Verkehrschaos vor Schule

Ein Nadelöhr vor der Renée-Sintenis-Schule: Für die Autos wird es eng im Laurinsteig im Ortsteil Frohnau. Ein Nadelöhr vor der Renée-Sintenis-Schule: Für die Autos wird es eng im Laurinsteig im Ortsteil Frohnau. Foto: bek

Frohnau – Morgens ist es mit der Ruhe im Laurinsteig vorbei. Kurz bevor der Unterricht beginnt, herrscht vor der Renée-Sintenis-Grundschule an Wochentagen dichter Autoverkehr fast wie auf der B96. Eltern bringen ihre Kinder direkt vor den Schuleingang, die Autos kommen aus beiden Richtungen in der engen Straße, in der Parken auf beiden Seiten erlaubt und die deshalb nur einspurig befahrbar ist. Andere Schüler kommen zu Fuß oder mit dem Rad.

Als „hochgradig gefährlich und katastrophal“ bezeichnen Dr. Hans-Christian und Corinna Bauknecht, die um die Ecke im Maximiliankorso wohnen und deren Kind die Schule besucht, die Zustände. „Pkw halten und lassen zum Teil den Motor laufen, Kinder und Radfahrer überqueren die Straße, manche Autofahrer fahren rückwärts, weil Gegenverkehr kommt“, erklärt das Ehepaar. Und nur wenige Meter weiter entstünde weiteres Chaos, weil Münchener Straße und Gralsritterweg gleichberechtigt kreuzen. Die Bauknechts beklagen darüber hinaus das rücksichtslose Verhalten mancher Autofahrer, die sich nicht an das Tempolimit von 30 km/h hielten. „Und bei einem Notfall hätten Rettungskräfte kaum eine Chance, zeitnah das Gelände der Schule zu erreichen.“

Das Problem ist an der Schule altbekannt. „Es gibt eine Verkehrs-AG, und mit der Gesamtelternschaft machen wir immer wieder Aktionen, besonders zu Beginn eines neuen Schuljahres“, sagt der stellvertretende Schulleiter Rüdiger Nobis. „Zu Fuß zur Schule“ – so lautet ein Motto. Wenn Kinder einen längeren Schulweg haben, sei es ja auch verständlich, wenn sie gebracht werden. Aber es sei auch auffällig, dass bei schlechtem Wetter der Verkehr vor der Schule deutlich zunehme. „Es gibt ja zwei Abfahrtswege, wenn die Eltern ihre Kinder da absetzten, dann müssten sie nur 100 Meter Fußweg bis zur Schule in Kauf nehmen“, so Nobis.

Das meint auch Corinna Bauknecht: „Es wäre durchaus zumutbar, die Kinder in der Hainbuchenstraße oder dem Maximiliankorso abzusetzen. Die Hainbuchenstraße wird von vielen Kindern, aus dem Laurinsteig kommend, überquert. Hier wären ein Zebrastreifen oder Schülerlotsen wünschenswert, da manche Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit an dieser unübersichtlichen Stelle rücksichtslos vorbeifahren.“ Bauknechts weiterer Vorschlag: „Es müsste möglich sein, den Abschnitt zwischen Münchener Straße und Gralsritterweg von 7.45 bis 8.15 Uhr zu sperren oder zumindest den Abschnitt vor der Schule zur Verkehrsberuhigung zur Einbahn- und/oder Spielstraße zu erklären.“

Das hält die ehemalige Schul- und jetzige Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt für keine gute Idee: „Die Straße ganz zu sperren, ist nicht praktikabel. Und eine Einbahnstraße verführt eher zu noch schnellerem Fahren. Aber es ist eine komplizierte Situation.“ Sie appelliert an die Vernunft der Eltern: „Eine gute Möglichkeit wäre doch, die Kinder an der Einmündung zum Laurinsteig abzusetzen. Sie könnten dann in Gruppen gemeinsam zur Schule gehen.“ bek

Letzte Änderung am Mittwoch, 29 März 2017 13:37

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Meldungen kurz & knapp

Familie | Bildung | Beruf

Blechbläser-Workshop

Lübars – Beim zweiten Blechbläser- Workshop der Musikschule Reinickendorf hieß es wieder: Üben, üben, üben. Das hat sich gelohnt, denn Ende Juli präsentierten die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Dorfkirche Lübars Werke von Mozart, Leonard Bernstein und vom Jazz- Komponisten Hannes Zerbe. Dozenten in diesem Jahr waren Gisela Meßollen von der bezirklischen Musikschule, der ehemalige Trompeter der Berliner Philharmoniker Bob Platt und der ehemalige Posaunist der Hamburger Staatsoper Joachim Mittelacher.

Musikkurse an der Musikschule

Reinickendorf – Lust auf musikalische Erlebnisse? Für die jüngsten Kinder ab einem Jahr beginnt die Eltern-Kind-Gruppen. Mit Tanz-, Instrumental- und Vokalunterricht kann man schon im Vorschulalter beginnen und ein Leben lang fortsetzen. Bei der Musikschule Reinickendorf sind Neuund Wiedereinsteiger jeden Alters immer willkommen. Infos und Anmeldung unter Tel. (030) 90294-4780 oder per E-Mail an musikschule-reinickendorf@ reinickendorf.berlin.de

Tierfotos „Ameise bis Zebra“

Tegel – Wer Lust hatte, mehr als nur Selfies zu knipsen, war hier genau richtig: Im Medienkompetenzzentrum meredo entdeckten Schüler die kreative Fotografie mit der Digitalkamera und dem Smartphone. Unter dem Titel „Fotomania Tierfotos von Ameise bis Zebra“ fand das Projekt in den Pfingstferien großes Interesse bei den Ferienkindern. Das Thema waren Tiere – und zwar kleine Tiere ebenso wie große Tiere, und wie sie spannend in Szene gesetzt werden können. Dazu waren die Schüler im Zoo, am Tegeler See oder einfach im Garten. Auch die Plüschtiere zu Hause fungierten als Fotomodell und wurden ins richtige Licht gerückt. Die Lieblingsfotos der Ferienkinder im Alter von acht bis elf Jahren sind in der Bildergalerie unserer Webseite www.reinickendorfer-allgemeine. de/nachrichten/durchstarter/foto zu sehen.

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