Gesicht der IGA aus Frohnau

Zur IGA haben es Mathilda und ihre Mutter noch nicht geschafft. Zur IGA haben es Mathilda und ihre Mutter noch nicht geschafft. Foto: star

Frohnau – Das erste Plakat, auf dem Tochter Mathilda kess ihr Zahnlückenlächeln zeigt, habe eine Bekannte in Prenzlauer Berg entdeckt – und die Familie sofort kontaktiert. Das ist schon viele Wochen her. Mittlerweile ist Janika Jarling häufig selbst auf Poster und Banner mit dem Antlitz ihrer Siebenjährigen gestoßen. Natürlich auch in ihrem Heimatbezirk Reinickendorf. Denn Mathilda ist eines der Gesichter der Internationalen Gartenausstellung, wirbt mit ihrem fröhlichen Lachen für die Blütenpracht der „IGA Berlin 2017“. Mittlerweile sei es fast schon ein Stück Normalität geworden, die Plakate in den verschiedensten Ecken und Kiezen Berlins zu sehen, gesteht die Wahl-Frohnauerin und gebürtige Lübarserin ein. Allerdings: Das gigantisch große Banner mit dem Konterfei ihrer Tochter, das zur Eröffnung der IGA an der Landsberger Allee ausgerollt wurde, habe sie in seiner Dimension dann doch noch mal überrascht.

Auf dem Parkettboden im Eigenheim in Frohnau haben Mutter und Tochter die IGA-Flyer, Plakate und Postkarten hervorgezogen, blättern in einer dicken Mappe mit Aufnahmen von Mathilda. „Das ist eine schöne Erinnerung in einigen Jahren“, kommentiert Janika Jarling zufrieden. Mathilda betrachtet das Poster, auf dem sie mit verspiegelter Sonnenbrille gemeinsam mit einem ebenfalls verschmitzt dreinschauenden Jungen abgebildet ist – und zeigt in natura ihr ansteckendes Lächeln, heute allerdings ohne Zahnlücke. Der neue Zahn ist längst nachgewachsen. Denn das Casting für die IGA-Fotos liegt lange zurück, fand bereits im Sommer vorigen Jahres statt. Die Teilnahme habe sich eher zufällig ergeben, sagt Janika Jarling. Eine Freundin habe ihr erzählt, dass die IGA für ihre Werbekampagne ein blondes, frech-fröhliches, aufgeschlossenes Berliner Mädchen suche. „Sie musste dabei sofort an Mathilda denken“, sagt Janika Jarling. Und die hatte spontan Lust auf die Aktion. Ein Anruf bei der zuständigen Agentur – und schon wenig später wurde die Schülerin der Renée-Sintenis-Grundschule zu Probeaufnahmen nach Schöneberg eingeladen. „Mathilda hat in ihrer Natürlichkeit und offenen Art den Laden sofort gerockt“, erinnert sich Janika Jarling. Die Zusage für die eigentliche Fotosession ließ nicht lange auf sich warten. „Uns hat es allen einfach riesigen Spaß gemacht.“ Das sei für sie als Mutter das Entscheidende gewesen. „Ebenso natürlich, für welches Produkt da mit dem Gesicht meiner Tochter geworben wird.“ Die 35-Jährige ist Pädagogin, hat das Wohl ihres Kindes genau im Blick.

Schon einmal hat ihre Tochter „gemodelt“ – für Kinderkleidung in einem Werbeprospekt. Mathildas unverkrampfte Art, ihre langen blonden Haare, ihr aufgewecktes Wesen kämen bei Fotografen wie PR-Leuten gut an. Eine Laufbahn als Fotomodell haben die Jarlings für ihren Nachwuchs dennoch nicht im Sinn. „Sie ist so vielseitig in ihren Talenten, da möchten wir sie nicht einengen“, ist sich das Paar einig. Ihr Wirbelwind halte sie mit seinen zahlreichen Interessen sowieso schon ganz schön in Atem, sagt Janika Jarling mit einem Lachen. „Ich turne beim TSV Wittenau, lerne Klavierspielen und jetzt habe ich angefangen, Ballettunterricht im Friedrichstadtpalast zu nehmen“, zählt Mathilda prompt auf. Dem dreijährigen Bruder fehlt es ebenfalls nicht an Energie. „Er hat gerade das Fußballspielen für sich entdeckt“, sagt Janika Jarling. „Wer weiß, welche Hobbies noch dazu kommen.“ Sie zuckt mit den Schultern, nimmt es gelassen, auch wenn die Aktivitäten ihrer Kinder der Familie einiges Organisationsgeschick abverlangten. „Zum Glück nehmen sich die Großeltern viel Zeit für die Enkel.“ Und sie habe stets ein kritisches Auge darauf, dass in der Freizeit der Kinder der Spaß im Vordergrund stehe und die Aktivitäten nicht in Stress ausarten. star

Letzte Änderung am Freitag, 26 Mai 2017 10:09

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Meldungen kurz & knapp

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Gartenseminar 2017: Pflanzenschutz im Mittelpunkt

Reinickendorf – Im Rahmen der Gartenseminare 2017 des Bezirksverbandes der Kleingärtner Reinickendorf e.V. findet am 17. Juni um 15 Uhr im Dauerkleingartenverein an der Nordbahn eine Gartenbegehung statt. Bei dieser steht der Pflanzenschutz im Mittelpunkt. Die Begehung ist kostenlos. Gerne können Pflanzen zur Beratung mitgebracht werden. Treffpunkt ist die Kreuzung Lengender Straße/Interessentenweg.

Kleingartenvereine laden zum gemeinsamen Flohmarkt

Reinickendorf/Tegel – Die Kleingartenvereine Gartenfreunde und Am Waldessaum laden am 25. Juni von 9 bis 15 Uhr zum gemeinsamen Flohmarkt, der in der Seidelstraße 12 und 20 stattfinden wird. Für einen Stand kann man sich unter Tel. 0178-8725 999 oder unter 0172 - 3246 987 anmelden.

Aus für Reitstall in Tegel seit Ende Mai

Tegel – Er hat eine lange Tradition, und viele Reinickendorfer, die heute bereits erwachsen sind, können sich sicherlich noch an ihre ersten Reitstunden erinnern, die sie dort ertlebt haben. All das gehört nun der Vergangenheit an: Der Tegeler Reitstall an der Adelheidallee neben dem Schloß Tegel ist bis auf weiteres geschlossen. „Ich kündige heute den Pachtvertrag für die Reithalle, das Stattgebäude und die beiden vorgelagerten Grundstücke in Tegel am Schloß zum Monatsende“, heißt es in einer Nachricht auf Facebook von Reitstall-Inhaber Andreas Frädrich. Trotz verschiedenster Versuche war Frädrich für Nachfragen nicht erreichbar, um weitere Hintergründe in Erfahrung zu beingen.