit großen Entbehrungen für die betroffenen Klassen und Sportvereine verbunden. Ich bin froh, dass sie nun zum Normalbetrieb zurückkehren können und hoffe sehr, dass die Sanierung der verbleibenden Turnhallen in Reinickendorf zügig vonstatten geht.“

Danach sieht es derzeit aber nicht aus. Die Sanierungsarbeiten in den Hallen der Ellef-Ringnes-Grundschule in Heiligensee und des Thomas Mann- Gymnasiums an der Königshorster Straße im Märkischen Viertel haben noch nicht begonnen, die Hallen wurden auch erst in diesem Frühjahr freigezogen. Die Ausschreibungen laufen nun an – und laut Dollase sei es schwer, geeignete Firmen zu finden. „Wir haben für einen Schulneubau im Bezirk 15 Firmen angeschrieben, aber wir haben nur Absagen erhalten“, sagt der Stadtrat. „Auch hier in der Mark- Twain-Schule hatten wir Probleme, eine Firma für die Sanierung der elektrischen Anlagen zu finden. Nur ein Betrieb hat sich dafür interessiert. Offenbar sind die Auftragsbücher voll.“

Auch die Hallen an der Cyclopstraße und der Kühleweinstraße harren ihrer Sanierung. Allerdings liegen diese nicht im Zuständigkeitsbereich des Bezirks. Für die Hallen der Oberstufenzentren ist das Land verantwortlich. bek 

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Juni 2017 09:09

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Meldungen kurz & knapp

Politik | Wirtschaft | Recht

Tages-Tour durchs politische Berlin

Reinickendorf/Bezirk – Den Bundestag von innen sehen, im Plenarsaal interessanten Vorträgen zuhören, Berlin von der Reichstags-Kuppel aus betrachten – das alles macht der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel für die Reinickendorfer möglich. Am 7. September wird Politik hautnah bei einem Vortrag im Reichstag und einem Besuch des Bundeskanzleramtes und des Bundesrates erlebt. Anmeldung unter Tel. (030) 227 72 500 oder per E-Mail an frank.steffel@bundestag. de bis spätestens 12. August. Die Plätze sind begrenzt.

CDU-Vertreter vor Ort

Reinickendorf – Der Bezirksverordnete Harald Muschner und das Team der CDU Reinickendorf-West stehen am 19. August von 10 bis 13 Uhr den Themen und Fragen von Bürgern Rede und Antwort. Die Aktion findet vor dem Einkaufszentrum „Der Clou“ direkt am Kurt-Schumacher-Platz statt.

SPD: Sorge um Zukunft des Projektmittelfonds Schule

Reinickendorf – Der Projektmittelfonds Schule wird für die nächsten zwei Jahre aufgelöst und die Mittel an den allgemeinen Schuletat zurückgeführt. Dabei würden die 20.000 Euro gute Verwendung finden, zum Beispiel für die Finanzierung von Instrumenten für Schulbands oder Projekttage. Doch für die Vergabe des Fonds, der vor fünf Jahren von der Bezirksverordnetenversammlung eingeführt wurde, hat die Ausschreibung diesmal sehr spät begonnen: „Laut Stadtrat Dollase habe es in diesem Jahr nur sehr wenige Bewerber für Gelder des Projektmittelfonds gegeben“, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion, die aufgrund des veränderten Zeitplans über die geringe Beteiligung nicht überrascht ist. Der Fraktionsvorsitzende Marco Käber befürchtet nun, dass das Geld im allgemeinen Schuletat „verkleckern“ wird.

Julius-Leber-Kaserne von innen

Reinickendorf/Wedding – Der Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen und Brigadegeneral Andreas Henne laden interessierte Reinickendorfer am Nachmittag des 18. September zu einer Besichtigung der Julius-Leber-Kaserne am Kurt-Schumacher-Damm und einem anschließenden Gespräch ein. Die Besucher erfahren bei diesem Termin, wie der Alltag in einer Kaserne aussieht und wo die Arbeitsschwerpunkte insbesondere in der Julius-Leber- Kaserne, der größten Kaserne Berlins, liegen. Schließlich gehört die Bundeswehr zu den wichtigsten Arbeitgebern Deutschlands, und ihre Aufgaben reichen von der Katastrophenhilfe über Auslandseinsätze bis zur Förderung von Spitzensportlern. Interessierte können sich mit Namen, Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum unter kontakt@tim-zeelen.de oder telefonisch unter (030) 2325 2838 bis zum 4. September anmelden. Die Plätze sind begrenzt. Weitere Informationen gibt es nach der Anmeldung.

Bürgersprechstunden Bettina König

Reinickendorf – Für Reinickendorfer, die gerne mit SPD-Politikern reden, bietet die Abgeordnete Bettina König wieder drei Termine in ihrem Wahlkreisbüro, Amendestraße 104, an. Am 14. August wird sie von 17 bis 18 Uhr zusammen mit Angela Budweg, Fachsprecherin der SPD-Fraktion Reinickendorf für Stadtplanung, -entwicklung, Denkmalschutz und Umwelt, vor Ort sein. Am 28. August ist der Schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Reinickendorf, Stefan Valentin, von 17 bis 18 Uhr in Bettina Königs Bürgersprechstunde zu Gast. Außerdem wird am 30. August Oxana Rimmer bei einer Mieterberatung von 16.30 bis 17.30 Uhr im Wahlkreisbüro vorbeikommen.

Kanarienvogel in Tegel zugeflogen

Tegel – Verwaltungsberufe sind langweilig? Das ist ein Vorurteil, das sich festgesetzt hat. Dass das nicht der Fall ist, beweist ein Ereignis, über das die RAZ von einer Mitarbeiterin aus dem Büro der Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt informiert wurde. Das Büro bekam nämlich unerwarteten Besuch: Am 1. August saß gegen 10 Uhr ein Kanarienvogel auf dem Fensterbrett, 8. Stock, Tegel-Center. Neugierig erkundete er seine neue Umgebung, nahm das ihm angebotene Essen und Trinken an. Zum Nachmittag hatten die Mitarbeiter dann einen Käfig organisiert, in dem er sich schnell wohl fühlte. Seitdem bekommt er regelmäßig Ausflug im Büro, außerdem gehört Baden zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Wer seinen Kanarienvogel vermisst, kann sich bei Simone Zimmer unter Tel. (030) 90294-2232 oder an simone.zimmer@reinickendorf. berlin.de melden.

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