Wo 1.000 Menschen singen

Das Atrium am Senftenberger Ring Das Atrium am Senftenberger Ring Foto: mfk

Bezirk/Berlin – Was bedeutet „Public Domain“? Der amerikanische Komponist David Lange hat das Internet durchforstet und bezeichnet damit die Dinge, „die wir alle gemeinsam haben, die wir miteinander teilen, die wir alle haben, die wir alle tun”. Der Bogen spannt sich seiner Meinung nach etwa vom Lieblingssandwich über die Liebe zur Musik hin zum freien Willen.
Das Education-Programm der Philharmonie gibt Berliner Sängerinnen und Sängern die Chance dabei zu sein bei diesem Experiment, das am Samstag, 19. Mai, um 15 Uhr abschließt mit dem Auftritt im Großen Saal und dem Foyer der Philharmonie. Das Stück unter der musikalischen Leitung von Simon Halsey und der Inszenierung von Jasmina Hadziahmetovic wird 40 Minuten dauern.

Mitmachen können alle ab 14 Jahren, die Lust haben und Zeit mitbringen für die Proben in Projektchören an einzelnen Standorten in den Bezirken. Es ist nicht wichtig, dass die Menschen Sing­erfahrung haben. Noch bis zum 14. Februar läuft das Auswahlverfahren für Einzelpersonen. Bis zum 9. Januar konnten sich Gruppen, Vereine und bestehende Chöre bewerben.
„Wir sichten gerade die zahlreichen Anfragen von sowohl Einzelpersonen als auch der Gruppen“, berichtet Dennis Große-Plankermann, der Projekt-Manager im Education-Programme. „Alle haben weiterhin die Chance, dabei zu sein, wenn sie rechtzeitig online Kontakt zu uns aufnehmen“.

In den Räumen des „A­trium“ am Senftenberger Ring 97 im Märkischen Viertel wird der Probeort für einen der Projektchöre sein, der für die RAZ-Leserschaft interessant ist. Ab dem 22. Februar wird dort jeweils donnerstags von 19 bis 21 Uhr geprobt. Weitere Probeorte wird es in Gropiusstadt, Moabit, Tiergarten, Hellersdorf, Spandau sowie in der Philharmonie selber geben. Dies sind auch einige der Standorte, wo sich seit 2013 Kinder im Philharmonie-Projekt „Vokalhelden“ regelmäßig zum Singen treffen. Die Philharmonie kommt quasi in den Kiez, genauso wie jetzt mit „Public Domain“.

Die Proben in den Bezirken beginnen in der zweiten Februarhälfte, am 28. März lernen sich alle 1.000 Teilnehmenden als Gruppe kennen und proben zum ersten Mal gemeinsam in der Philharmonie. Ab April folgen szenische Proben – für den Projektchor Märkisches Viertel wird die erste szenische Probe zum Beispiel am 1. Mai von 10 bis 13 Uhr in der Philharmonie sein. „Bei diesem sehr komplexen Projekt können wir leider nur sehr wenige Fehltermine tolerieren“, erklärt Dennis Große-Plankermann.

Vielleicht können sich einige aus der RAZ-Leserschaft an das „Crowd out“-Projekt erinnern, das mit 1.000 Sängerinnen und Sängern im Sommer 2014 den Platz vor dem Kulturforum verzauberte. „Weil ‚Crowd out‘ so erfolgreich war, haben wir für ‚Public Domain‘ ein ähnliches partizipatives Konzept“, erläutert Elisabeth Hilsdorf, Pressesprecherin der Berliner Philharmoniker. Informationen und Kontaktformular: www.public-domain-berlin.de mfk

Letzte Änderung am Dienstag, 16 Januar 2018 13:29

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Meldungen kurz & knapp

Kunst | Kultur | Kreatives

Happy Disharmonists im LabSaal

Lübars – Die RAZ berichtete in der letzten Ausgabe über den fröhlichen und unkonventionellen A-cappella-Popchor aus Hermsdorf. Seit mehr als 30 Jahren präsentieren die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Carsten Gerlitz Pop und Jazz bis hin zu den edelsten Schlagerentstaubungen. Die nächste Vorstellung der Happy Disharmonists findet am Samstag, 24. Februar, um 19 Uhr im Labsaal, Alt-Lübars 8, in Lübars statt. Die Karten kosten zwischen 13 und 5 Euro.

