Die Schule retten

Montessori-Geschäftsleiterin Christiane Ostrin Montessori-Geschäftsleiterin Christiane Ostrin Foto: bek

Die große Schulbau-Offensive ist das eine, das Schicksal der Montessori-Schule Heiligensee ein anderes wichtiges Thema. Wie berichtet, muss die Schule in freier Trägerschaft nach Ablauf dieses Schuljahres das vom Bezirk vorübergehend überlassene Gebäude am Stolp­münder Weg verlassen, da die Albrecht Haushofer-Schule, eine integrierte Sekundarschule (ISS), dort mit 212 Schülern zum Schuljahr 2018/19 einziehen wird. Der früher anvisierte Umzug der Montessori-Schule auf das Gelände des ehemaligen Collège Voltaire hatte sich zerschlagen. Betroffen sind davon derzeit 180 Schüler, 25 Kita-Kinder und 50 Mitarbeiter und Lehrer der Montessori-Schule. Über den aktuellen Stand der Dinge sprach die RAZ mit der Geschäftsleiterin Christiane Ostrin.

Am 23. Januar gab es ein weiteres Gespräch mit dem Bezirksamt. Was ist dabei herausgekommen?
Christiane Ostrin: Nichts Neues. Uns wurde lediglich nochmals bestätigt, dass wir zum Sommer das Gelände verlassen müssen. Die Elternvertretung hatte am 10. Januar noch zu einer großen Demonstration vor dem Rathaus aufgerufen, aber das hat an der Entscheidung nichts mehr ändern können.

Was passiert nun, haben Sie denn Optionen?
Wir suchen weiter händeringend nach Alternativen. Zur Zeit prüfen wir an zwei Standorten die Option, Container aufzustellen. Das wäre aber auch nur eine Übergangslösung.

Es hieß, dass es eventuell eine Möglichkeit auf dem ehemaligen Tetrapak-Gelände geben könnte. Was ist daraus geworden?
Der CDU-Abgeordnete Stephan Schmidt hatte angekündigt, sich darum kümmern zu wollen, aber bisher gab es keine Rückmeldung. Aber wir haben noch eine andere Möglichkeit ins Auge gefasst, eine Immobilie in Heiligensee, die wir gerne kaufen würden. Da könnten wir zum 1. August rein, allerdings wäre das von der Finanzierung her ein heftiger Kraftakt. Da bräuchten wir Investoren und Sponsoren, um das stemmen zu können. Hier könnten wir den Schulbetrieb inklusive Kita retten, aber wir müssen es selbst finanzieren. Wir bekommen eben, anders als die staatlichen Schulen, kein Gebäude gestellt, wir müssten es kaufen oder mieten. Aber wir verlangen keine horrenden Schulgelder, 38 Prozent unserer Schüler zahlen reduziertes Schulgeld. Bei uns sind Kinder von Eltern aller Einkommensstufen willkommen und darüber hinaus ist uns Inklusion total wichtig. Viele, die im staatlichen System gescheitert sind, haben es bei uns gepackt.

Alle Reinickendorfer Parteien in der BVV haben für den Verbleib der Montessori-Schule im Bezirk Position bezogen. War das echte Unterstützung oder eher ein Lippenbekenntnis?
Letzteres trifft es in manchen Fällen ganz gut. Aber ich muss auch sagen: Die Grünen standen uns immer besonders bei. Mir ist wichtig, unsere Schule zu retten. Das müssen wir auf die Reihe bekommen.

Interview Bernd Karkossa

Letzte Änderung am Dienstag, 06 Februar 2018 15:06
Mehr in dieser Kategorie: « Neue Schulen für die Stadt ||

RAZ App Kombi Banner 300x136 A RAZ App Kombi Banner 300x136 iphone RAZ App Kombi Banner 300x136 B

Meldungen kurz & knapp

Familie | Bildung | Beruf

Gabriele-von-Bülow-Gymnasium lädt ein

Tegel – Am 6. Januar findet im Gabriele-von-Bülow-Gymnasium, Tile-Brügge-Weg 63, ein Tag der offenen Tür statt. Das Gymnasium hat ab Klasse 7 einen bilingualen Zweig (Deutsch-Englisch). Als 2. Fremdsprache wird Französisch oder Latein, als 3. Fremdsprache Polnisch angeboten. Die Schule ist ab 9.30 Uhr geöffnet, das Programm findet von 10 bis 13 Uhr statt, mit zwei Informationsveranstaltungen um 10 Uhr und um 11.30 Uhr.

Weihnachtsmusical: Wir folgen dem Stern

Reinickendorf – Am Donnerstag, 21. Dezember, und am Heiligabend wird das Weihnachtsmusical von Peter Menger aufgeführt, welches mit rund 30 Kindern und 10 Erwachsenen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern einstudiert wurde. Das Mini-Weihnachtsmusical zeigt die Reise der drei weisen Sternendeuter, ihren Weg durch die Wüste, ihre Begegnung mit König Herodes und ihre Ankunft im Stall zu Bethlehem. Die Vorstellungen finden in der Begegnungskirche, Gotthardstraße 35, am 21. Dezember um 17 Uhr und am Heiligabend um 16 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gern angenommen.

Konzert in der Herz-Jesu-Kirche

Tegel – Mit einem festlichen Konzert feiert die katholische Pfarrgemeinde Herz Jesu Tegel am Brunowplatz am Sonntag, 7. Januar, ab 17 Uhr das Ende der Weihnachtszeit. Auf dem Programm stehen Werke für Chor, Solisten, Orgel und Orchester, darunter Auszüge aus dem Oratorium „Die heiligen drei Könige“ von Heinrich Fidelis Müller, sowie Werke aus der melodienreichen Tradition der englischen Kathedralmusiken. Unterstützung erhalten Solisten und Chor von Musikern des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Ulrich Wünschel. Der Eintritt ist frei.

Skyscraperbanner