Häkeln, stricken, nähen

Reinickendorf – Das Familien- und Stadtteilzentrum „Haus am See“, Stargardt­straße 9, ist eine Einrichtung des Bezirksamtes und bietet viele Gruppen und Kurse. So findet dienstags von 15 bis 18 Uhr eine offene Strick- und Häkelgruppe im Café statt. Die Nähgruppe für Frauen trifft sich mittwochs von 10 bis 12 Uhr und die Handarbeitsgruppe für Frauen donnerstags von 10 bis 12 Uhr. Wer gern zu einer Gruppe dazu kommen möchte, kann sich telefonisch unter (030) 43 72 28 22 melden.

Die 13 Monate

Märkisches Viertel – Zu einem literarisch-musikalischen Jahresausblick am 13. Januar, 17 Uhr, lädt das Blechbläserensemble Tegel+ in die Apostel-Johannes-Kirche, Dannenwalder Weg 167, ein. „Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt“, so heißt es in Erich Kästners Gedichtzyklus „Die 13 Monate“. Auf heiter-melancholische Art beschreibt er darin den Jahreslauf des Großstädters. Mit den Gedichtlesungen wird romantische und moderne Bläser- und Orgelmusik von Edvard Grieg, Sigfrid Karg-Elert, Dieter Wendel und Michael Schütz korrespondieren. Für dieses Projekt haben sich das Bläserensemble Tegel+ und der Bläserkreis der Apostel-Johannes-Gemeinde zusammengetan. Die Orgel wird gespielt von Heidemarie und Markus Fritz. Die Gedichte wird Heidemarie Fritz rezitieren. Der Eintritt ist frei.

Hausmusik

Tegel – Zur Hausmusik wird am Samstag, 27. Januar, in den Gemeindesaal der Ev. Hoffnungskirche Neu-Tegel, Tile-Brügge-Weg 49-53, eingeladen. Ab 15 Uhr, heißt es „Viva, viva la musica! – Es lebe die Musik!“. Wer ein Instrument spielt oder singt, kann etwas Musikalisches vorbereiten und während dieses Musiziernachmittags vortragen. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um die Freude am Musizieren; deshalb sind Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen willkommen. Zuhörer sind ebenfalls gern gesehen. Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Anmeldung bis zum 17. Januar bei Markus Fritz, telefonisch unter (030) 50 56 56 44, gebeten.

Ausstellung im Schollen-Treff

Wittenau – „Inselland-schaften-Landschaftsinseln_Blütenträume“ lautet das Motto einer Ausstellung, die mit der Vernissage am Sonntag, 14. Januar, 15 Uhr, eröffnet wird. In der Exposition sind Gemälde von Rina Meinhold zu sehen. Die Ausstellung ist bis Sonntag, 11. Februar, jeden Sonntag in der Zeit von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Veranstaltungsort ist der Schollen-Treff-Wittenau in Alt-Wittenau 41b.

Konzert mit Chor in der Dorfkirche

Lübars – Ein „Nach-Weihnachtskonzert“ findet am Sonntag, 14. Januar, um 17 Uhr in der Dorfkirche Lübars, Alt-Lübars 24, statt. Gestaltet wird das Konzert vom sechsstimmigen Männerchor „Avid“, in dem auch ehemalige Sänger des Dresdner Kreuzchores singen. Vorgetragen werden alte und neue Weihnachtslieder, eingerahmt von kleinen Lesungen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

„Kirschendiebin“ in Tegel

Tegel – Am Mittwoch, 31. Januar, um 19.30 Uhr liest Helga Schütz aus ihrem Roman „Die Kirschendiebin“ anlässlich der Reihe „Lesezeichen – Literatur live in Tegel“. Eine leichte Melancholie liegt über dieser Geschichte, die von einem Abschiednehmen in den Zeiten der Teilung erzählt, den Wendungen des Schicksals und der Liebe. Eintritt: 7, ermäßigt 4 Euro. Ort: Humboldt-Bibliothek, Karolinenstraße 19.

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